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Dazwischen gefunkt

Der BOS-Funkmast soll kommen. Nach Rattenkirchen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich dagegen nicht nur mit Händen und Füßen, sondern auch mit einer Informationsveranstaltung, die am Donnerstag, 11. April, in Haigerloh geplant ist. Der Zutritt zum Bürgerhaus bleibt den Funk-Gegnern verwehrt.

Rattenkirchen - Zweite Runde, anderes Problem: Anfang des Jahres gründete sich bereits eine Interessengemeinschaft gegen die Errichtung eines Funkmastens in Rattenkirchen (wir berichteten). Die Mitglieder wandten sich gar an den Landtag. Eine Petition gegen das 30 Meter hohe Bauwerk auf Flurnummer 46 wurde eingereicht. Und während die einen noch auf das Ergebnis warten, machen andere Funk-Gegner mobil. Dieses Mal geht es um den Tetrafunk, die digitale Funktechnik für Behörden. Kurz: BOS. Die Errichtung solch eines BOS-Mastens stand jüngst im Gemeinderat zum Beschluss. Zwei Standort-Alternativen wurden vorgeschlagen. In Bürg und am Wasserturm. Die Entscheidung wurde vertagt. Aufruhr ist trotzdem.

Zur Vorgeschichte: Geplant war der BOS-Mast zunächst in Reichertsheim. Dort befindet sich auch das Funkloch, das abgedeckt werden soll. Doch die Reichertsheimer wehrten sich. Das Problem wurde in eine andere Gemeinde verlagert. Nach Rattenkirchen. Und auch dort regt sich Widerstand.

"Wir wollen keine Front gegen den Bürgermeister machen. Wir wollen den Dialog", sagt Elke Polzer, die die jüngste Bürgerinitiative gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang ins Leben gerufen hat. Allerdings sei das gemeinsame Gespräch mit dem Gemeindechef nur kurz ausgefallen. Die Initiative wollte für den Infoabend am kommenden Donnerstag, 11. April, das Bürgerhaus mieten. "Aber das wurde uns verweigert", sagt Elke Polzer. "Aus gutem Grund", sagt Aigner: Er sieht das Treffen "als reine Werbeveranstaltung" der Funk-Gegner an. Und: "Menschen, die sich komplett gegen den Funk stellen, leben für mich in den Wolken", sagt Aigner. Deshalb wird er am Donnerstag auch nicht dabei sein, wenn die Initiative ab 19.30 Uhr nun ins "Va bene" nach Haigerloh einlädt. Aigner: "Für mich ist die ganze Sache momentan kein Thema."

Umso mehr wird in umliegenden Gemeinden diskutiert. Etwa in Aschau. Dort gab es Anfang der Woche bereits eine Informationsveranstaltung. Der Grund: Der Wasserturm-Standort grenzt an Gemeindegebiet.

Den Vorwurf, sie plane eine "Werbeveranstaltung", weist Polzer von sich. Zwar betreibe ihr Ehemann eine Heilpraktiker-Praxis. Sie selbst ist Heilpädagogin "und meine Argumente werden oft belächelt." Aber eben aus diesem Grund habe sie Referenten beider Seiten eingeladen. So hat neben Prof. Dr. Klaus Buchner, Physiker an der TU in München, und Landwirt Josef Hopper, der seinen Schweinemastbetrieb seit vier Jahren in Nähe eines Funkmastens betreibt und über Geburtenrückgänge und Missbildungen klagt, auch ein Vertreter der Firma Abel sein Kommen zugesagt. Das Unternehmen ist Dienstleister für das Tetrafunk-Netzwerk.

Deshalb versteht Elke Polzer nicht, "dass der Bürgermeister einfach dicht macht. Da wird man ohnmächtig." Der Gemeindechef will erst einmal abwarten. Er hofft noch auf eine andere Lösung. Darauf, dass in Reichertsheim doch noch ein Standort gefunden wird. Sollte es neue Informationen geben, wird sich auch der Gemeinderat in der nächsten Sitzung noch einmal mit dem Thema befassen. bst

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