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2 mal pro Woche

Corona-Lockdown macht erfinderisch: Volleyball-Training in Mühldorf ab sofort im Wohnzimmer

Laptop und Ball – es reicht auch ein kleiner – genügen Daniela Bruckner für ihr Online-Volleyballtraining.
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Laptop und Ball – es reicht auch ein kleiner – genügen Daniela Bruckner für ihr Online-Volleyballtraining.
  • Frank Bartschies
    VonFrank Bartschies
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Damit der Nachwuchs trotz Hallenschließung fit bleibt: Daniela Bruckner bietet für die Jugend-Spielerinnen des TSV Mühldorf ein Video-Online-Training an

Mühldorf– Gut: Aufschlag und Schmetterball lassen sich im Wohnzimmer zugegebenermaßen nicht trainieren. Aber ansonsten bietet die Volleyballabteilung des TSV Mühldorf, deren erste Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga aufschlägt, für seine Volleyball-Mädels seit kurzem Training vor dem Laptop an.

Der Corona-Lockdown hat die Cheftrainerin der weiblichen Jugend Daniela Bruckner auf die Idee gebracht, es den Politikern nachzumachen, die derzeit in Video-Konferenzen tagen – nur eben mit etwas mehr körperlichem Engagement. Zweimal in der Woche schaltet sie sich mit ihren Spielerinnen für jeweils 40 Minuten online zusammen und trainiert mit ihnen.

Ball, Gymnastikmatte und drei Quadratmeter

Ball, Gymnastikmatte, Getränk, etwa drei Quadratmeter Platz und Laptop mit Internet-Anschluss – das ist alles, was die jungen Sportlerinnen für das Training benötigen. Einige Beispiele aus dem Programm: Laufen im Stand zum Aufwärmen, Übungen zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur, auf einem Bein stehend einen Ball mit den Fingern tippen und so in der Luft halten zur Verbesserung des Ballgefühls – außer dem Einstudieren von Spielzügen kann so manches getan werden, um die Trainings- und Wettkampfpause für die jungen Volleyballerinnen sinnvoll zu nutzen.

Bis zu 30 Teilnehmerinnen – mehr als in der Halle möglich wäre

„Wir haben Kontakt und wir reden miteinander!“ Darin sieht Daniela Bruckner den Vorteil ihres Angebots gegenüber einem reinen Video-Training, bei dem die Kommunikation nur einseitig verlaufe. Mit den Spielerinnen der U 16 und U 18 hat sie ihr Training gestartet, in der vergangenen Woche sind auch die Altersklassen ab neun Jahren dazugekommen – zuletzt knapp 30 Teilnehmerinnen. „Es sind auch Kinder dabei, die in Quarantäne sind“, sagt Bruckner. Sie hätten mit dem Online-Angebot die Möglichkeit, am Training teilzunehmen, da für sie anderweitiges Trainieren derzeit nicht möglich sei.

Die Übungen sind auf das Alter abgestimmt

Die Übungen stimmt Daniela Bruckner auf das Alter der Jugendlichen ab. „Deswegen kann ich die ganze Bandbreite nehmen, egal, ob jemand Anfänger ist oder schon länger spielt“, sagt sie und fügt an: „Ich tausch mich auch mit anderen Trainern aus.“

Die notwendige Erfahrung für den Übungsaufbau bringt die ausgebildete Trainerin auch aus ihrer aktiven Zeit mit: Zuerst hat die Mühldorferin für ihren Heimatverein gespielt, danach stand sie für die Roten Raben Vilsbiburg in der Zweiten Bundesliga auf dem Platz.

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Sport tut jedem Kind gut

Was die Jugendlichen betrifft, sagt Bruckner bezüglich des Trainings: „Ganz wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt. Sport tut jedem Kind gut, deshalb mach ich das auch.“ Wie gesagt, Technik und Spielzüge können online nicht trainiert werden, aber Bruckner sieht trotzdem die Vorteile für ihre Spielerinnen: „Sie bleiben sportlich, bleiben fit und bekommen wenigstens ein bisschen Ballgefühl.“

Die Kinder sind begeistert

Jana Schinko, 11 Jahre, ist begeistert: „Mit gefällt das Training gut, weil alle mitmachen können und es Spaß macht. Vor allen Dingen macht es die Sophia so gut vor.“ Sophia ist die Tochter von Daniela Bruckner, die ebenso mit Feuereifer bei der Sache ist. Und auch Steffi Lafar, 11 Jahre, schwärmt: „Alle machen brav mit. Es redet niemand dazwischen, man kann sich voll auf die Aufgaben konzentrieren!“ So macht Daniela Bruckner aus der Lockdown-Not eine Tugend und betont eines, was ihr das Internet-Video-Training ermöglicht und was ihr sehr wichtig ist: „Ich bleib in Kontakt mit den Mädels!“

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