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Drohte Journalist mit „Vernichtung“

CSU-Generalsekretär Stephan Mayer tritt zurück

Stephan Mayer
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Stephan Mayer, CSU-Generalsekretär, spricht auf einer Pressekonferenz.
  • Felix Graf
    VonFelix Graf
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Nach nur drei Monaten im Amt ist CSU-Generalsekretär Stephan Mayer von seinem Amt zurückgetreten.

München - Wie die Bild berichtet, hatte Mayer einem Redakteur des Magazin „Bunte“ mit „Vernichtung“ gedroht, weil dieser geschrieben hatte, dass Mayer ein uneheliches Kind hat und sich um dieses nicht kümmere.

In einer Stellungnahme, die den OVB-Heimatzeitungen vorliegt, schrieb Mayer: „Aus gesundheitlichen Gründen habe ich heute den Parteivorsitzenden der CSU gebeten, mich von meiner Aufgabe als Generalsekretär zu entbinden. Das ist meine persönliche Entscheidung“, betonte der 48-Jährige in der schriftlichen Erklärung. „Ich habe das Amt des Generalsekretärs gerne und mit großer Freude ausgeführt. Ich bedanke mich bei der gesamten Partei und vor allem bei unserem Parteivorsitzenden Markus Söder für die sehr gute und freundschaftliche Zusammenarbeit.“

CSU-Generalsekretär Stephan Mayer räumt Anschuldigungen ein

Der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Altötting-Mühldorf am Inn räumte ob der Anschuldigungen ein: „In einem aufgrund einer eklatant rechtswidrigen Berichterstattung geführten Gespräch mit einem Journalisten der Bunten habe ich möglicherweise eine Wortwahl verwendet, die ich rückblickend nicht für angemessen betrachten würde. Dies bedaure ich sehr.“

Zum Inhalt des Gesprächs äußerte sich Mayer nicht selbst. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung ging es um eine Veröffentlichung von Interna aus Mayers Privatleben. Die „Bild“ zitierte nach eigenen Angaben aus einem Schreiben von Anwälten des Burda-Verlags, der die „Bunte“ herausgibt, an Mayer. Darin heiße es, der CSU-Politiker habe dem Journalisten mit persönlicher Vernichtung gedroht.

Wörtlich soll Mayer dem Reporter demnach am Telefon gesagt haben: „Ich werde Sie vernichten. Ich werde Sie ausfindig machen, ich verfolge Sie bis ans Ende Ihres Lebens. Ich verlange 200.000 Euro Schmerzensgeld, die müssen Sie mir noch heute überweisen.“ 

Burda-Vorstand über Drohung: „Unerhörter Verstoß gegen die demokratischen Spielregeln“

Burda-Vorstand Philipp Weltt sagte der „Bild“-Zeitung dazu: „Vernichtungsdrohungen gegen Journalisten durch einen Repräsentanten unseres Parlamentes, also eines Verfassungsorgans, sind ein unerhörter Verstoß gegen die demokratischen Spielregeln und die politische Kultur in unserem Land. Das können und dürfen wir als freie Presse nicht tolerieren.“

Mayer war erst Ende Februar auf Vorschlag von Parteichef Markus Söder zum Generalsekretär gekürt worden, nachdem sein Vorgänger Markus Blume Wissenschaftsminister geworden war. Der CSU-Vorstand hatte sich damals in einer Videoschalte einstimmig für den 48-Jährigen ausgesprochen.

„Erster Tag als neuer Generalsekretär der CSU. Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben“, sagte Mayer nach seiner Wahl und: „Packen wir es an.“ Söder hatte große Hoffnungen in Mayer gesetzt: „Freue mich auf unsere Zusammenarbeit! Wir kennen uns schon aus JU-Zeiten.“ Mayer habe Regierungserfahrung und sei in Berlin vernetzt. „Gleichzeitig ist er als Kreisvorsitzender an der Basis verwurzelt und im ländlichen Raum verankert.“

fgr/dpa/afp

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