Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Kreisausschuss

1,1 Millionen Euro für Luftreinigungsgeräte an Schulen? Landkreis Mühldorf wartet auf Empfehlung

Der Sinn von mobilen Luftreinigungsgeräten ist um stritten.
+
Der Sinn von mobilen Luftreinigungsgeräten ist um stritten.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
    schließen

Der Kreisausschuss des Landkreises hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, den Antrag auf Förderung der mobilen Luftreinigungsgeräte zu stellen. Die Anschaffung steht unter der Bedingung, dass die fachliche Sinnhaftigkeit nachgewiesen ist.

Mühldorf – Die Anschaffungen von mobilen Luftreinigungsgeräten ist insbesondere dann zu tätigen, wenn mit dem Vorhandensein der Geräte Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb (Wechsel-, Distanzunterricht, Quarantänemaßnahmen, Schulschließungen) vermieden werden können.

Für die landkreiseigenen Schulen (Gymnasien, Real- und Berufsschulen sowie Förderschulen) werden rund 350 Luftreinigungsgeräte benötigt. Der Einzelpreis eines Luftreinigers liegt bei rund 3150 Euro brutto. In Summe entstehen Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises Mühldorf würde 550 00 Euro betragen. Die restlichen 550 000 Euro würde der Freistaat Bayern übernehmen. Die Ausschreibung diese Maßnahme muss europaweit erfolgen.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier.

„Wir werden jede sinnvolle Maßnahme in Angriff nehmen, die die Schülerinnen und Schüler in unserem Landkreis vor einer Ansteckung schützt. Weiterhin wollen wir unseren Schülern lange einen normalen Schulbetrieb ermöglichen“,betonte Landrat Max Heimerl.

Fachliche Sinnhaftigkeit nachweisen

Bei einem Abstimmungsgespräch mit den Schulleitern der landkreiseigenen Schulen ergab, dass im Vorfeld die fachliche Sinnhaftigkeit nachzuweisen ist. „Wenn das Umweltbundesamt sagt, dass diese mobilen Luftreiniger sinnvoll sind, dann würden wir uns nicht weigern, diese Geräte aufzustellen“, erklärte Wolfgang Gaigl, Leiter der Berufsschule I in Mühldorf.

Werner Groß, Leiter er Realschule Waldkraiburg: „Ich bin kein Fachmann und kann nicht feststellen, ob die mobilen Luftreinigungsgeräte die Schüler vor Ansteckung schützen. Wenn der Freistaat Bayer diese Geräte für sinnvoll und nützlich hält, dann soll er sie auch bezahlen.“

Lesen Sie auch: Luftreiniger für alle Schulen im Raum Mühldorf in der Diskussion - Samstag Biontech für alle

Der „Bayerische Ministerrat“ hat am 29. Juni beschlossen, dass zum Schuljahresbeginn 2021/2022 möglichst alle Klassen - und Fachräume in Schulen und bestimmte Räume in Kitas mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet sein sollen.

SPD-Fraktionsvorsitzender Günther Knoblauch: „Wir sind sicher alle bereit, unsere Schüler und Jugendlichen bestens in den Schulen zu schützen. Es mus aber schon klar sein, dass diese Maßnahme sinnvoll sind.“

Lesen Sie auch: Erst Pieks, dann Party: Söders Sonderregeln für Corona-Lockerungen – Clubs könnten bald öffnen

„Der Landkreis sollte mit den Gemeinden sprechen, wenn die Geräte aufgestellt werden müssen, wäre eine gemeinsame Bestellaktion sinnvoll“; sagte Bürgermeistersprecher Thomas Einwang. Auch UWG-Fraktionsvorsitzender Uli Maier betonte, dass die Sinnhaftigkeit der Maßnahme gegeben sein muss.

Kinder und Jugendliche schützen

„Da stehen wir vor einem Dilemma. Wir sollten die Kinder und Jugendlichen schützen, weil sie uns wichtig sind“, erklärte Grünen-Fraktionsvorsitzender Peter Uldahl.

Der Erwartung der Staatsregierung in dieser Frage begegnen die kommunalen Spitzenverbände mit großer Skepsis. Wörtlich heißt es in einem Brief an Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder: „Selbstverständlich liegt auch uns und unseren Mitgliedern das gesundheitliche Wohl der Schüler im Präsenzunterricht sehr am Herzen. In wieweit der Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten diesen Präsenzunterricht sicherstellen kann, erscheint uns offen.“

Sie haben eine Meinung zu diesem Thema? Klicken Sie hier und schreiben Sie uns einen Leserbrief.

Landrat Max Heimerl hat Kultusminister Dr. Michael Piazolo um die Beantwortung folgender Fragen gebeten: „Wie ist der derzeit die Einschätzung der Staatsregierung und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur Wirksamkeit von Luftreinigungsgeräten in Klassenzimmern bei der Vermeidung von SARS-Co-2-Infektion? Gibt es Bestrebungen die Bayerische Infektionsschutzmaßnamenverordnung oder Rahmenhygienepläne zu ändern, dass der Einsatz von Luftreinigungsgeräten in irgendeiner Form in Abhängigkeit zur Anordnung von Wechsel- oder Distanzunterricht gestellt wird?“

Kommentare