Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Britische Mutation

Inzidenz auf über 400: Gemeinden im nördlichen Landkreis Mühldorf sind Corona-Hotspot

Mit einer mobilen Teststation Lisa Schaumeier und andere Helfer der DLRG am heutigen Mittwoch und am Karsamstag, die Zahl der Infizierten im nördlichen Landkreis zu ermitteln. Die Station steht am Bahnhof Neumarkt-St. Veit.
+
Mit einer mobilen Teststation Lisa Schaumeier und andere Helfer der DLRG am heutigen Mittwoch und am Karsamstag, die Zahl der Infizierten im nördlichen Landkreis zu ermitteln. Die Station steht am Bahnhof Neumarkt-St. Veit.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
    schließen

Die vielen Neuinfektionen der vergangenen Woche im Landkreis Mühldorf haben einen Hotspot entstehen lassen: In den sechs Gemeinden des nördlichen Landkreises gibt es 54 Infizierte. Die Gründe sind unklar.

Mühldorf/Neumarkt-St. Veit – 54 neue Corona-Fälle alleine in den Gemeinden um Neumarkt-St. Veit (28), Schönberg (16) und Niedertaufkirchen (10). Seit der vergangenen Woche beobachtet das Gesundheitsamt eine Häufung von Fällen im nördlichen Landkreis Mühldorf. Umgerechnet auf die jeweilige Einwohnerzahl in den Gemeinden dort kommt das Gesundheitsamt auf eine Inzidenz von circa 400 und damit deutlich über dem Landkreisdurchschnitt von aktuell 148,4.

Rasche Ausbreitung im privaten Umfeld

„Das Infektionsgeschehen ist breit gestreut. Auffällig ist, dass sich das Virus in den Familien und im privaten Umfeld rasch ausbreitet. In der Regel handelt es sich bei den Neuinfektionen um die britische Virus-Mutation, die besonders ansteckend ist“, heißt es dazu aus dem Landratsamt.

Landrat Max Heimerl (CSU) will jetzt schnell reagieren und so wurde entschieden, kurzfristig in einer gemeinsamen Aktion von DLRG, den Apotheken vor Ort, der Stadt Neumarkt-St. Veit, dem Gesundheitsamt sowie Landratsamt zusätzlich Schnelltests in Neumarkt-St. Veit anzubieten.

Im Fokus: Die Corona-Zahlen im nördlichen Landkreis sind stark angestiegen. Das spiegeln die aktiven Infektionen in den einzelnen Gemeinden wider, der Inzidenzwert liegt über 400.

Freiwillige Tests sollen Infektionskette durchbrechen

„Wir wollen Infektionsketten lückenlos identifizieren, nachverfolgen und eine weitere Verbreitung des Virus verhindern“, begründete Heimerl die Maßnahme. Vor allem im Hinblick auf die Osterfeiertage sei es wichtig, zu lokalisieren, woher der rasante Anstieg stammt, um einen weiteren Anstieg der Inzidenzen zu verhindern.

Gemeinderatssitzung abgesagt

In Niedertaufkirchen wurde zur, für den gestrigen Dienstag angesetzten Gemeinderatssitzung erst gar nicht eingeladen, nachdem bekannt geworden war, dass im Umfeld der Mandatsträger positive Corona-Fälle aufgetaucht waren.

Auch interessant: Shopping und Wirt für Geimpfte und Negativ-Getestete? Kreis Mühldorf will das Tübinger Ticket

Neben Bürgermeister Sebastian Winkler befindet sich ein weiterer Gemeinderat in Quarantäne, die Sitzung wurde auf den 13. April verschoben.

Ulrich Geltinger, Apotheker in Neumarkt-St. Veit, war eine der ersten Anlaufstellen von Schnelltests in Apotheken. Er begrüßt die Ausweitung: „Je mehr getestet werden umso besser.“ Er selbst biete mittlerweile Tests nach Terminvereinbarung, jeweils zwei Stunden am Vormittag und am Nachmittag an.

Alle Infos rund um Corona in der Region und aller Welt finden Sie hier

„40 Leute bekommen wir so pro Tag durch“, sagt Geltinger, der für die Testung auf zehn speziell geschulte Mitarbeiter zurückgreifen kann. Das hat einen Grund: „Man darf die Maske nur 45 Minuten lang tragen, dann erfolgt ein Mitarbeiterwechsel.“ An Schnelltests mangele es nicht, sagt Geltinger. Es sei eine ausreichende Anzahl vorhanden, bei Bedarf könne über das Landratsamt nachgeordert werden.

DLRG jetzt auch in Neumarkt-St. Veit

Mit der DLRG greift das Landratsamt auf eine Organisation zurück, die über das Corona-Test-Knowhow verfügt. Seit knapp eineinhalb Wochen führen die Mitarbeiter des Kreisverbandes Schnelltests in Waldkraiburg durch. „Und das läuft ganz gut“, sagt der Technische Leiter Alexander Fendt. In Neumarkt-St. Veit wird die DLRG mit einer mobilen Teststation am Bahnhof stehen.

Heute kostenlose Tests

Kostenlose Tests sind am heutigen Mittwoch von 16 bis 19 Uhr möglich. Die vier Mitarbeiter der DLRG werden auch am Karsamstag von 9 bis 12 Uhr Abstriche vornehmen. Die Termine dafür können Interessierte über die Internetseite der DLRG unter www.muehldorf.dlrg.de buchen.

Nach dem Test müssen die Getesteten nicht vor Ort warten. „Nach 15 Minuten steht das Ergebnis fest. Dieses wird dann per E-Mail, übermittelt“, sagt Fendt. So würden unnötig lange Kontakte vermieden.

Kommentare