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Forderung nach neuen Regeln für Bayern

Corona-Lage: Mühldorfs Landrat fordert Abkehr von Inzidenzwert als einzigem Kriterium

Gehört selbst zu den Geimpften: Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl.
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Gehört selbst zu den Geimpften: Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Steigt die 7-Tage-Inzidenz dauerhaft über gewisse Schwellenwerte, gelten strengere Corona-Regeln. Ein Automatismus, der bei steigender Impfquote immer mehr in die Kritik gerät. Nun reiht sich auch der Mühldorfer Landrat Maximilian Heimerl (CSU) in die Riege der Kritiker ein.

Mühldorf – Neuregelungen beim Umgang mit der Corona-Pandemie hat Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl gefordert. Der CSU-Politiker sagte: „Wir brauchen jetzt auch in Bayern schnellstmöglich eine Weiterentwicklung des Regelwerks und dürfen vor allem nicht mehr nur auf die 7-Tage-Inzidenz als einzige Kennzahl der Pandemie schauen.“ Heimerl bezog sich auf Vorbilder in verschiedenen Regionen: „Andere Bundesländer oder andere Länder wie die Schweiz gehen hier voran. Daran sollten wir uns orientieren.“

Heimerl wartet auf Vorschläge aus dem bayerischen Gesundheitsministerium

Heimerl kritisierte, dass „manche Regelungen alles andere als glücklich, manchmal sogar widersprüchlich“ seien. Als Beispiel nennt er die Testpflicht für Kinder ab sechs Jahren, wenn sie ein Freibad besuchen wollen. „Gleichzeitig dürfen Kinder unter zwölf Jahren ohne Testnachweis mit dem Flugzeug einreisen.“

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Er forderte ein Regelwerk, das die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Infektionsschutz nicht ausschließlich am Inzidenzwert ausrichte. „Die Deutsche Krankenhausgesellschaft oder das RKI haben hier bereits sinnvolle Vorschläge gemacht. Wir warten jetzt auf die neuen Vorgaben aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium, die in diesen Tagen kommen sollen.“

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Zugleich betonte Heimerl: „Wer sich impfen lassen könnte, es aber nicht macht, muss sich daran gewöhnen, dass Tests zum Alltag gehören.“ Er hält es für richtig, dass Tests nicht dauerhaft kostenlos bleiben. Wenn jeder ein Impfangebot erhalten habe, könne es keine Gemeinschaftsaufgabe mehr sein, Test für die zu bezahlen, die sich gegen eine Impfung entschieden hätten.

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Dass die Inzidenz nicht mehr alleiniges Entscheidungskriterium für schärfere Corona-Regeln sein soll, steht schon seit längerer Zeit in Rede. Allerdings konnten sich die Ministerpräsidenten der Länder zuletzt bei einer Zusammenkunft noch nicht auf ein neues Vorgehen einigen.

In Baden-Württemberg spielt die Inzidenz nur noch eine untergeordnete Rolle

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte von einer „endgültigen Glücksformel“ zur Bewertung der Corona-Lage gesprochen, die noch nicht gefunden sei. Baden-Württemberg hat sich schon weitgehend von der Inzidenz als Entscheidungsgrundlage verabschiedet. Niedersachsen will neben der Inzidenz noch weitere Bewertungsmaßstäbe heranziehen. Die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken scheint als zusätzliches Entscheidungskriterium weitgehend unstrittig zu sein. Einige Bundesländern verfahren sogar schon länger so.

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Auch die Intensivmediziner-Vereinigung Divi ist dafür. Mit Blick auf die Aufnahmezahlen von Krankenhäusern und Intensivstationen sowie die Auslastung der vorhandenen Intensivbetten sagte Präsident Gernot Marx der Düsseldorfer „Rheinischen Post“: „Auf den Intensivstationen werden diese Parameter schon jetzt in die täglichen Planungen vor Ort ein bezogen.“ (Mit Material von dpa)

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