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Beschichtung, die vor Krankheit schützt

Logis Group aus Heldenstein setzt auf Anti-Keim-Folien gegen Corona

Martin Haag, Firmengründer und Geschäftsführer.
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Martin Haag, Firmengründer und Geschäftsführer.
  • VonSonja Hoffmann
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Schon vor mehr als einem Jahrzehnt hat die Logis Group aus Heldenstein Produkte entwickelt, die Oberflächen keimfrei machen und ein ganzes Jahr lang halten. Im Zuge der Corona-Pandemie stößt die Weiterentwicklung der Beschichtung auf neues Interesse.

Heldenstein– Das Autohaus Esser aus Waldkraiburg setzt auf die keimfreien Beschichtungen zum Schutz vor der Übertragung von Krankheiten. Dort wurden alle Kontaktflächen mit entsprechenden Folien und Beschichtungen präpariert sowie eine kontaktlose Hygienestation aufgestellt.

99,98 Prozent der Bakterien und Viren abgetötet

„Im Zuge der Corona-Maßnahmen wollten wir für unsere Kunden einfach mehr Sicherheit“, sagt Petra Esser und lässt die Hand über die Oberfläche ihres Schreibtisches wandern: „Der sieht aus wie neu, das ist der schöne Nebeneffekt.“ Denn die Beschichtungen sorgen nicht nur dafür, dass 99,98 Prozent der Bakterien und Viren abgetötet werden, sondern erneuern und schützen die Oberflächen auch für die Zukunft.

Viele Hygienkonzepte haben zwei Schwachstellen

„Hygienekonzepte haben oft zwei Schwachstellen“, erläutert Geschäftsführer und „Kopf“ der Logis Group, Martin Haag. „Zwischen den Reinigungszyklen besteht kein Schutz vor Krankheitserregern und die Reinigungsmittel sind oft sehr aggressiv, greifen Haut, Lunge und Oberflächen an.“

Neues Interesse durch Corona

Ihr Konzept der Antikeim-Beschichtungen und Folien hat die Logis schon 2009 im Zuge der Schweinegrippe aus sogenannten Antifoulingtechniken aus dem Schiffsbau entwickelt. Diese Beschichtungen sorgen dafür, dass Algen sich nicht an den Rümpfen festsetzen.

Spezialbeschichtungen sind das Kerngeschäft

Spezialbeschichtungen aller Art sind das Kerngeschäft des Unternehmens. Martin Haag ist dabei derjenige, der die Ideen hat. Für die eigentliche Entwicklung wird dann mit Chemikern, mit Laboren und Instituten zusammengearbeitet, die die Idee umsetzen können. Produziert wird an verschiedenen Standorten in der EU. Die Antikeim-Produkte kommen aus Nürnberg.

Produkte gegen Schweinegrippe für neue Pandemie weiterentwickelt

„Nach der Schweinegrippe hat das schnell niemanden mehr interessiert – bis Corona kam. Jetzt haben wir die Produkte weiterentwickelt, damit auch Coronaviren abgetötet werden. In Rekordzeit wurde Neues entwickelt wie die Antikeim-Folie für Touchscreens oder das Desinfektionsarmband“, so der Geschäftsführer.

Wie die Beschichtung wirkt

Die Wirkung fußt auf mehreren Säulen: Krankheitserreger können schlechter anhaften, dafür sorgt die hohe Porendichtigkeit und Oberflächenspannung der Beschichtungen und Folien. Erreger, die übrig bleiben, werden von Bioziden abgetötet, genauer, ihre Eiweißhülle wird zerstört.

Dass das wirksam ist, hat das unabhängige Eurovir® Hygiene Labor bestätigt. Das Labor ist Spezialist für die Prüfung von Desinfektionsmitteln und Verfahren auf Viruswirksamkeit. Die dermatologische Unbedenklichkeit wurde durch Dermatest® bestätigt.

Verfahren noch nicht überall akzeptiert

„Wir haben schon einige große Kunden ausgestattet, zum Beispiel das erste Testzentrum in München, eine Zahnklinik oder das Hyatt Hotel. Leider wird es von den Gesundheitsämtern bei Hygienekonzepten noch nicht überall akzeptiert. Das ist von Behörde zu Behörde unterschiedlich. Dabei haben wir alle Tests für die Wirksamkeit“, so Haag. Man sei aber mit dem Gesundheitsministerium im Gespräch.

Mit den Antikeim-Tüchern können viele Oberflächen dauerhaft keimfrei gemacht werden. Nach dem Austrocknen ist die Beschichtung für mindestens ein Jahr wirksam.

Denn wenn man sich durch die Ausstattung mit den Antikeim-Produkten ständiges Desinfizieren sparen kann, wäre das ein Mehrwert für alle. Die Kosten wären bald wieder drinnen. Ein Autohaus wie das von Petra Esser könnte man für weniger als 2000 Euro mit dem einjährigen Schutz ausstatten. Es kommt vor allem auf die Quadratmeter an, die präpariert werden.

Autohaus Esser hat ihr Hygienekonzept schon umgestellt

Darüber hinaus werden damit behandelte Möbel geschützt, denn die Beschichtungen werden sehr hart und kratzfest. Sie wirken sogar gegen Rost. Der Schutz wird garantiert für mindestens ein Jahr. Gereinigt werden muss dann nur noch mit Spülmittel und Wasser. Das bestätigt Petra Esser, die die Reinigung des Autohauses nun anders organisieren konnte, und auch Türen, die zuvor aus Sicherheitsgründen verschlossen waren, wieder geöffnet hat.

Die Logis Group

Gründung der Logis Group: 1984

Gründer und Geschäftsführer: Martin Haag

Firmensitz: Heldenstein

Top 100 Innovator Auszeichnung 2008 und 2018: Das Unternehmen gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen Deutschlands.

Bereiche: multifunktionale Oberflächen; Spezialbeschichtungen; Bauprojekte

Mitarbeiter: 120 im Firmenverbund

Jahresumsatz: ca. 25 Millionen Euro

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