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Jetzt geht’s ab in den Urlaub ohne Ferien

Der Leuchtturm-Bauherr – Mühldorfs Berufs-Schulleiter Wolfgang Gaigl wechselt in Ruhestand

Die letzten Unterschriften sind geleistet, die Unterschriftsmappe ist nun leer und Schulleiter Wolfgang Gaigl räumt seinen Schreibtisch.
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Die letzten Unterschriften sind geleistet, die Unterschriftsmappe ist nun leer und Schulleiter Wolfgang Gaigl räumt seinen Schreibtisch.
  • Robert Wagner
    VonRobert Wagner
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Nach 14 Jahren an der Spitze der Berufsschule 1 nahm Wolfgang Gaigl offiziell seinen Abschied und blickte dabei auf die vergangene Zeit zurück: Die größten Meilensteine sieht der Oberstudiendirektor in der Planung und dem Neubau der Landmaschinen und Nutzfahrzeuge Halle sowie in der Neugestaltung des Pausenhofes und die Sanierung der Tiefgarage.

Mühldorf – Es waren 14 Jahre, in denen Oberstudiendirektor Wolfgang Gaigl die Geschicke der Berufsschule 1 in Mühldorf leitete. Jetzt geht diese Zeit zu Ende, der Schulleiter wurde am gestrigen Dienstag offiziell verabschiedet. Ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie er selbst sagt.

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Und dennoch überwiegt die Freude auf den Ruhestand, die letzten beiden von Corona bestimmten Jahre waren doch sehr anstrengend. Ein wenig Wehmut verspüre er vor allem darüber, nun nicht mehr Teil dieser „großartigen Schulfamilie“ zu sein.

Lehrerberuf istsein früher Wunsch

Schon früh hatte Wolfgang Gaigl den Wunsch, Lehramt zu studieren. Er war in der zehnten Klasse des Gymnasiums, als dieser Vorsatz in ihm reifte. Sein Steckenpferd waren die Sprachen, letztendlich wurden es dann aber doch die Studiengänge Maschinenbau und Sozialkunde. Grund für den „Kurswechsel“ war das „Überangebot“: „Ein Berufsberater hatte mir davon abgeraten, den Schritt in diese Richtung zu machen. Es seien viel zu viele Lehrkräfte für zu wenig offene Stellen an den Gymnasien“, sagt der gebürtige Gangkofener. Also wählte er den Weg zum Studium für Lehramt an Berufsschulen.

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Eine Entscheidung, die er nicht bereut. Von 1976 bis 1980 studierte er an der Technischen Universität München, anschließend absolvierte er seine Referendarzeit in Nürnberg und Passau. Die längste Zeit seines Berufslebens verbrachte er an der Berufsschule in Dingolfing, wo er 22 Jahre unterrichtete, ehe er sich um die Schulleiterstelle in Mühldorf bewarb.

Zu diesem Zeitpunkt war er stellvertretender Schulleiter. Im September 2008 wurde er Schulleiter an der Berufsschule I. Eine Position, die er mit großem Engagement und noch mehr Empathie für seine Schule ausgefüllt hat.

Die Zeit in Mühldorf beschreibt Wolfgang Gaigl als „spannende, interessante und schöne Zeit, die ständig Neuerungen mit sich gebracht hat“. Die größten Meilensteine in der Infrastruktur der BS I, wie die Berufsschule üblicherweise genannt wird, seien sicherlich die Planung und der Neubau der Landmaschinen und Nutzfahrzeuge Halle sowie die Neugestaltung des Pausenhofes und die Sanierung der Tiefgarage gewesen.

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Aus pädagogischer Sicht hätten sich massive Änderungen in der Unterrichtsgestaltung ergeben: „Früher wurde der Unterricht ja nach Fächern ausgerichtet. Heute wird in Lernfeldern unterrichtet, wodurch die Schüler wesentlich mehr Eigenverantwortung im Lernprozess haben“. Nicht vergessen will der scheidende Schulleiter die Rolle des Landkreises und vor allem des Landrates: „Die Unterstützung war uns stets gewiss, wenn wir mit unseren Haushaltswünschen an den Landkreis herangetreten sind. Wir wurden nie abgewiesen, die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung der jungen Leute zu schaffen, war eine der Maximen des Landrats und auch des Kreistages.“

Fest verankert in seiner Aufzählung der schönsten Erlebnisse sind, unter vielen anderen, die erste Veranstaltung einer Abschlussfeier und die alljährlichen Weihnachtsspendenaktionen, bei denen in den vergangenen 14 Jahren die Summe von 36 680 Euro erzielt und sozialen Projekten zugeführt worden ist. Besonders stolz sei er zudem gewesen, als der damalige Ministerialdirigent German Denneborg das Schulmodell für Flüchtlinge als „Leuchtturmprojekt für ganz Bayern“ bezeichnet habe.

Und jetzt ab auf die Insel

Auf die Frage, worauf er sich am meisten freut, kommt die Antwort spontan: „Urlaub außerhalb der Ferienzeit. Und genießen, dass die Fremdbestimmung wegfällt.“ So ist der erste Urlaub gebucht, nach den Ferien geht es am 15. September nach Griechenland auf die Insel Korfu – zu einer Zeit, in der er in den vergangenen Jahren mitten im Berufsschulalltag mit Planen, Organisieren und Repräsentieren beschäftigt war.

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