Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


25 Prozent Umsatzverlust wegen Corona-Maßnahmen

2G im Weihnachtsgeschäft: Händler in Mühldorf haben Verständnis – und eine Forderung

Coronavirus im Landkreis Mühldorf: Karte Wochenbericht.
+
Coronavirus im Landkreis Mühldorf: In allen Gemeinden gibt es in diese Woche Neuinfektionen.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
    schließen

Heimische Händler reagieren mit Verständnis auf die 2G-Regel in Geschäften, die ab Mittwoch (8. Dezember) gilt. Zugleich fürchten sie Umsatzeinbußen und eine Bevorzugung bestimmter Läden.

Mühldorf – Michael Hell führt zwei große Kaufhäuser am Mühldorfer Stadtplatz und in Ampfing. Er nimmt kein Blatt vor den Mund: „Es ist blöd, absoluter Mist – aber einfach so weitermachen, geht auch nicht.“

Lesen Sie auch: „Zeigen, dass es uns noch gibt“ – Wirte trotzen dem Hotspot-Lockdown im Landkreis Mühldorf

Obwohl die 2G-Regel für die Händler neu ist, kann er abschätzen, was die Einschränkung bedeutet: „Aus Baden-Württemberg wissen wir, dass es um 25 Prozent schlechter läuft als im Vorjahr.“

Alles besser als zuzusperren

2020 durften die Geschäfte bis zum 16. Dezember offenbleiben, danach gab es einen Corona-Lockdown mit kompletter Schließung. Die will Hell nicht: „Es ist alles besser als zuzusperren.“ Deshalb nennt er die Vorschrift, dass nur Geimpfte und Genesene in die Geschäfte dürfen, den „richtigen Weg: Jetzt sterben die Leute, jetzt sind die Kliniken voll.“

Sie steigt, aber sehr langsam: Die Impfquote im Landkreis hat in der letzten Woche zugelegt.

Auch interessant: Corona-Inzidenz im Landkreis Mühldorf sinkt deutlich auf 950: Das sind die Folgen

Hell will – wie andere Händler auch – die Kontrollen durch die eigenen Mitarbeiter durchführen lassen. Christian Göttlinger, der in Neumarkt-St.Veit ein Lederwarengeschäft betreibt, erklärt warum. „Es wird durch 2G ohnehin keinen unbeschwerten Einkauf geben, durch die Kontrollen wird eine Hemmschwelle aufgebaut.“

Kunden trotz Kontrollen freundlich begrüßen

Trotzdem wollen die Händler ihre Kunden freundlich begrüßen. „Das geht mit unsern Mitarbeitern natürlich besser, als wenn ein schwarz gekleideter Sicherheitsmann da steht.“ Kritik gibt es auch heuer an Regelungen, die die Händler als ungerecht empfinden. So hält Hell Bekleidung für eine Ware des täglichen Bedarfs.

Mehr zum Thema Corona: Klinik Mühldorf setzt auf Antikörper-Therapie – Erfolge in den ersten Tagen nach Infektion

Andere weisen auf Konkurrenzsituationen hin, auf die sie nicht reagieren können. Diese Frage war schon im vergangenen Jahr Thema und trifft im Landkreis vor allem Supermärkte wie den Globus, die neben Lebensmitteln auch Haushaltswaren, Bekleidung oder Spielwaren anbieten.

Verzerrung des Wettbewerbs mit den Großmärkten

Anfangs blieb die entsprechende Abteilung in dem Supermarkt offen, später, musste der Globus sie auf Anordnung des Landratsamts schließen. Der Neumarkter Göttlinger sagt: „Es ist eine Wettbewerbsverzerrung, wenn Großmärkte wieder alles verkaufen dürfen.“ Geschäftsleute hoffen deshalb, dass es in diesem Bereich in den nächsten Wochen eine Gleichbehandlung geben wird.

Noch keine Regelung für die Einzelhändler

Eine Anfrage dazu beim Landratsamt blieb gestern unbeantwortet. Da die konkreten gesetzlichen Ausführungen dazu noch nicht vorlägen, könne die Behörde nach Angaben einer Sprecherin erst am Montag Auskunft geben.

Kommentare