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Bald gibt es mehr Platz

Versäumnisse und Schuldzuweisungen: Warum die Erweiterung der Kinderkrippe Buchbach für Zoff sorgt

Hier soll der Anbau der Kinderkrippe hinkommen. Dazu muss ein Teilstück des Nachbargrundstückes (unterhalb) erworben werden.
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Hier soll der Anbau der Kinderkrippe hinkommen. Dazu muss ein Teilstück des Nachbargrundstückes (unterhalb) erworben werden.
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Es hat ein bisschen gedauert, doch jetzt ist klar: Die Erweiterung der Kinderkrippe in Buchbach wird kommen. Der Marktgemeinderat hat sich nach langwierigen Beratungen auf eine Variante festgelegt. Dafür muss ein Teilstück des benachbarten Grundstückes erworben werden.

Buchbach – Der Grundstückseigentümer hat aber bereits signalisiert, dass er sich das auf Erbpachtbasis vorstellen könne, sagte Bürgermeister Thomas Einwang (Wahlvorschlag Ranoldsberg) im Marktgemeinderat.

Alle anderen Varianten, die noch zur Wahl standen, sind nicht umsetzbar, da sowohl für die beiden Varianten aus dem Jahr 2019, als auch die Variante 2022 mit dem eigenständigen Baukörper kein Grundstück zur Verfügung steht.

Verzichten muss die Marktgemeinde zudem auf Fördermittel, da der Förderzeitraum für die beiden Varianten aus dem Jahr 2019 Ende Juni 2023 endet und bis zu diesem Zeitpunkt das Bauvorhaben nicht fertiggestellt werden könnte. Einstimmig beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung, für die Umsetzung der Variante 2022 (Anbau) die Unterlagen für die entsprechenden Förderverfahren zu erarbeiten.

Karl-Heinz Kammerer (FWB/CSU) fragte nach, ob es für die Erweiterung auch ein anderes Grundstück gebe. Das bestätigte Bürgermeister Einwang, relativierte aber gleich: „Aber nicht jetzt“. Und die Erweiterung der Kinderkrippe muss nun einmal möglichst rasch passieren. Deshalb wurde die Verwaltung auch beauftragt, das erforderliche Grundstück vertraglich zu sichern. Für Manfred Kroha (FWB/CSU) ist es gut, dass „wir jetzt Klarheit haben“. Er forderte, dass man „möglichst schnell einen Erbpachtvertrag ausarbeiten muss“.

Versäumnisse in der Verwaltung?

An Schärfe zu nahm die Diskussion im Marktgemeinderat, als Philipp Rinberger (Umlandliste Buchbach) nach den anfallenden Mehrkosten für den Bau der Krippenerweiterung fragte. Er hatte nachgerechnet, dass der Bau etwa 500 000 Euro teurer wird. „Warum wurde das in den Sand gesetzt?“, fragte er Bürgermeister Einwang. Dieser reagierte ziemlich ungehalten und sagte, dass die Verwaltung hier gar nichts in den Sand gesetzt hatte. Er erinnerte daran, dass der Marktgemeinderat 2019 die Entscheidung getroffen hatte, mehr Kindergarten- und Krippenplätze zu schaffen. Der Marktgemeinderat hatte auch die Reihenfolge festgelegt, dass zuerst neue Kindergartenplätze in der ehemaligen Schule von Ranoldsberg geschaffen werden sollen. Dann sollte die Erweiterung der Kinderkrippe in Buchbach angepackt werden. Das sei alles, wie geplant gelaufen.

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Umso überraschter sei er gewesen, so Einwang, als der 2020 neugewählte Marktgemeinderat „diese Entscheidung über den Haufen geworfen hat“. Hier fühlte sich Dritte Bürgermeisterin Maria Vitzthum (FWB/CSU) bemüßigt, noch einmal ihren Antrag, den sie damals gestellt hatte, noch einmal zu erläutern. Sie betonte, dass ihr Antrag darauf abzielte, dass das Projekt mit einer veränderten Planung günstiger werden könnte. Da das nicht der Fall ist, regte sie an: „Vielleicht können wir jetzt beim Material oder der Ausstattung einsparen“. Manfred Kroha, der auch vor 2020 bereits im Marktgemeinderat aktiv war, sagte, dass das Problem bei der Erweiterung der Kinderkrippe nicht sei, dass es Unstimmigkeiten unter Architekten gegeben habe. „Aber man hat versäumt, sich das Grundstück zu sichern und sich nur auf eine mündliche Zusage verlassen“.

Schuldzuweisungen nicht zielführend

Karl-Heinz Kammerer stellte klar, dass er 2019 nur für den damaligen Entwurf gestimmt hatte, damit die Marktgemeinde keine Fördermittel verliert. „Aber der Entwurf hat mir nicht gefallen. Deshalb habe ich meiner Frau auch empfohlen, das Grundstück nicht herzugeben“, plauderte er aus dem nichtöffentlichen Teil der Marktgemeinderatssitzung. Zweiter Bürgermeister Manfred Rott rief zur Mäßigung auf: „Schuldzuweisungen sind nicht zielführend“, meinte er und regte an, jetzt nach vorne zu blicken.

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