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Corona-Demo

Mooshuber wird nicht sprechen - CSU-Fraktionschef von Corona-Demo in Mühldorf ausgeladen

CSU-Politiker Stefan Mooshuber wird bei der Corona-Demo am Samstag nicht sprechen. Dafür steht jetzt Florian Feuerer auf der Rednerliste, er organisierte im März selbst eine Demo auf dem Stadtplatz (im Bild).
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CSU-Politiker Stefan Mooshuber wird bei der Corona-Demo am Samstag nicht sprechen. Dafür steht jetzt Florian Feuerer auf der Rednerliste, er organisierte im März selbst eine Demo auf dem Stadtplatz (im Bild).
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Mühldorfer Kreistag Stefan Mooshuber wird nicht auf der Corona-Demo in Mühldorf sprechen. Er wurde ausgeladen. Das sagt der Veranstalter.

Mühldorf – Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Mühldorfer Kreistag, Stefan Mooshuber, nimmt nicht als Redner an der Corona-Demonstration am morgigen Samstag teil. Auf Anfrage sagte Mooshuber: „Der Veranstalter hat mich ausgeladen, weil er die Veranstaltung politikfrei haben will.“

Vom Veranstalter ausgeladen

Damit ist Mooshuber nach dem AfD-Bundestagskandidaten Dr. Klaus Lang und dem Arzt Dr. Rüdiger Pötsch der dritte Redner, der ursprünglich vorgesehen war, jetzt aber nicht auftritt.

Anders gemeint, als es verstanden wurde

Die Ausladung durch Veranstalter Jürgen Wetzel kann Mooshuber nachvollziehen. „Ich habe Verständnis dafür, weil man sieht, dass es vom Inhalt ablenkt, wenn Parteien nicht in der Lage sind, miteinander zu reden.“ Die „mediale Diskussion“ habe dazu geführt, dass er künftig nicht mehr bei Demos zum Thema Corona auftreten werde. Mooshuber war Redner bei einer Demo am 8. April gewesen, bei der er größere Freiheiten für Kinder forderte.

So berichtete OVB-Online bisher über die Corona-Versammlung:

Kritischer Arzt sagt Teilnahme an Corona-Demo in Mühldorf wegen Streit im Vorfeld ab

CSU-Fraktionschef als Redner auf Corona-Demo in Mühldorf? Kreisrat erntet Kritik und rechtfertigt sich

„Ich kann mir das mediale Echo nicht leisten, auch nicht, in die Nähe der AfD gerückt zu werden“, sagte er zu seinem Entschluss, künftig bei keiner Veranstaltung mehr sprechen zu wollen. „Meine Botschaft ist anders angekommen, als ich sie gedacht habe“, sagte er. Darüber sei er enttäuscht.

CSU hat Konflikt geklärt

CSU-intern sei der Konflikt geklärt, sagte Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber. Bei einer Sitzung des Fraktionsvorstands habe Mooshuber eingeräumt, dass er das Umfeld seines Auftritts nicht ausreichend in seine Überlegungen einbezogen habe. „Es ist keine Podiumsdiskussion, bei der man mit einem neutralen Moderator seine Argumente mit Andersdenkenden austauscht“, sagte Huber, „sondern eine Demo mit einem bestimmten Ziel.“

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Inhaltlich, das gestand der CSU-Kreisvorsitzende zu, vertrete Mooshuber ein legitimes Interesse, wenn er auf die besondere Not von Kindern und Familien in Corona-Zeiten hinweise. „Seine

Schwerpunktsetzung unterstütze ich sehr“, sagt Huber, „sein Anliegen bleibt nicht ohne Folgen.“

CSU will Anliegen Mooshubers unterstützen

So werde es sich auch die CSU vor Ort zur Aufgabe machen, auf diese Einschränkungen und Konsequenzen für Kinder und Familien aufmerksam zu machen.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Veranstalter Wetzel will trotz der Absagen und Streichungen an der Versammlung festhalten. In den sozialen Medien veröffentlichte er ein überarbeitetes Plakat, auf dem die Zeile eingefügt ist: „Jetzt erst Recht und ohne Politiker.“ Er habe Mooshuber, Pötsch und Lang aufgrund ihrer Kompetenz und Fachkunde zu seiner Versammlung eingeladen. „Ich bin enttäuscht, dass es darüber zu solchem Politstreit gekommen ist.“

Mehr zum Thema: „Querdenken“-Chef verbreitet Fake-News auf Demo, um Journalisten zu diffamieren

Es ist die erste Demo, die Wetzel organisiert. „Der Grund ist: Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist nicht mehr gegeben. Sie werden nicht mehr hinterfragt“, sagt er. Das soll auf dem Stadtplatz geschehen.

150 Teilnehmer bei Corona-Demo erwartet

Wetztel rechnet mit 150 Teilnehmern. Nach den Angaben auf dem neuen Plakat sprechen am Samstag ab 14 Uhr jetzt neben Wetzel und der Mühldorfer Heilpraktiker Franz Prost, Sonja Wittmann, eine Juristin und Florian Feuerer, Unternehmer aus Geratskirchen. Er hat bereits Veranstaltungen in Mühldorf und Waldkraiburg organisiert.

Prost, Geschäftsführer des Fitness- und Therapiezentrums (FTZ) in Mühldorf, will über Angst und Stress reden und Möglichkeiten, sie in Corona-Zeiten zu bekämpfen. Das Umfeld spielt für ihn dabei keine Rolle: „Ich bin unabhängig, bin in keiner Partei, ich habe keine Ahnung, wer der Veranstalter ist.“ Deshalb werde er am Samstag trotz der Streitereien im Vorfeld an der Versammlung teilnehmen.

Drei Redner sind nicht mehr dabei

Die von Prost angesprochenen Querelen hatten in dieser Woche dazu geführt, dass zunächst der AfD-Bundestagskandidat als Redner nicht mehr zur Verfügung stand. Es folgte die Absage des Mühldorfer Arztes Pötsch und die Ausladung Mooshubers. Vertreter der SPD und der CSU hatten in den vergangenen Tagen die Teilnahme des Fraktionsvorsitzenden der CSU im Kreistag scharf kritisiert. Auch die AfD attackierte Mooshuber wegen seiner Aussagen.

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