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Ungeliebte Anliegerstraße

Die Erschließung für das Baugebiet „Buchbach Süd“ sorgt für Irritation im Marktgemeinderat

Steiler und länger wird die Zufahrt zu einem geplanten Haus im Baugebiet „Buchbach Süd“, wenn sie von der Gerberstraße erfolgen soll, argumentiert die Planerin. Im Marktgemeinderat fand sich aber keine Mehrheit für die Erschließung über die Bergstraße auf der anderen Seite. Jetzt soll der Bauausschuss eine Lösung suchen.
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Steiler und länger wird die Zufahrt zu einem geplanten Haus im Baugebiet „Buchbach Süd“, wenn sie von der Gerberstraße erfolgen soll, argumentiert die Planerin. Im Marktgemeinderat fand sich aber keine Mehrheit für die Erschließung über die Bergstraße auf der anderen Seite. Jetzt soll der Bauausschuss eine Lösung suchen.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Für das Areal zwischen Bergstraße und Gerberstraße gibt es den Bebauungsplan „Buchbach Süd“. Damit im Zeichen der Nachverdichtung eine zusätzliche Parzelle entstehen kann, muss der Plan geändert werden. Allerdings stieß die Planung im Marktgemeinderat auf wenig Gegenliebe. Knackpunkt ist die Erschließung.

Buchbach – Für das Areal zwischen Bergstraße und Gerberstraße gibt es den Bebauungsplan „Buchbach Süd“. Der Antrag auf Änderung war schon einmal im April 2018 im Marktgemeinderat. Mittlerweile hat bei dem betroffenen Grundstück der Besitzer gewechselt und im Zeichen der Nachverdichtung soll zusätzlich nördlich davon eine dritte Bauparzelle entstehen. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden.

Damit wurde das Architekturbüro Thalmeier beauftragt und der Entwurf wurde im Marktgemeinderat vorgestellt, stieß dort allerdings auf wenig Gegenliebe. Allerdings war auch das Abstimmungsverhalten der Marktgemeinderäte überraschend. Der strittige Punkt war die geplante Erschließung über die Bergstraße. Der vorhandene, drei Meter breite Geh- und Radweg dürfte damit als Anliegerweg genutzt werden.

Sonja Thalmeier (Grüne/Unabhängige) erläuterte als Planerin das geplante Vorhaben. Dabei berichtete sie unter anderem, dass es einen Ortstermin mit dem Straßenbauamt gegeben hat, wo das Amt sich für die Erschließung über den Fußweg ausgesprochen hatte. Auch die Gemeindeverwaltung hat diese Art der Erschließung mitgetragen. Zudem bevorzugt der Bauherr auch diese Lösung der Erschließung über die Bergstraße von Norden her, da die Zufahrt vom Süden über die Gerberstraße aufgrund der Topographie steiler und länger werden würde.

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Nichtsdestotrotz erschien unter anderem Philipp Rinberger (Umlandliste Buchbach) die Erschließung im Süden sinnvoller, um den bestehenden Gehweg nicht dafür zu nützen. Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg), der von der Diskussion im Marktgemeindera t überrascht war, weil das Vorhaben bereits einmal im Bauausschuss besprochen worden ist und auch der neue Marktgemeinderat schon bei einem Ortstermin informiert worden sei, versuchte zu vermitteln, dass dieser Planentwurf die Grundlage für weitere Diskussionen sei und man ihm deshalb zustimmen könne.

Aber Joachim Schöngut (Grüne/Unabhängige) meinte, wenn man jetzt bereits erkenne, dass die Planung von Teilen des Gemeinderates so nicht gewünscht wird, dann könne er nicht zustimmen.

Antrag zur Geschäftsordnung wurde abgelehnt

Um die Diskussion zu entschärfen, riet Bürgermeister Einwang, die Planung noch einmal im Bauausschuss vorzuberaten.

Damit würde man „nur Zeit verschwenden“, sagte Manfred Kroha (CSU/FWB) ärgerlich. Dennoch stellte Karl-Heinz Kammerer einen Antrag zur Geschäftsordnung, die Planung noch einmal im Bauausschuss zu beraten. Dieser wurde allerdings mit 5:9 Stimmen abgelehnt.

Bauausschuss ist doch wieder involviert

Damit stimmte der Marktgemeinderat darüber ab, ob die Planunterlagen für die Änderung des Bebauungsplanes „Buchbach Süd“ so in Ordnung sind. Dann sollen sie öffentlich ausgelegt werden. Betroffene Ämter und Behörden sowie Buchbacher Bürger können dann eine Stellungnahme abgeben.

Die Abstimmung endete mit 7:7 Stimmen. Der Beschluss fand also keine Mehrheit. „Damit wandert die geplante Änderung des Bebauungsplanes wieder in den Bauausschuss“, kommentierte Bürgermeister Thomas Einwang das weitere Vorgehen.

Der Bauausschuss wird sich am kommenden Montag damit beschäftigen.

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