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GLAUBENSGEMEINSCHAFT IN NEUEN RÄUMEN

Christliche Freikirche in Mühldorf wird zur Kirche 365

Johannes Tomaschek, 27 Jahre alt, ist seit Januar 2021 der Pastoralassistent der Kirche 365.
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Johannes Tomaschek, 27 Jahre alt, ist seit Januar 2021 der Pastoralassistent der Kirche 365.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Pastor Jürgen Gramer und Pastoralassistent Johannes Tomaschek arbeiten für die Christlichen Freikirche in Mühldorf, die jetzt Kirche 365 heißt. Jeden Sonntag gibt es zwei Gottesdienste in den neuen Räumen an der Münchener Straße.

Mühldorf– Im Mühldorfer Norden, in der Münchener Straße 86 befinden sich die Räumlichkeiten der früheren Christlichen Freikirche, die sich seit dem 22. Februar in „Kirche 365“ umbenannt hat.

Pastor Jürgen Gramer und Pastoralassistent Johannes Tomaschek präsentieren voller Stolz die hellen und freundlichen Räume.

Durch den Eingangsbereich mit Garderobe und Toiletten geht es in den großen Raum für den Gottesdienst, in dem coronagerecht Stuhlgruppen auf die Gläubigen warten. Erhöht gibt es ein Pult für den Pastor, Musikinstrumente wie Keyboard, Gitarre oder Cajon (ein wokförmiges Klanginstrument) warten auf ihren Einsatz.

Garage wurde zum Büro umgebaut

Eine ehemalige Garage wurde zum Büro umgebaut, um auch verwaltungstechnische Arbeiten erledigen zu können. Ebenfalls ein Schmuckstück ist das Bistro, wo man sich – in pandemiefreien Zeiten – zusammensetzen kann, um etwas zu trinken und sich auszutauschen.

Der 1. Stock ist für die Kinder und Jugendliche reserviert, hier gibt es drei sehr kinderfreundlich ausgestaltete Räume. Dort werden Kindergottesdienste abgehalten, es kann aber auch gespielt und gebastelt werden.

Seit 2013 gibt es die Freichristliche Kirche in Mühldorf, begonnen hat alles in einem Spinning-Raum im FTZ Mühldorf. Seitdem ist die Kirche ständig gewachsen.

Als Pastor fungiert Jürgen Gramer, er ist verheiratet, hat vier Kinder im Alter zwischen fünf und 13 Jahren und stammt aus Ulm. Nebenberuflich hat er eine theologische Ausbildung in Deutschland und in Tulsa/Oklahoma in den Vereinigten Staaten absolviert, ebenso wie seine Ehefrau, die dafür zuständig ist, den Glauben nach außen zu tragen. Der Pastor ist 55 Jahre alt.

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Johannes Tomaschek, 27 Jahre alt, ist seit Januar 2021 der Pastoralassistent der Kirche 365. Er ist gebürtiger Trostberger und wohnt seit dem 1. November 2020 in Mühldorf. Er ist für die Jugendlichen der Glaubensgemeinschaft verantwortlich.

Die jetzige Kirche 365 wurde 2002 vom Ehepaar Tomaschek, den Eltern von Johannes, in Trostberg gegründet, dort sitzt die Verwaltung der Kirche. Trostberg ist mit Mühldorf einer der beiden Hauptstandorte. Kleinere Gemeinden, sogenannte ‚Start-ups‘, wie sie der Pastor nennt, sind in Erding, in Altötting, in Eggenfelden und in der Drygalskiallee in München -Solln entstanden.

Kirche finanziert sich aus Spenden

Die Kirche erhebt keine Kirchensteuer (wie die katholische und die evangelische Kirche), sondern wird durch freiwillige Spenden finanziert, die auch steuerlich absetzbar sind.

Gottesdienste finden am Sonntag um 9.30 Uhr und um 11 Uhr statt. Während die Erwachsenen, derzeit sind es etwa 80 regelmäßige Gottesdienstbesucher, im Gottesdienstraum Platz nehmen, gehen die Kinder in den 1. Stock und werden dort beschäftigt.

Für die Gottesdienste kann man sich online anmelden, was wegen Corona derzeit sehr erwünscht ist. Man kann aber auch so am Sonntag erscheinen, muss aber dann zwecks einer eventuellen Nachverfolgung seine Daten schriftlich hinterlassen.

Ein Prinzip der Kirche 365 ist das „Team“ – man ist nicht nur Gast in der Kirche, sondern hilft in einem Team mit. Es gibt unter anderem Teams für die Bereiche Bistro, Ordner, Reinigung oder Technik. So werden die Lasten nicht auf wenige Schultern verteilt, man kann sich in der Kirche 365 einbringen, was mehr Freude verschafft.

Glauben gibt es 365 Tage im Jahr

Die Umbenennung in ‚Kirche 365‘ erfolgte, weil der Glaube nicht nur am Sonntagmorgen gelebt werden soll, sondern im Alltag – und dies an 365 Tagen im Jahr.

Die Glaubensgemeinschaft ist Teil des Bundes der freichristlichen Pfingstgemeinden, von denen es in Deutschland 850 Gemeinden gibt. Der deutsche Bund gehört auch zur weltweiten Pfingstbewegung, einer Glaubensgemeinschaft, die weltweit derzeit am stärksten wächst.

Die Kirche 365 basiert auf vier Säulen

Gott kann man im Gottesdienst kennenlernen, die erste Säule. Sich besser kennenlernen, sich austauschen während der Woche kann man in den sogenannten ‚connect groups‘, da gibt es in Mühldorf unter anderem Gruppen für Zumba, Schach, Gruppen für Gebete oder für Männer.

Ganz wichtig ist es für jeden Menschen, seine Bestimmung zu entdecken. Jeder Mensch hat Talente, die die Kirche 365 fördern will. Dies geschieht in den ‚next steps‘, den nächsten Schritten. Die 4. Säule sind die ‚Dreamteams‘. Damit ist die oben angesprochene ehrenamtliche Mitarbeit gemeint, jeder kann sich in der Kirche 365 einbringen.

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In ihr sind auch Werte zentral, diese sind tragfähig und verbinden. Solche Werte lauten zum Beispiel: Jesus kennen, die Menschen sollen mit Jesus verbunden werden. Der Glaube soll im Alltag gelebt werden – ein weiterer Wert. Authentisch soll der Gläubige sein – ehrlich sich selbst gegenüber, aber auch gegenüber Gott und den Mitmenschen. Ein letzter Wert besagt, dass Gott dynamisch ist, er entwickelt die Dinge weiter und tut Gutes.

Wer die Kirche 365 näher kennenlernen will, kann sich jederzeit unter www.kirche-365.de informieren oder am Sonntag einfach vorbeikommen. Es ist auch in nächster Zeit ein ‚Tag der Offenen Tür‘ geplant.

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