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WECHSEL AN DER SPITZE

Der Vhs-Programmchef geht

  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Mitten in der Corona-Krise steht bei der Volkshochschule (Vhs) Mühldorf ein Führungswechsel an. Die Programmverantwortung hat künftig einer, der bisher sehr viel digital gearbeitet hat. Der Schwerpunkt des Bildungsangebots soll aber weiterhin analog bleiben.

Mühldorf – Karl Weber (64) arbeitet seit 37 Jahren für die Volkshochschule und ist seit 2008 als Geschäftsführer für das Programm der Bildungseinrichtung verantwortlich. Mit seiner Handschrift hat er über viele Jahre das Angebot bestimmt, neue Bereiche erschlossen und zuletzt auch die Digitalisierung vorangetrieben. Mit ihm ist Jens Droppelmann als zweiter Geschäftsführer für die Finanzen verantwortlich.

Online soll nur Zusatzangebot sein

Die Geschäftsführung wird Droppelmann nach dem Ausscheiden Webers alleine übernehmen. Für die Programmgestaltung hat sich die Bildungseinrichtung Raphael Schmidhuber geholt. Der 28-Jährige lebt in Ganghofen und war zuletzt im Gesundheitsmanagement bei Rewe tätig, wo Angebote schon seit langem auch online gemacht werden.

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Für die Volkshochschule bleibt trotz dieser besonderen Qualifikation des neuen Programmleiters der dringende Wunsch, wieder zum analogen Betrieb zu wechseln. Jens Droppelmann sagt: „Wir hoffen, dass es irgendwann wieder Präsenzunterricht geben wird.“ Er stellt eine „gewisse Online-Müdigkeit“ bei den Kunden fest. „Die Nachfrage sinkt, aber der Aufwand bleibt sehr groß.“

Schmidhuber ordnet das Miteinander von digitalen und analogen Kursen so ein: „Online wird ein Zusatzangebot bleiben. Die Praxis schlägt alles.“ Vor allem im Bereich Bewegungs-, Sprachkurse und berufliche Bildung war die Nachfrage überschaubar, sagt Weber. Auch täten sich manche Referenten mit der Vermittlung via Internet schwer.

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Trotzdem muss sich die Vhs für beide Angebotsformen wappnen, denn auf absehbare Zeit ist kein Präsenzunterricht möglich. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Wechsel schnell möglich ist“, sagt Weber. Das heißt: Planen für Präsenzunterricht ab April, bei Verschärfungen ins Internet wechseln. In einigen Bereichen sind die Kurse bereits hinsichtlich der aktuellen Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie umgestellt. Der Reha-Sport soll im Frühjahr im Freien stattfinden, der Hartplatz an der Mittelschule Mühldorf sei bereits angefragt.

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Wirtschaftlich hat die Vhs das erste Jahr nach Angaben Droppelmanns gut überstanden, auch dank Überbrückungshilfen. Allerdings habe die Einrichtung zwei Monate lang keine Einnahmen gehabt. Einen Mietnachlass für die Räume habe nur die Gemeinde in Mettenheim im Kulturhof gewährt, wo die Volkshochschule während des ersten und zweiten Lockdowns nichts zahlen musste. Der Mühldorfer Vermieter habe nichts nachgelassen.

Finanzielle Hilfe vom Staat

Zugleich seien die Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit geschickt worden, da die Programmplanung für das nächste Jahr fortgesetzt worden sei. Referenten könnten nur dann von Geld der Regierung profitieren, wenn sie hauptamtlich tätig seien. „Die Nachfrage war aber geringer als erwartet.“

Wie hoch die Zahl der Kursteilnehmer im Corona-Jahr war, kann Droppelmann noch nicht sagen. „Es waren aber deutlich weniger als 2019.“

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