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Corona im Landkreis Mühldorf

Corona-Zahlen im Landkreis Mühldorf stark rückläufig: Ist es das Ende der Herbstwelle?

Die Corona-Zahlen im Landkreis Mühldorf.
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Die Corona-Zahlen im Landkreis Mühldorf.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Nimmt man allein den Coronainzidenzwert, so ist die Herbstwelle im Landkreis Mühldorf vorbei: Von über 1000 vor 14 Tagen fiel der Gradmesser für die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung gestern auf 323. Fachleute bleiben trotzdem zurückhaltend.

Mühldorf – „Corona hat uns gelehrt, dass Prognosen oft sehr gewagt sind“, sagt Dr. Benedikt Steingruber, Leiter des Gesundheitsamts Mühldorf. „Inwiefern das Abflauen der sogenannten Herbstwelle bei uns im Landkreis bereits das Ende kennzeichnet, muss offen bleiben.“

Als einen Grund für diese Unsicherheit nennt Steingruber die stark sinkenden Testzahlen, durch die es vermutlich eine „erheblichen Dunkelziffer“ von Erkrankten gebe.

Prognosen oft sehr gewagt

Der starke Anstieg der Zahlen in den letzten Wochen hat den Amtsarzt nicht überrascht. „Die vielen Veranstaltungen und Volksfeste sowie Urlaubsrückkehr, Schul- und Arbeitsbeginn ließen einen Anstieg der Fallzahlen erwarten“, sagt er und betont: „Überrascht hat uns der rasche und starke Rückgang nach einem relativ kurzen Peak.“

Einen möglichen Grund dafür sieht er im veränderten Verhalten der Menschen. „Ein Teil der Bürgerinnen und Bürger ist durch die massive Zahl der Erkrankungsfälle im persönlichen Umfeld sensibilisiert. Es fällt auf, dass wieder mehr Menschen im öffentlichen Raum eine Maske.“ Weiterhin angespannt ist die Lage in den Kliniken, berichtet Dr. Gregor Zimmermann, Chefarzt der Lungenmedizin in Mühldorf:. „Die Zahlen in den Kliniken haben sich auf einem hohen Niveau eingependelt“, sagt er.

Personalausfälle machen weiter Probleme

Seit einigen Tagen sei die Zahl der mit Corona infizierten Patienten etwas rückläufig. Er rechnet damit, dass sich die Zahlen in den nächsten Wochen auf einem mittleren bis hohen Niveau einpendeln. „Problematisch sind nach wie vor plötzliche Personalausfälle, die uns zwingen, ständig unsere Planungen anzupassen, damit ausreichend Betten betrieben werden können“, beschreibt Zimmermann die Lage. Mit Prognosen tun sich die Fachleute schwer.

Pandemie bleibt schwer berechenbar

Das liegt am Charakter der Pandemie, macht Gesundheitsamtschef Steingruber deutlich. „Im bisherigen Verlauf in den vergangenen zweieinhalb Jahren hieß es immer: Nach der Welle ist vor der Welle“, sagt er. „Ich fürchte, es wird auch diesen Winter so sein.“ Damit ist davon auszugehen, dass die Zahlen nach der aktuellen Verschnaufpause wohl erneut ansteigen werden

Mit den sinkenden Zahlen kommen wieder erste Gemeinden ohne Corona-Neuinfektionen. Klinger

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf liegen bis jetzt insgesamt 65 738 bestätigte Fälle vor. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 339. Insgesamt gab e in der vergangenenWoche bei 380 neuen Corona-Fällen in 286 Fällen trotz vollständiger Impfung zu einer Infektion.

Von den 380 Neuinfektionen der vergangenen Woche sind 169 oder 44 Prozent der Altersgruppe 35 bis 59 Jahren, 97 oder 26 Prozent der Altersgruppe von 60 bis 79 Jahren zuzuordnen. In der Gruppe der 15-34-Jährigen wurden 80 neue Fälle bestätigt (21 Prozent ) und 17 Fälle in der Altersgruppe von 5–14 Jahren (4 % Prozent). 15 neue Fälle ergaben sich in der Altersgruppe über 80 Jahren (4 % Prozent) sowie 2 neue Fälle in der Altersgruppe bis 4 Jahren (1 Prozent).

Nur gut jeder Zweite hat bislang eine Auffrischungsimpfung.

Bis einschließlich 28. Oktober 2022 wurden insgesamt 241 708 Impfungen im Landkreis verabreicht. Insgesamt 84 321 Personen sind mindestens einmal geimpft, das entspricht 72,77 Prozent aller Landkreisbürger.

59 Menschen fünfmal geimpft

86 821 Personen oder 74,93 Prozent haben die abschließende Impfung erhalten. 66.949 Personen haben die erste Auffrischungsimphfung erhalten, 6 943 Personen die zweite Auffrischungsimpfung, 59 Personen die dritte Auffrischungsimpfung.

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