Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Jahr 2021

Der Haushalt ist genehmigt, aber die Regierung empfiehlt dem Landkreis Mühldorf einen Sparkurs

Investition in die Bildung – im Haushalt 2021 sind für den Ersatzneubau Gymnasium Gars acht Millionen Euro im Haushalt eingeplant.
+
Investition in die Bildung – im Haushalt 2021 sind für den Ersatzneubau Gymnasium Gars acht Millionen Euro im Haushalt eingeplant.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
    schließen

Der Haushalt des Landkreises Mühldorf für das Haushaltsjahr 2021 wurde ohne Beanstandungen von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Die Regierung bescheinigt dem Landkreis eine geordnete Haushaltswirtschaft. Die dauernde Leistungsfähigkeit kann derzeit als gesichert gelten.

München/Mühldorf – . Um diese weiterhin zu gewährleisten, wird in Anbetracht der immer noch deutlich über dem Landesdurchschnitt liegenden Verschuldung dem Landkreis empfohlen, im laufenden Haushaltsjahr und in den kommenden Jahren seine Einnahme- und Sparmöglichkeiten konsequent und vollumfänglich zu nutzen und „höchste Anforderungen an die Ausgabendisziplin zu stellen“.

71 Millionen Euro an Kreisumlage

Der Haushalt des Landkreises Mühldorf umfasst im Ergebnishaushalt rund 142,5 Millionen Euro bei den Erträgen und rund 140 Millionen Euro bei den Aufwendungen. Die Kreisumlage soll im Jahr 2021 rund 71 Millionen Euro in die Kassen des Landkreises Mühldorf spülen. Rund 29,4 Millionen Euro wandern als Bezirksumlage nach München weiter. Aufgrund der erheblichen Mehrbelastungen ist der Landkreis l gezwungen, die Bezirksumlageerhöhung um 0,7 % auf die Kreisumlage weiterzugeben. Die Kreisumlage wird um 0,7 Prozent auf 51,7 Prozent.-Punkte anheben, um einen gerade noch ausgeglichenen Ergebnishaushalt 2021 mit einem minimalem Jahresüberschuss von 37 100 Euro sicherzustellen.

Das könnte Sie auch interessieren:

V-Leute, Festnahmen, Tränengas: Neue Details zur Querdenker-Demo in Rosenheim

In diesem Jahr keine Neuverschuldung

Der Landkreis plant in diesem Haushalt mit den Steuerzahlen aus dem Jahr 2019, wie sehen die kommenden Jahre aus, wenn die Corona-Pandemie voll auf die Einnahmen der Gemeinden durchschlägt?

Landrat Max Heimerl sieht den Landkreis in der Frage der finanziellen Handlungsfähigkeit auf einem guten und stabilen Kurs: „Besonders freue ich mich, dass es aufgrund der vorausschauenden Rücklagenbildung heuer keine Neuverschuldung gibt und der Schuldenabbau, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, 2021 fortgeführt werden kann.“

Was Sie auch interessieren könnte:

Alle Fraktionen im Mühldorfer Kreistag begrüßen Investitionen in die Bildung

Investitionsschwerpunkte der geplanten Gesamtinvestitionen von rund 35,8 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2021 sind der Ersatzneubau Gymnasium Gars mit 8 Millionen Euro, der Ersatzneubau am Beruflichen Schulzentrum in Mühldorf einschließlich der Turnhalle mit 7,9 Millionen Euro und der Investitionskostenzuschuss für den Neubau am InnKlinikum Mühldorf mit 2,4 Millionen Euro.

Umlagekraft wird weiter sinken

Die Entwicklung der Umlagekraft 2022, also die Steuerzahlen aus dem Jahr 2020, geben beim Landkreis Anlass zu großer Sorge. Der Kreiskämmerer rechnet momentan mit einem massiven Rückgang der Umlagekraft 2022 um rund acht Millionen Euro gegenüber 2021. Das ist ein massiver Einschnitt, zumal es in den letzten Jahren immer nur eine Richtung bei der Umlagekraft gab und zwar steil nach oben. Daran kann auch der mit dem Konjunkturpaket des Bundes beschlossene Ausgleich von Gewerbesteuerausfällen in 2020 nichts ändern, da der drastische Einbruch der kommunalen Steuereinnahmen nicht nur bei der Gewerbesteuer, sondern auch bei der Einkommenssteuerbeteiligung gewaltige Löcher reißt, die bis dato nicht ausgeglichen werden.

„Die pandemiebedingten Steuermindereinnahmen werden die finanziellen Spielräume der Kommunen in den nächsten Jahren stark einschränken, was sich mit Blick auf die Bedeutung der kommunalen Investitionstätigkeit auch negativ auf die Wirtschaft auswirken wird“, sagte Landrat Max Heimerl.

Kommentare