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KULTUR IN CORONAZEITEN

Das Sommer-Kultürchen

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  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Der Corona-Kultur-Sommer in Mühldorf kann sich wirklich sehen lassen. Und hören natürlich auch, sagt unser Autor Markus Honervogt

Bei Jim Knopf gibt es den Scheinriesen. Das ist ein Typ, der aus der Ferne riesig groß wirkt. Je näher man ihm kommt, desto kleiner wird er. Am Ende bleibt ein Zwerg. Das, so lehrt uns die Lebenserfahrung, ist nicht nur in Lummerland so.

Deshalb zurück nach Mühldorf. Der Kultur in der Stadt drohte heuer das zweite Corona-Schrumpfen in Folge, danach hätte sie locker mit jedem Scheinriesen aus Lummerland konkurrieren können. Von Nahem betrachtet, kaum mehr zu sehen. Und wie sich Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer in der Wüste am Ende der Welt mit sehr gemischten Gefühlen dem Herrn Tur Tur näherten, so ging die Stadt eher zurückhaltend in Richtung Sommerkultur. Fast, so schien es, käme nur ein Sommer-Kultürchen dabei heraus: zwei Bühnen am Stadtwall und Innstadtpark, ein bisschen Walking Act mit heimischen Künstlern. Musik aus!

Aus dem Schein-Zwerg wurde ein Riese

Doch siehe da, je länger und näher man dieses Sommer-Kultürchen betrachtet, desto größer wird es. Ein Scheinzwerg sozusagen, in Wirklichkeit ein Riese. Entspannte Menschen im Innstadtpark bei allerlei Musik, glänzende Kinderaugen am Stadtwall, zufriedene heimische Künstler. Das alles für kein Eintrittsgeld und trotzdem einem Honorar für die Auftretenden.

Den Scheinriesen haben Jim und Lukas übrigens mit nach Lummerland genommen. Weil die Insel so klein ist, wirkt er niemals groß und kann keinen erschrecken. Sein Job auf Lummerland: Leuchtturm, weil er von Weitem so schön zu sehen ist. Und damit ein letztes Mal zurück nach Mühldorf: Hoffen wir, dass unser Kultürchen auch im nächsten Jahr gut sichtbar bleibt.

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