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Weihnachtsaktion „OVB-Leser zeigen Herz“

Der weite Weg zum Christbaum: Wie sich Alexander (11) aus Aschau am Inn diesmal selbst beschenken will

Alexander geht seinen Weg. Gibt es an Heiligabend die erste Bescherung ohne Rollator und Orthesen? fkn
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Alexander geht seinen Weg. Gibt es an Heiligabend die erste Bescherung ohne Rollator und Orthesen?
  • Ludwig Simeth
    VonLudwig Simeth
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Warten aufs Christkind. Noch zehn Stunden, dann fünf, schließlich drei. Eine kurze oder lange Zeit? Schwer zu sagen, alles ist ja relativ, das weiß seit Einstein jedes Kind – ein Mathe-Könner wie Alexander (11) aus dem Kreis Mühldorf sowieso.

Rosenheim/Mühldorf – Nichts ist absolut, das gilt auch für den Raum. Die letzten Meter vom Wohnzimmer-Sofa zu den bunt verpackten Geschenken unterm Christbaum: Für viele ein Katzensprung, für Alexander hingegen nicht. Für ihn bedeuten sie viel mehr.

Denn der smarte Waldkraiburger Realschüler aus Aschau am Inn möchte die paar Meter zum Christbaum diesmal ganz allein schaffen – ohne Gehhilfe, ohne Orthesen, ganz langsam, Schritt für Schritt.

Das wäre eine Premiere und für die ganze Familie – Alexander, seine Eltern, Zwillingsschwester Michelle Großeltern samt Pinscher-Hündin Bonny – sicher das allerschönste Weihnachtsgeschenk.

Kindern wie Alexander ist die OVB-Weihnachtsaktion gewidmet. Von Geburt an hat er es mit einer Zerebralparese zu tun. Hände und Beine machen nicht das, was er will. Für Buben wie ihn legen sich alle mächtig ins Zeug in Vogtareuth – seine Ärzte und Physiotherapeutinnen in der Neuropädiatrie der Schön-Klinik ebenso wie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Förderverein Silberstreifen, der einen einzigartigen, barrierefreien Spielplatz für alle bauen will. Diesem Projekt ist ein Teil von „OVB-Leser zeigen Herz“ gewidmet.

„Schon bald so richtig gehen können“, das ist Alexanders größter Weihnachtswunsch.

Kartenspielen als Schmerzmittel

Alexander verbringt jedes Jahr Wochen in Vogtareuth, manchmal sogar Monate. Operationen, Klinikbetten, Reha, Schmerzen, Muskeltrainung – das gehört zu seinem Leben wie Schule oder Zähneputzen.

Als kleiner Bub hat er Panikattacken bekommen, wenn Leute im blauen Arzt- oder OP-Kittel vor ihm standen. Das hat sich in Vogtareuth grundlegend geändert. Er fährt sogar mit einem guten Gefühl dorthin. „Weil die da nett sind – so richtig nett“, sagt er.

Alles zur OVB-Aktion: OVB-Leser zeigen Herz: Mehr Lebensqualität für Kinder mit Handicaps

Anna German (34), Alexanders Mutter, erinnert sich noch gut an den März 2020. Da geht es nicht nur mit Corona los, Alexander hat auch noch eine schwere OP – und danach Schmerzen. Deshalb „verarzten“ ihn seine Therapeutinnen gleich zu zweit: Eine spielt Karten mit dem jungen Patienten, während die andere Beine beugt und streckt. Je mehr Uno-Karten Alexander ablegt, umso weniger spürt er die Schmerzen. „Ich werde das nie vergessen“, sagt die Mama voller Dankbarkeit.

In der Vogtareuther Neuropädiatrie ist Alexander ein gern gesehener Patient – und das nicht nur, weil der Uno-Zocker so ein charmanter, selbstbewusster und positiver Bub ist. Wichtiger noch: Es geht auch motorisch vorwärts. Alexanders Arme und Beine werden beweglicher, mit dem Rollator ist er immer flotter unterwegs.

So wie Forrest Gump die Schienen ablegen

2021 läuft es sogar wie geschmiert. Im Sommer packt er den Übertritt in die Realschule. Dann kommt der 12. Oktober, Mamas Geburtstag. Alexander fasst sich ein Herz und geht ein paar Meter, mit Beinstützen, aber ohne Rollator. 42 Mini-Schritte, er zählt genau mit.

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Am 29. Oktober, Alexanders 11. Geburtstag, lässt er dann nicht nur den Walker mit den vier Rädern in der Ecke stehen. Er legt auch die Orthesen ab – die ersten zarten Gehversuche „ganz ohne“ – noch zaghaft, wacklig und unentschlossen. Aber immerhin.

Jetzt will er mehr. „Schon bald so richtig gehen können“, formuliert er seinen größten Weihnachtswunsch ohne zu zögern. Er weiß, dass er dafür noch zulegen muss, etwa in Sachen Muskelkraft, Beweglichkeit und Stabilität. Dafür wird der Mathe-Spezialist weiter fleißig üben und trainieren. Forrest Gump, der Titelheld seines gleichnamigen Lieblingsfilms, hat die Beinschienen auch irgendwann abgestreift und ist zum Dauerläufer geworden.

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Von Rückschlägen wird er sich dabei nicht unterkriegen lassen, ebenso wenig von den Grenzen, die dem Messi- und Lewandowski-Fan die Alltagswirklichkeit setzt: beim Hausaufgabenmachen, auf dem Spielplatz oder beim Kicken. Auch hier gilt: Alles ist relativ.

Alexander empfindet den Mathe-Stoff jedenfalls als relativ einfach, ein Kinderspiel quasi. Doch beim Zeichnen von x- und y-Achse verrutscht ihm schon mal das Geodreieck. Dann muss Johanna helfen, seine Schulbegleiterin. Bei manchen Mitschülern ist es hingegen genau umgekehrt: Mit Zirkel und Lineal können sie relativ gut umgehen, aber von Symmetrien und Parabeln haben sie absolut keine Ahnung.

Ein Kletterwürfel – Lichtjahre weit weg

Und der Kletterwürfel auf dem Spielplatz mag für die anderen Kinder nur einen Steinwurf entfernt sein – Alexander trennen Welten davon, wenn er mit dem Rollator im groben Kies oder im tiefen Rasen stecken bleibt. Deshalb freut er sich schon riesig auf den neuen Silberstreifen-Spielplatz, in den die OVB-Leser so viel Herz stecken.

Die Krönung wäre für ihn, wenn es dort auch ein kleines Fleckerl samt Mini-Tor zum Bolzen geben würde. Alexander spielt für sein Leben gern Fußball, aber zwei Sachen nerven ihn. Erstens hat er absolute Lust darauf, endlich mal vorne spielen zu dürfen. Ständig nur verteidigen ist halt relativ langweilig.

OVB-Aktion sorgt für feuchte Augen

Außerdem bleibt der Ball relativ häufig unter der Querstange seines neuen Rollators stecken. So wird es nichts mit dem Toreschießen. Aber es wäre doch gelacht, wenn die Weihnachtsaktion nicht dafür sorgen könnte, das Gehwagerl fußballtauglich zu machen. Als Alexander das hört, bekommt er feuchte Augen.

Aber jetzt kommt erst einmal das Christkind. Wenn es Alexander „ganz ohne“ zum Tannenbaum schafft – das wäre kein relativer, sondern der absolute Hammer. Und Bonny würde dann sicher keinen Katzensprung machen, eher einen Hundesprung – vor lauter Freude.

Das sind die Nummern der Spendenkonten

Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling

IBAN DE75 7115 0000 0000 0787 82

BIC BYLADEM1ROS

meine Volksbank Raiffeisenbank eG

IBAN DE78 7116 0000 0008 8499 00

BIC GENODEF1VRR

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Spenden und einen Mazda gewinnen

Unter allen Spendern und Teilnehmern wird ein Mazda 2 verlost. Den Wagen im Wert von 17.500 Euro hat City-Autopartner Kolbermoor, ein Unternehmen der Auto-Eder-Gruppe, gestiftet. Die Namen der Spender werden in der Printausgabe der OVB-Heimatzeitungen veröffentlicht. Wer nicht mit seinem Namen erscheinen will, vermerkt dies bei der Überweisung mit dem Zusatz „Anonym“ oder „Keine Namensnennung“. Jede Spende ab zehn Euro, die bis 6. Januar 2022 auf einem der beiden Spendenkonten eingeht, nimmt automatisch an der Verlosung des Wagens teil.

Bei Beträgen bis zu 300 Euro gilt der Kontoauszug oder Überweisungsbeleg als Spendenquittung für das Finanzamt. Bei höheren Beträgen stellt die OVB-Stiftung Spendenquittungen aus. Hierzu muss allerdings eine vollständige Postadresse vorhanden sein.

Mitarbeiter des OVB-Medienhauses und der Auto-Eder-Gruppe sowie deren Angehörige können nicht an der Verlosung teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Aus rechtlichen Gründen sind die OVB-Heimatzeitungen verpflichtet, auch Nicht-Spender am Gewinnspiel teilnehmen zu lassen. Diese schicken eine Postkarte mit dem Kennwort „Weihnachtsaktion: Ich will ohne zu spenden gewinnen“ ans OVB. Ihre Betroffenenrechte und Datenschutzinfos finden Sie unter https://www.ovbabo.de/datenschutz.

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