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Suche nach der richtigen Lösung

Der Kampf gegen das Nadelöhr für Mühldorfer Autofahrer

Eine Lösung für Linksabbieger: Damit Autos wie der silberne BMW leichter von der Ahamer indie Eichkapellenstraße abbiegen können, soll die Kreuzung vergrößert. Das Problem: Der Investor des benachbarten Schörghubergeländes müsste Grund abgeben.
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Eine Lösung für Linksabbieger: Damit Autos wie der silberne BMW leichter von der Ahamer in die Eichkapellenstraße abbiegen können, soll die Kreuzung vergrößert. Das Problem: Der Investor des benachbarten Schörghubergeländes müsste Grund abgeben.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Eine große Kurve soll das Verkehrsproblem am Schörghubergelände in Mühldorf lösen. Bei der jüngsten Stadtratssitzung schlug Gottfried Kirmeier (SPD) eine Veränderung der Größe und Lage der Kreuzung vor, um so gefahrloses Linksabbiegen zu ermöglichen.

Mühldorf – Ein Investor will das ehemalige Fabrikgelände des Türenherstellers Schörghuber bebauen und hat die Pläne dazu der Stadt vorgelegt. Im Stadtrat äußerten einige Mitglieder Bedenken, weil sowohl Eichkapellen als auch Ahamer Straßen als Zufahrten Engstellen aufweisen. Vor allem die Kreuzung beider Straßen ist eng und unübersichtlich.

In der jüngsten Sitzung hat Kirmeier eine Idee vorgestellt, die zumindest das Abbiegen von der Ahamer in die Eichkapellenstraße erleichtern könnte. „Wir sollten die Kurve dort sauber ausbauen“, erklärte er auf Anfrage. Nach seinen Angaben müsste ein Elektroverteiler oder ein Gebäude auf dem Grundstück wegfallen, um Platz für die Kurve zu schaffen.

„Damit könnten wir den vorprogrammierten Verkehrsinfarkt verhindern“, ist Kirmeier überzeugt. Obwohl der Investor an dieser Stelle auf Baurecht verzichten müsste, wäre die Kurve auch für künftige Käufer der Häuser und Wohnungen gut. „Das ist viel besser für Kunden, weil sie leichter zu ihren Häusern kommen.“ Vor allem Lastwagen oder Busse würden von einer erweiterten Kurve profitieren.

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Im Stadtrat traf Kirmeiers Vorschlag auf viel Zustimmung. Grünenfraktionssprecher Dr. Matthias Kraft nennt sie die „Kirmeier-Spange.“

Die Stadt hat die Idee inzwischen an den Investor und das Verkehrsplanungsbüro der Stadt weitergegeben, eine Antwort liegt vor. Über die werden Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner und Bürgermeister Michael Hetzl die Stadträte bei der nächsten Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, 21. Juli informieren.

Grundsätzliches Problem in Mühldorf: Erschließungen sind teuer und schwierig

Das Schörghuber-Gelände steht stellvertretend für das grundsätzliche Problem, dass in Mühldorf dort auftritt, wo neue Baugebiete ausgewiesen werden. Durch die Lage zwischen Inn, Bahn und Inn-Kanal und die dichte Nachbarbebauung, sind neue Erschließungen teuer und schwierig. Kirmeier sagt: „Wir bauen alles zu, haben aber die Straßen nicht.“

Die Erschließung des Schörghuber-Geländes verläuft über zwei Straßen, die beide durch Wohngebiete führen, eine am Freibad vorbei. Beide Straßen weisen Engstellen auf, die Eichkapellenstraße wird künftig außerdem mehr Verkehr aufnehmen müssen, sobald das neue Wohngebiet an der Eichkapelle fertig ist.

Auf dem ehemaligen Fabrikgelände besteht bereits Baurecht

Grundsätzlich kann die Stadt dem Grundstücksbesitzer die Bebauung nicht verwehren. Denn seit vielen Jahren besteht dort Baurecht, mit dem die ehemalige Fabrik durch Wohnraum ersetzt werden könnte.

Von einer ursprünglich geplanten Mischbebauung zu der auch Mehrfamilienhäuser gehören sollten, haben sich die Pläne jetzt aber zu einer deutlich geringeren Bebauung entwickelt, sagte Stadtbaumeisterin Birgit Weichselgartner bei der Vorstellung der Pläne vor dem Bauausschuss.

16 Doppelhäuser und 20 Reihenhäuser

Sie sprach von 16 Doppelhäusern und 20 Reihenhäusern, die vorgesehen seien. Dazu kämen zwei Zufahrten. Weichselgartner betonte, dass die Stadt mit der Reduzierung gut leben könnte: „Rechtlich haben wir keine Möglichkeit, das alte Baurecht mit sehr viel mehr Häusern gilt.“

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