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Nicht nur in die Technik

Die Brauerei Stierberg bei Obertaufkirchen investiert während der Corona-Pandemie

Gefällig und nachhaltig. So präsentieren sich die Brauerei und der dazugehörige Gasthof in Stierberg.
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Gefällig und nachhaltig. So präsentieren sich die Brauerei und der dazugehörige Gasthof in Stierberg.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Annemarie Kammhuber-Hartinger sorgt seit 1983 dafür, dass genügend Bier in den Stahltanks der Brauerei Stierberg ist. „Wir sind sehr stolz, dass wir unsere eigene Brauerei haben“, sagt Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner. Der angrenzende Gasthof ist zudem wichtig für die Ortsvereine.

Obertaufkirchen-Stierberg – Es gibt nicht mehr viele Brauereien im Landkreis Mühldorf. Eine davon ist die Brauerei Stierberg, wo Braumeisterin Annemarie Kammhuber-Hartinger seit 1983 dafür sorgt, dass immer genügend Bier in den Stahltanks ist, damit Vereins- und Volksfeste, aber auch Getränkemärkte mit den sechs verschiedenen Sorten Bier versorgt werden können. „Wir sind sehr stolz, dass wir unsere eigene Brauerei haben“, sagt Obertaufkirchens Bürgermeister Franz Ehgartner. Dabei ist es aber nicht nur Stolz; der angrenzende Gasthof ist auch wichtig für die Ortsvereine.

Trotz Corona wurde investiert

Trotz Corona hat Annemarie Kammhuber-Hartinger die Zeit genutzt und ordentlich in die Brauerei und den angrenzenden Gasthof investiert. Bereits 2017 hat der Gasthof ein Facelifting bekommen und präsentiert sich heute als gemütliches Lokal, in dem man schön zusammensitzen und ratschen kann, sich aber auch bayerische Schmankerl schmecken lassen kann.

„Eine tolle Heimat für unsere Ortsvereine“

Für Bürgermeister Franz Ehgartner ist aber viel wichtiger, dass Stierberg „eine tolle Heimat für unsere Ortsvereine ist“. Auch die Gemeinde nütze das Gasthaus „gerne für kleinere Veranstaltungen wie die Schülerehrung beispielsweise“, so der Bürgermeister. Mit den neugeschaffenen Gästezimmern haben Brautpaare zudem eine schöne Möglichkeit, bei Hochzeiten attraktive Übernachtungsmöglichkeiten für Freunde, Bekannte und Verwandte bieten zu können, so der Bürgermeister weiter.

Beim Befüllen und Etikettieren: Christoph Henning und Azubi Philipp Freigang (von links).

Neue Flaschenfüllanlage mit Flascheninspektor

Das sind aber natürlich nur dann Optionen, wenn die Gastronomie wieder aktiv werden darf, erinnert Annemarie Kammhuber-Hartinger, die 1998 die Brauerei von ihrem Vater übernommen hat. Sie hat die Coronazeit genutzt und auch in der Brauerei modernisiert. So hat sie einen sechsstelligen Betrag investiert, um eine neue Flaschenfüllanlage mit Flascheninspektor einbauen zu lassen. „Mit der neuen Anlage werden die Flaschen sauerstofffrei abgefüllt. Damit bleibt das Bier länger frisch und die Qualität erhalten“, erklärt die Braumeisterin.

Vorgeschaltet ist der sogenannte Flascheninspektor; eine Kontrollstation, die die Flaschen von allen Seiten durchleuchtet und kontrolliert, ob sie Sprünge haben oder kleine Splitter in den Flaschen sind. „Die werden dann gleich aussortiert“, erläutert Annemarie Kammhuber-Hartinger.

Nachhaltige Stromproduktion

Auf dem Dach der Brauerei ist seit kurzem auch eine Photovoltaikanlage. Zusammen mit einem Batteriespeicher und einem Blockheizkraftwerk wird so der Strom größtenteils selbst erzeugt, den die Brauerei für eine nachhaltige Produktion benötigt, beschreibt es Annemarie Kammhuber-Hartinger nicht ohne Stolz.

Trotz Corona: Müssen positiv denken

Doch sie hat auch personell aufgestockt: Mit Christoph Henning hat sie einen zusätzlichen Brauer und mit Philipp Freigang einen Brauer-Azubi bekommen. „Das alles war ein ziemlicher finanzieller Kraftakt, den wir nicht so einfach aus der Portokasse bezahlen können“, sagt Braumeisterin Annemarie Kammhuber-Hartinger. Schließlich fehlen die Einnahmen aus der Gastronomie und der Pension gänzlich. Und als Brauereigasthof bekommen sie auch keine staatliche Unterstützung. „Aber wir müssen positiv denken“, sagt sie.

Braumeisterin Annemarie Kamhuber-Hartinger begutachtet die neue Abfüllanlage.

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