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Schlacht von 1322

Die Erhartinger Ritter läuteten beim Heimatforscher: Wertvolle Schätze überreicht

Historischer Besuch beim Historiker: (von links) Maria Atzinger, Herbert Matejka, Leonhard Biermaier, Christian Hans.
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Historischer Besuch beim Historiker: (von links) Maria Atzinger, Herbert Matejka, Leonhard Biermaier, Christian Hans.

Zum Jahrestag der Schlacht von vor 699 Jahren: Herbert Matejka stellt für Geschichtsarbeit Fundstücke von den Schlachtfeldern zur Verfügung.

Erharting – Herbert Matejka, eine Ikone unter den Heimatforschern, ist er doch in jahrzehntelanger Arbeit der Heimatgeschichte von Erharting auf den Grund gegangen. Dabei war stets die Schlacht zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen im Jahr 1322 ein zentrales Thema. In akribischer Kleinarbeit suchte er mit seiner selbst gebauten Metallsuchsonde die Fluren in den umliegenden Regionen ab. Auch aufmerksame Bauern brachten ihm für sie oftmals undefinierbare Metallgegenstände, die bei der Bodenbearbeitung ihre Felder zutage kamen.

Geschichtsbücher wurden korrigiert

Mit enormem Sachverstand behandelte er diese Zeugen einer langen Vergangenheit und ordnete sie der jeweiligen Zeitepoche zu. Es war auch selbstverständlich, dass er all seine Ergebnisse von einschlägigen Fachleuten im Landesamt für Denkmalpflege prüfen und bestätigen ließ, bevor er mit einem Ergebnis an die Öffentlichkeit ging.

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Im Verlauf seiner Forschungen wurden sogar Lehr- und Geschichtsbücher hinsichtlich des Schlachtortes dahingehend geändert, dass die letzte Ritterschlacht ohne Feuerwaffen auf deutschem Gebiet auf den Fluren von Erharting stattgefunden hatte.

Schaukästen mit vielen Exponaten

Schon seit der Gründung des Brauchtumsvereins 1988 hat Herbert Matejka den Verein immer wieder in heimatgeschichtlichen Angelegenheiten beraten. Für so manche Veranstaltung kamen dann auch die Akteure des Vereins zu ihm mit der Bitte, ob sie einen der Schaukästen mit den Exponaten zur Schlacht ausleihen könnten. Für ihn war das immer selbstverständlich und so entschloss er sich vor einigen Monaten, dem Brauchtumsverein einschlägige Fundstücke als Geschenk zu übergeben.

Dornbergritter begehrte mit seiner Gemahlin und einem Diener Einlass

Da war die Freude riesengroß. Bevor der Brauchtumsverein am vergangenen Wochenende auf den Fluren des Schlachtfelds von 1322 lagerte und im Rahmen einer Exkursion die Besucher über das Kampffeld leitete, überraschten einige Mitglieder in historischer Gewandung den Erhartinger Heimatforscher. Der Dornbergritter begehrte mit seiner Gemahlin und einem Diener Einlass im Hause Matejka, das ja am Fuße des geschichtsträchtigen Dornberges steht.

Dank für die zurückliegenden Forschungsarbeiten

Ein zunächst überraschter Hausherr geleitete sodann die historischen Gäste in das Wohnzimmer, wo sie den Grund ihres Besuches erläuterten. So bedankte sich „Ritter Graf Eberhard von Dornberg“ (Leonhard Biermaier) in persönlichen Worten für die zurückliegenden Forschungsarbeiten, „die nun der nachfolgenden Generation als Grundlage für weitere Erkenntnisse und Darbietungen dienen“. Danach präsentierte Herbert Matejka seine Fundstücke, akribisch geordnet und entsprechend beschriftet. Zu jedem Einzelteil gab er wertvolle Informationen.

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Handspindel und ein Löffelbohre wecken Interesse der Küchenmeisterin

Unter den Exponaten waren auch Teile, die nicht dem unmittelbaren Schlachtgeschehen zugeordnet werden, eine Handspindel und ein Löffelbohrer. Diese aber erregten das Interesse der „Edlen von Dornberg“ (Maria Atzinger), die bei den Schlachtfeldexkursionen die Feldküche repräsentiert. Schnell entwickelte sich ein Fachgespräch. Der Bauer vom ehemaligen Schinaglhof am Dornberg (Christian Hans) war als dienstbarer Helfer mitgekommen, legte die geschichtlichen Zeitzeugen vorsichtig in ein sicheres Behältnis.

Löffelbohrer weckt größeres Interesse

Voller Freude verließen dann Edeldame, Bauer und Ritter mit ihren kostbaren Geschenken das Haus Matejka, um anschließend im Lager am Original-Schauplatz von 1322 die Original-Fundstücke an den Platz der Schlacht vom 28. September 1322 quasi symbolisch dorthin zurückzubringen, wo sie einst der Heimatforscher entdeckt hatte.

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