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Fast überall strengere Auflagen

Landkreis Mühldorf im Würgegriff von Corona - Alle Zahlen steigen weiter an

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Nur in wenigen Orten gab es in der vergangenen Woche keine CoronaNeuinfektionen.  Klinger
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Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Nur in wenigen Orten gab es in der vergangenen Woche keine CoronaNeuinfektionen. Klinger
  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Vor allem Kindereinrichtungen, Schulen und Altenheime sind seit gestern von Corona-Neuinfektionen betroffen, mehrere Gruppen und Klassen müssen in Quarantäne. Hart trifft es derzeit auch die Seniorenheime. Die Zunahme in allen Bereichen hat natürlich Auswirkungen auf die Inzidenzzahlen.

Mühldorf – Mehr Neuinfektionen, mehr Tote, ein höherer Inzidenzwert: Der Landkreis kann auch am Freitag keine Entspannung melden, die Coronazahlen steigen weiter und bleiben mit einem Inzidenzwert von 233.9 deutlich über der Marke 200.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn sind drei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 10. Dezember, gibt es 54 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 11. Dezember 2020, 08:00 Uhr).

Deshalb unterliegt der Landkreis seit drei Tagen strengeren Coronaauflagen. Mit dem Überschreiten der Zahl 200 beim Siebentageswert der Neuinfektion auf 100 000 Einwohner gilt der Landkreis als Hotspot. Damit ergaben sich für beinahe alle Bereiche noch strengere Regeln als bisher.

Mit schwerwiegenden Auswirkungen auf viele Lebensbereiche: So gilt ab 21 bis 5 Uhr eine Ausgangssperre, die nur in einigen Ausnahmen durchbrochen werden darf. Die meisten Schüler der höheren Klassen müssen zu Hause bleiben und dort lernen.

Viele Frage zu den Regeln bleiben

Altenheime müssen ab sofort Besucher einem Schnelltest unterziehen, viele Heime im Landkreis haben deshalb für einige Tage geschlossen. Sie brauchen Zeit, um die Organisation vorzubereiten. Gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger wiesen Heimleitungen in der vergangenen Woche darauf hin, dass die Vorgabe die ohnehin hohe Arbeitsbelastung weiter steigern werde. „Es ist nicht zu stemmen“, sagte die Pflegedienstleiterin des Caritasheims in Mühldorf, Andrea Reiter.

Altenheime müssen mehr testen

So sehr die neuen Regeln die Mitarbeiter belasten, sie scheinen notwendig. Denn auch gestern meldeten die Heime wieder hohe Neuinfektionen. Im Seniorenheim Stift St. Veit in Neumarkt-St. Veit wurden weitere acht Mitarbeiter und sieben Bewohner positiv getestet. Im Seniorenheim Kursana in Ampfing sind insgesamt 5 Mitarbeiter und 17 Bewohner eines Stockwerks infiziert, der entsprechende Bereich wurde isoliert.

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Obwohl die neuen Regeln häufig Thema sind, bleiben viele Fragen offen. Auch in der vergangenen Woche erreichten die Redaktion wieder Leserfragen. Die meistgestellte Frage: Ist der Besuch bei Freunden ein trifftiger Grund? Das Landratsamt schreibt dazu: „Der Besuch eines anderen Hausstandes ist ein triftiger Grund.“ Wer die Zahl von maximal zwei Haushalten und fünf Personen einhält, für den gilt: „Man darf Freunde besuchen.“ Allerdings nicht nach 21 Uhr, die Hotspotregeln und Ausnahmebestimmungen erlauben das nur in Not- oder Versorgungsfällen.

Bußgeld bis 5000 Euro

Gaststätten werden nach derzeitigem Stand laut Landratsamt auch über Weihnachten nicht öffnen, wer mit den Mitgliedern eines anderen Haushalts zusammen Sport treiben will, darf auch gemeinsam im Auto hinfahren.

Wie lange die Vorschriften gelten, ist offen. Am morgigen Sonntag gibt es eine Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten. Spätestens ab Weihnachten werden voraussichtlich Geschäfte schließen müssen und weniger Menschen zusammen sein.

Wie wird es an Weihnachten?

Für Weihnachten gilt derzeit allerdings noch die Zahl von zehn Menschen, die sich treffen dürfen.

Inzwischen steht auch die Höhe der Buße bei Verstößen fest. Wer sich zum Beispiel mit mehr als fünf Personen oder Menschen aus mehr als zwei Haushalten trifft, zahlt 150 Euro. Am teuersten ist die Durchführung einer illegalen Veranstaltung, für die 5000 Euro zu zahlen sind.

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