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Hohe Impfquote bei Klinikmitarbeitern

1000 Dosen weniger: Noch reicht der Impfstoff im Kreis Mühldorf, aber was kommt nächste Woche?

Lange Schlangen bilden sich derzeit häufig, wenn der Landkreis Sonderimpfaktionen anbietet wie in Neumarkt-St. Veit. Obwohl auch im Landkreis in dieser Woche weniger Impfstoff ankam als bestellt, geht das Landratsamt aktuell noch nicht von einem Mangel aus.
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Lange Schlangen bilden sich derzeit häufig, wenn der Landkreis Sonderimpfaktionen anbietet wie in Neumarkt-St. Veit. Obwohl auch im Landkreis in dieser Woche weniger Impfstoff ankam als bestellt, geht das Landratsamt aktuell noch nicht von einem Mangel aus.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Der Landkreis Mühldorf hat 1000 Impfdosen weniger bekommen als bestellt. Einen Notstand gibt es aber nicht. Noch nicht.

Mühldorf Ob der in vielen Regionen beklagte Impfstoffmangel auch den Landkreis Mühldorf treffen wird, steht noch nicht fest. Für diese Woche, das erklärte ein Sprecher jetzt auf Anfrage, stehe ausreichend Impfstoff zur Verfügung. „Über die Liefermenge für die kommende Woche ist noch nichts bekannt“, sagte Sprecher Wolfgang Haserer.

7500 bestellt, 6500 bekommen

Wie von der Bundesregierung angekündigt, seien die Liefermengen von Biontech für diese und kommende Woche stark begrenzt. „In diesem Zusammenhang wurden auch die Maximalbestellmengen erstmals seit Monaten nachträglich gekürzt“, weist Haserer auf die angespannte Situation hin.

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Das Landratsamt rechnet aktuell mit einem Bedarf von 7500 Dosen in der Woche, geliefert worden seien 6500 Impfdosen. Damit ist zwar nicht die grundsätzliche Impfkapazität, wohl aber die Auswahl eingeschränkt.

Keine Auswahl des Impfstoffs mehr

Denn der Impfstoff von Biontech ist für Menschen unter 30 Jahren, Schwangere und Stillende vorbehalten. Außerdem für Menschen, die eine Erstimpfung mit Biontech erhalten haben. „Alle anderen erhalten in der Regel Moderna“, sagt Haserer.

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An den aktuellen Sonderaktionen will der Landkreis trotz der Unsicherheit festhalten. Anders als im Landkreis Rosenheim wurden Sonderaktionen zunächst nicht abgesagt. So gibt es am Samstag (4. Dezember) einen Sonderimpftag in Gars.

Weitere Sonderimpftage geplant

Der nächste landkreisweite Sonderimpftag sei für den 11. Dezember vorgesehen. „Weitere Sonderimpftage befinden sich in Planung, derzeit planen wir so, dass die Sonderimpftage stattfinden können.“

Zuletzt war die Nachfrage nach einer Impfung auch im Landkreis Mühldorf deutlich gestiegen, obwohl die Quote noch immer weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Landrat Max Heimerl hatte sich vor diesem Hintergrund und den nach oben schnellenden Corona-Zahlen schon vor Wochen für eine Impfpflicht ausgesprochen.

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Zufrieden mit dem Impferfolg ist dagegen die Leitung des InnKlinikums „Wir rechnen aktuell mit einer Quote immunisierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von knapp 90 Prozent“, sagt Vorstandsvorsitzender Thomas Ewald. Davon seien etwa 84 Prozent vollständig geimpft und rund sechs Prozent genesen.“

Hohe Impfbereitschaft im InnKlinikum

Es fänden weiterhin Erst-, Zweit-, und Auffrischungsimpfungen bei den Beschäftigten statt. „Ich bin sehr dankbar über die sehr große Impfbereitschaft bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte Ewald. „Natürlich sind wir, als Unternehmen mit mehr als 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein Abbild der Gesellschaft, und es gibt auch in unseren Reihen vereinzelt Impfskeptiker. Unsere Betriebsärzte und die Führungskräfte klären seit vielen Monaten sehr klar und offen über die Corona-Impfungen auf, und wir hoffen, unsere Quote noch weiter steigern zu können.“

Klinik weist AfD-Vorwurf der Bettenreduzierung auf der Intensivstation zurück

Auf ihrer Facebookseite behauptet die AfD Mühldorf, dass das Krankenhaus Mühldorf seit 19. November Intensivbetten abgebaut habe. Statt 15 wie vor einigen Tagen, stünden heute nur noch elf zur Verfügung. Die AfD beruft sich dabei auf die Zahlen des DIVI-Intensivregisters.

Die Leitung des InnKlinikums bestätigt, dass es täglich Zahlen an das Divi-Intensivregister meldet. Diese Zahlen verändern sich laut Sprecher Mike Schmitzer. Der Grund dafür sei die Personalsituation. „Derzeit können wir Krankheitsausfälle beim Personal auf der Intensivstation und der IMC-Station nur durch vorübergehende Bettenschließungen kompensieren.

Bettenrückgang kein Abbau sondern dem Personalmangel geschuldet

Das erklärt, warum die von uns ans DIVI-Register gemeldete Zahl von Intensivbetten an verschiedenen Tagen unterschiedlich hoch sein kann.“ Sobald das erkrankte Personal wieder einsatzfähig sei, können auch die Betten wieder in Betrieb genommen werden. „Dies zeigt auch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 21 Monaten der Pandemiebekämpfung am Ende ihrer Kräfte sind und jeder krankheitsbedingte Ausfall eine unmittelbare Auswirkung auf die Behandlungsmöglichkeit von schwer erkrankten Covid- und Non-Covid-Patienten hat“, erklärt Schmitzer.

Nach Angaben des Sprechers gibt es im InnKlinikum maximal 34 Intensivbetten, 15 davon in Mühldorf, wenn ausreichend Personal zur Behandlung der Patienten da ist.

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