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Große Unsicherheit

Landkreis Mühldorf: Schüler, Eltern und Lehrer warten auf Entscheidung über Unterricht in den Corona-Wochen

Lateinunterricht der 9d des Rupertigymnasiums: Lehrer Daniel Maier und die Schüler nutzen auch im Klassenzimmer kabellose Kommunikationüber Tablets. Das wäre auch im Quarantänefall möglich.
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Lateinunterricht der 9d des Rupertigymnasiums: Lehrer Daniel Maier und die Schüler nutzen auch im Klassenzimmer kabellose Kommunikationüber Tablets. Das wäre auch im Quarantänefall möglich.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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  • Raphaela Lohmann
    Raphaela Lohmann
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Alle rechnen damit, dass in den nächsten Tagen eine Entscheidung über den Schulunterricht in den nächsten Wochen fallen wird. Dabei sind sich die Vertreter von Schulen und Eltern einig, dass Kindern zumindest zeitweise ein Besuch der Schule möglich sein sollte. Gleichzeitig bereiten sich auf Distanz-Unterricht vor.

Mühldorf – Noch ist offen, wie sich der Schulunterricht in den kommenden Corona-Wochen entwickeln wird. Vertreter heimischer Schulen hoffen darauf, dass die Kinder möglichst lange in die Schule gehen können. Die Einrichtungen sind aber auch auf andere Modelle vorbereitet.

Kinder lernen in der Schule mehr

In einer Frage sind sich Lehrer und Eltern einig: Sie bevorzugen den Unterricht in den Klassen und hoffen, dass das auch in den nächsten Wochen möglich sein wird. Vor allem jüngere Schüler bräuchten Strukturen, wie sie der Präsenzunterricht schaffe, in dem er unmittelbaren Kontakt zu den Lehrern herstelle, sagen sie übereinstimmend.

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Das gilt nicht nur für kleinere Kinder in den Grundschulen. Claudia Oberpaul, Elternbeiratssprecherin des Ruperti-Gymnasiums hat die Erfahrung gemacht, dass Schüler im direkten Unterricht mehr fragen und das Vermittelte bessern hängen bleibt. Sollte es in den kommenden Wochen trotzdem zu Einschränkungen kommen, will das die Direktorin des Gymnasiums Daniela Raith einen gemischten Unterricht zu Hause und in der Schule durchführen. Durch gruppenweisen Wechsel zur Wochenmitte könne es gelingen, „möglichst viele Schüler in der Schule zu haben.“

Waldkraiburgs Realschulchef Werner Groß verspricht: „Wir werden für jedes Szenario ein Konzept haben, um die Schüler zu unterrichten.“ Er bevorzugt bei geteilten Klassen einen täglichen Wechsel. „Das hat sich bereits bewährt, weil eine größere Nähe zur Schule bleiben würde.“

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Ein Wechselmodell würde auch das Waldkraiburger Gymnasium anstreben, dafür seien schon vor Beginn des Schuljahres die Weichen dafür gestellt worden. „Wir haben bereits bei den Stundenplänen darauf geachtet und es sind schon alle Gruppen eingeteilt“, erklärt Schulleiter Helmut Wittmann.

Maske für die meisten nicht schlimm

Für den Leiter der Grundschule Mühldorf-Altmühldorf, Martin Wiedenmannott, ist Wechselunterricht nicht das schlimmste Szenario: „Ich wünsche mir, dass wir alle in der Schule ohne Gesundheitsgefährdung unterrichten können“, sagt er schränkt aber ein: „Manchmal stellt sich die Frage, ob Wechselunterricht nicht die bessere Alternative wäre.“

Kleinere Gruppen machen den Unterricht sicherer

Wiedenmannott weist darauf hin, dass dank kleinerer Gruppen Abstandsregeln leichter einzuhalten wärden und vielleicht sogar ein Maskenverzicht möglich wäre. Zugleich gibt Wiedenmannott noch einen anderen Hinweis: „Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Masken machen den Kindern gar nicht so viel.

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Die Entscheidung, wie der Unterricht an Grund- und Mittelschulen aussehen wird, trifft voraussichtlich das Staatliche Schulamt. Das will sich aber noch nicht konkret äußern. „Es bleibt abzuwarten, ob der Freistaat Vorgaben macht“, sagt Schulamtsdirektor Hans Wax. „Sollten diese nur grundsätzlicher Art sein, wird das Landratsamt in enger Abstimmung mit dem Schulamt und den Schulen ein Modell für den Landkreis entwickeln.“

In Quarantäne

Nach Angaben des Landratsamts Mühldorf waren am vergangenen Donnerstag 310 Schülerinnen und Schüler im Landkreis in Quarantäne. 16 Klassen und eine Kombiklasse müssen derzeit zu Hause unterrichtet werden. Zwölf Schüler haben sich nachweislich infiziert. Wie viele Schüler in Einzelquarantäne sind, kann das Gesundheitsamt nicht sagen.

Zahl der Kinder in Einzelquarantäne nicht bekannt

Die Kinder und Jugendlichen hatten Kontakt zu Infizierten aus ihrem privaten Umfeld außerhalb der Schule. Deshalb werden sie in der Statistik nicht gesondert als Schüler ausgewiesen.

Lehrer sind von Corona derzeit nicht unmittelbar betroffen, niemand ist infiziert oder in Quarantäne.

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