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Abstimmungen laufen auf Hochtouren

Stichtag 15. Dezember: Kreise Mühldorf und Rosenheim richten Corona-Impfzentren ein

Im ehemaligen DM-Gebäude an der Mainstraße in Mühldorf richtet der Landkreis Mühldorf sein Corona-Impfzentrum ein.
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Im ehemaligen DM-Gebäude an der Mainstraße in Mühldorf richtet der Landkreis Mühldorf sein Corona-Impfzentrum ein.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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  • Rosi Gantner
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Bis Mitte Dezember sollen rund 100 Coronavirus-Impfzentren im Freistaat ihre Arbeit aufnehmen können. Eines davon im Landkreis Mühldorf. Ein Standort ist bereits gefunden. In Rosenheim ist der Standort nicht bekannt. In beiden Regionen soll es aber am 15. Dezember losgehen.

Update 24. November, 16.25 Uhr

Rosenheim/Traunstein – Bis Mitte Dezember soll es flächendeckend in allen Bundesländern Impfzentren geben – einsatzbereit, um im Falle der Zulassung eines Corona-Impfstoffs sofort startklar zu sein, so die Maßgabe von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Auch in der Region laufen bereits die Vorbereitungen.

Noch in dieser Woche wollen Stadt und Landratsamt Rosenheim bekannt geben, wo das Impfzentrum entstehen soll. Nur so viel war bislang zu erfahren: Es soll eine gemeinsame Einrichtung für Stadt und Landkreis geben, angesiedelt möglichst im Stadtgebiet.

Rosenheim arbeitet an einem Impfkonzept für Stadt und Kreis

Hinter verschlossenen Türen finden im Landratsamt Koordinierungsgespräche statt, werden Konzepte entwickelt, um ein regionales Impfzentrum auf die Beine zu stellen. Doch die Standortfrage: Die sei noch nicht geklärt, gibt sich Sprecher Michael Fischer auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen zugeknöpft.

Von aktuell laufenden Verhandlungen und Gesprächen berichtet auch der Katastrophenschutzbeauftragte der Stadt Rosenheim, Hans Meyrl. Der finale Standort soll noch diese Woche beschlossen werden. Zielsetzung: eine betriebsbereite Einrichtung bis 15. Dezember.

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Die Kapazität? Sie soll möglichst auf einen ebenso reibungslosen Ablauf ausgelegt sein wie das Corona-Testzentrum auf der Loretowiese Rosenheim, inklusive einer Terminkoordination – so wünscht es sich zumindest Meyrl. „Ich hoffe, dass wir diese zügige Abwicklung für den Nutzer auch für das Impfzentrum hinbekommen.“

Das Corona-Testzentrum auf der Loretowiese wird Meyrl zufolge nach wie vor sehr gut angenommen. Allein am vergangenen Montag waren insgesamt 1110 Tests durchgeführt worden. Vergangene Woche lag der Durchschnitt bei 944 Abstrichen pro Tag.

Loretowiese: Bereits 34.000 Coronavirus-Abstriche

Seit erneuter Inbetriebnahme des Testzentrums Anfang September durch die Firma Eurofins wurden Meyrl zufolge bereits an die 34.000 Testungen abgewickelt. Rund 1200 Ergebnisse waren positiv, was einer Positiv-Rate von etwa 3,5 Prozent entspricht. „Das ist eine ganze Menge“, zeigt sich Meyrl zufrieden.

Die Besonderheit: Auf der Loretowiese werden – aktuell auf vier Spuren – ausschließlich Personen ohne Corona-Symptome getestet. Wer bereits Krankheitssymptome hat, muss den Abstrich über den Hausarzt veranlassen.

Noch keine Details zum geplanten Impfzentrum will aktuell der Landkreis Traunstein bekannt geben. Hier liefen die Abstimmungen noch, so eine Sprecherin.

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Der ursprüngliche Artikel vom 24. November, 15.12 Uhr

München/Mühldorf – Der Standort für ein Corona-Impfzentrum im Kreis Mühldorf steht fest. Der Landkreis hat das ehemalige DM-Gebäude an der Mainstraße in Mühldorf angemietet. Jetzt braucht es nur noch das Personal dafür. Doch Landrat Max Heimerl ist überzeugt, bis 15. Dezember startklar zu sein. „Wir werden bis dahin alle Vorgaben der Staatsregierung erfüllen.“

Auch mobile Teams sind vorgesehen

Neben den Impfzentren sollen auch mobile Impfteams aufgebaut werden, die dezentral, etwa in Einrichtungen und Heimen zum Einsatz kommen können. Am 15. Dezember sollen sie einsatzbereit und in der Lage sein, mit Impfungen binnen maximal zwei Tagen nach Auslieferung des Impfstoffs zu beginnen. Erste Impfstoffe gegen das Coronavirus stehen kurz vor der Zulassung.

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Einige Landkreise haben das stationäre Impfzentrum sowie die mobile Impfeinheit, die ebenfalls zum Impfkonzept des Freistaats gehören, vergeben, der Nachbarlandkreis Traunstein etwa an das Rote Kreuz. Der Landkreis Mühldorf geht einen anderen Weg und betreibt das Zentrum selbst. Zwei Ärzte und einige Verwaltungsmitarbeiter, die für die Organisation der Impfungen verantwortlich sind, werden gesucht. Die Besetzungen laufen.

Mit verschiedenen Organisationen im Gespräch

Momentan werden laut Heimerl mit verschiedenen Organisationen Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit beim Betrieb des Impfzentrums geführt.

In den Seniorenheim sollen die Impfungen von den betreuenden Ärzten vorgenommen werden können. „Auch mit den niedergelassenen Ärzten im Landkreis wollen wir bei der Impfung der Bevölkerung eng zusammen arbeiten“, betont der Landrat.

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„Ich hoffe, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Mühldorf impfen lassen“, sagt Stefan Feige, hausärztlicher Internist in Ampfing, der das Impfzentrum ausdrücklich begrüßt. „Wenn wir nicht einen Dauer-Lockdown wollen, dann müssen wir die Chance der Impfung nutzen.“ Er will auch in seiner Praxis Impfungen vornehmen, „wenn das Logistikproblem mit der Kühlung des Impfstoffs lösbar ist. Ich freue mich aber auch über die mobilen Impfteams, die eingesetzt werden“, so Feige.

Die notwendigen und angemessenen Kosten für die Impfzentren übernimmt der Freistaat, soweit diese nicht von anderen Kostenträgern erstattet oder Ausrüstungsgegenstände und Impfzubehör unmittelbar vom Freistaat zur Verfügung gestellt werden.

Risikogruppen sind zuerst an der Reihe

Die Corona-Impfungen sollen nach folgendem Plan vorgenommen werden: Zuerst soll die Impfung den Menschen angeboten werden, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Darunter fallen etwa ältere und kranke Menschen in Pflegeeinrichtungen, aber auch das Personal in Kliniken, bei Rettungsdiensten, bei der Polizei oder in Kindertagesstätten. In der zweiten Phase kann sich die übrige Bevölkerung kostenlos impfen lassen.

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