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Neuausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG)

Nicht barrierefrei und unklimatisiert: Was die BEG zum Einsatz von Uraltzügen bis 2035 sagt

Zwei Uraltzüge VT 628 auf den Gleisen eins und zwei des Mühldorfer Bahnhofs. Es scheint so, dass die nicht barrierefreien und unklimatisierten Triebwagen eine langfristige Zukunft haben.
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Zwei Uraltzüge VT 628 auf den Gleisen eins und zwei des Mühldorfer Bahnhofs. Es scheint so, dass die nicht barrierefreien und unklimatisierten Triebwagen eine langfristige Zukunft haben.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Harter Vorwurf: Auf den meisten Strecken des Bahn-Liniensterns Mühldorf könnten bis 2035 die alten, nicht klimatisierten und nicht barrierefreien Triebwagen des Typs VT 628 unterwegs sein. Wie reagiert die Bayerische Eisenbahngesellschaft?

Mühldorf/München –Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Fahrgastverband Pro Bahn hatten jetzt bekannt gemacht, dass nach der laufenden Neuausschreibung des Lininensterns Mühldorf weiterhin die alten Triebwagen des Typs VT 628 auf vielen Strecken unterwegs sein werden. Sie sind weder klimatisiert noch barrierefrei. Nach den Informationen der beiden Verbände verlangt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) auf Nebenstrecken nicht den Einsatz moderner, barrierefreier Züge, sondern setzt weiterhin auf den Uraltzug VT 628.

BEG braucht mehrere Tage für Antwort und sagt dann doch nur wenig

Auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen teilt die Bayerische Eisenbahngesellschaft nach mehreren Tagen jetzt vage mit: „Für das Ausschreibungsverfahren stehen uns begrenzte Mittel zur Verfügung. Dennoch möchten wir mit den vorhandenen Mitteln das Maximum an Barrierefreiheit erreichen.“

Dieses Maximum scheint aber nur für die Hauptstrecke zwischen Mühldorf und München zu gelten, wenn die Behörde in den vier angeforderten Angebotsvarianten unterschiedliche Zugtypen verlangt, von denen die wenigsten barrierefrei sind. „Allen Varianten ist gleich, dass die zwischen Mühldorf und München eingesetzten Fahrzeuge – mit Ausnahme einzelner Züge – barrierefrei sein müssen.“

Wohl keine Verbesserung auf Nebenstrecken

Mehr Informationen gibt die BEG nicht raus und damit scheint sich die Befürchtung von VCD und Pro Bahn zu bewahrheiten, dass auf den anderen Strecken aus Kostengründen weiter keine Verbesserung geplant ist.

Nach Angabe der beiden Verbände ist in zwei Varianten für alle anderen Strecken keine Vorgabe zur Einstiegshöhe gemacht worden. „Dem Vernehmen nach präferiert die BEG in Anbetracht klammer Kassen diese beiden Varianten, um auch künftig Altbautriebwagen wie den VT 628 einsetzen zu können“, heißt es.

In einer gemeinsamen Resolution fordern VCD und Pro Bahn den Freistaat deshalb jetzt auf, bei der Neuvergabe einen barrierefreien Ein- und Ausstieg in die Züge sicherzustellen. „Wir erinnern die Staatsregierung an ihr Versprechen, den Freistaat bis zum Jahr 2023 barrierefrei umzugestalten. „Mit solchen Ausschreibungen wird man aber das Ziel noch lange nicht erreichen“, sagt Norbert Moy, stellvertretender Landesvorsitzender von Pro Bahn Bayern.

Ist das noch zeitgemäß?

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft bleibt auch eine Antwort auf die Frage schuldig, ob sie den Betrieb von nicht klimatisierten und nicht barrierefreien Zügen bis ins Jahr 2035 zeitgemäß hält.

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