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«Dann würzen wir eben nach»

Mühldorf - Von 11. bis 14. Februar gehen im Mühldorfer Stadtsaal die Kappenabende über die Bühne.

Im Interview sprechen die beiden Vorsitzenden Wolfgang Baierlein und Robert Garbe über den Generationswechsel im Verein, beleidigte Promis und gestiegene Ansprüche des Publikums.

Der letzte Kappenabend vor zwei Jahren stand im Zeichen des Abschieds der alten Recken um Harald Kotschi, Heiner Bauer, Rainer Schratt und Nico Eckmanns. Was hat sich seitdem verändert?

Baierlein: Es fühlt sich anders an, das stimmt. Früher hat jeder vor allem an seiner Nummer gearbeitet, heute brütet die ganze Mannschaft über dem Programm. Das hat zum einen den Vorteil, dass Wiederholungen vermieden werden. Zum anderen entsteht ein geschlossenes Programm mit fließenden Übergängen und rotem Faden.

Was erwartet die Besucher?

Baierlein: Das übliche Derblecken steht natürlich ganz oben, wie üblich von derb-bairisch bis nachdenklich, von hintergründig bis kritisch. Die Besucher sollen sich wieder einmal richtig auslachen und die Schadenfreude genießen.

Garbe: Unterstützt wird das Ganze durch das neue musikalische Konzept mit Fritz Killermann an der Spitze, der nicht nur seine eigenen Ideen einbringt, sondern durch seine Beziehungen eine Truppe zusammen gestellt hat, die es so in Mühldorf noch nicht gegeben hat.

An Themen mangelt es ja nicht.

Baierlein: Nein, wirklich nicht. Wenn man alles aufmerksam verfolgt, die Zeitung liest und die Augen offen hält, bekommt man hier so viele Anregungen, dass man mehrere Kappenabende füllen könnte. Der Blick geht aber auch über den Tellerrand hinaus, so dass nicht nur die Mühldorfer bestens unterhalten werden.

Garbe: Wir haben uns ein hohes Ziel gesetzt. Um 23 Uhr wollen wir fertig sein. Das heißt: Hohes Tempo ist garantiert, dann bekommen wir auch alles unter.

Verraten Sie uns doch wenigstens ein paar Details.

Garbe: Keine Chance. Nur so viel: Es wird einen humoristischen Ausblick in die Zukunft geben und natürlich eine ausführliche Nachlese zur Kommunalwahl.

Es stinkt also auf der Bühne?

Garbe: Kein Kommentar.

Was macht einen guten Kappenabend-Gag aus?

Baierlein: Er muss wadlbeißerisch daherkommen, ohne dem Betroffenen wirklich nachhaltig weh zu tun.

Garbe: Die gute Mischung macht's. Hintergründiger Humor sorgt beim Publikum nicht zwangsläufig für Lacher. Die Leute sollen sich nicht nur auf die Schenkel klopfen, aber eben auch nicht nur schmunzeln. Und dann darf es natürlich nicht zu sehr ins Persönliche gehen: Der Grat zwischen deftigem Humor und persönlicher Verunglimpfung ist tatsächlich sehr schmal.

War das letzte Mal jemand nachhaltig beleidigt?

Baierlein: Meines Wissens nicht. In der Regel warten die Politiker und lokalen Promis ja nur darauf genannt zu werden. Da ist eher jemand beleidigt, wenn er nicht dran kommt. Und ein bisschen was werden sie schon aushalten können, die hohen Damen und Herren.

Garbe: In der Zwischenzeit haben wir genug Erfahrung, so dass wir ziemlich genau wissen, wie weit wir gehen können. Da stellt sich eher die Frage, ob wir scharf genug sind. Aber wenn wir bei der Premiere am Mittwoch das Gefühl haben, es war zu harmlos, dann würzen wir eben am Donnerstag noch einmal nach.

Baierlein: Die Reaktionen des Publikums lassen sich grundsätzlich schwer einschätzen. Dazu kommen die gestiegenen Ansprüche.

Das wirkt sich auch auf den Kappenabend aus?

Baierlein: Natürlich. Früher war eine schlichte Playback-Nummer schon der Renner, heute lockst du damit niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.

Garbe: Das Fernsehen und die Comedians treiben die Ansprüche nach oben. Da ist es auch für eine Laienspieltruppe wie uns schwierig, dem Druck standzuhalten. Aber ich glaube, wir müssen uns nicht verstecken. Genau wissen wir das natürlich erst am 11. Februar gegen 23 Uhr. ha

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