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MVV-Beitritt eine Option

Bus und Bahn: Wie sich der ÖPNV im Landkreis Mühldorf weiterentwickeln soll

Der Nahverkehrsplan des Landkreises Mühldorf mit dem Haupt (braun)- und Ergänzungsachsen (gelb). Die Achsen im grünen Pilotraum sind dunkelgrün.
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Der Nahverkehrsplan des Landkreises Mühldorf mit dem Haupt (braun)- und Ergänzungsachsen (gelb). Die Achsen im grünen Pilotraum sind dunkelgrün.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Die Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) war ein zentraler Punkt der jüngsten Kreistagssitzung im Landkreis Mühldorf. Die Verwaltung hat mit der Umsetzung des Konzepts begonnen. Die EU-weite Ausschreibung und die Corona-Pandemie schaffen weitere Aufgabenfelder.

Mühldorf – Landrat Max Heimerl informierte in der jüngsten Kreistagssitzung über die Weiterentwicklung des „Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“.

Der Kreistagsbeschluss vom 24. Mai 2019 hatte zum Inhalt, dass der Nahverkehrsplan, das dreistufige Zielnetz und das Linienbündelungskonzept einstimmig beschlossen wurde. Zunächst sollte der Pilotraum umgesetzt werden.

Laut Nahverkehrsplan ist im westlichen Bereich des Landkreises Mühldorf die Umsetzung aller drei Hierarchiestufen sinnvoll und die Umsetzung soll sich am Auslaufen bestehender Liniengenehmigungen orientieren.

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Ausschreibung läuft EU-weit

Für die Linie 7548: Haag – Ampfing/Waldkraiburg – Mühldorf endete die Genehmigung im Dezember 2019. Der Verkehrs wird seitdem auf dem bestehenden Niveau auf der Grundlage einer „einstweiligen Erlaubnis“ durch die Regierung von Oberbayern sichergestellt. Die Ausschreibung im Stundentakt wurde am 24. Juli 2020 aufgrund der finanziellen und nachfragebestimmten Ungewissheit während der Corona-Pandemie aufgehoben.

„Die Verwaltung hat die Ausschreibung erneut EU-weit veröffentlicht. Die eingegangenen Angebote werden in der Ausschuss- und Kreistagssitzung im Juli 2021 vorgestellt. Anschließend erfolgt die Zuschlagserteilung. Dies entspricht dem avisierten Zeitplan“, erklärte Landrat Max Heimerl.

Finanzielle Unterstützung des Landkreises erforderlich

Die Linie 9410: Gars-Haag-Hohenlinden-Forstinning-München hat eine Genehmigung der Regierung von Oberbayern bis zum 30. September 2027. Die Regierung hat dem Landkreis Mühldorf mögliche Ausbauvarianten der Linie 9410 zukommen lassen, die ein finanzielle Unterstützung des Landkreises erforderlich machen würden.

„Eine Finanzierung durch den Landkreis wäre aber nur denkbar, wenn dies innerhalb seiner finanziellen Leistungsfähigkeit liegt und rechtlich zulässig ist“, betonte der Landrat.

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Linie 9409; Dorfen-Haag-Wasserburg: Die Liniengenehmigung endet am 31. Juli 2022. Die Linie ist ins Zielnetz des Landkreises aufgenommen, wenn dem grundsätzlichen Ausbau dieser Achse und der anteiligen Kostenbeteiligung bei der Planung von den betroffenen Nachbarlandkreisen Rosenheim und Erding eingewilligt wird.

Der Landkreis Erding beteiligt sich nicht an den Planung- und Umsetzungskosten. Der Nahverkehrsplan des Landkreises Rosenheim sieht eine Verbesserung auf der Linie Wasserburg-Albaching-Haag vor. Die rechtlichen Grundlagen werden in einem gemeinsamen Gespräch der Landkreise Rosenheim und Mühldorf geprüft.

Konzept ist beschlossen

Mit der Umsetzung des 2019 verabschiedeten Linienbündelungskonzepts soll 2023 begonnen werden. Der Landkreis könnte daher gemäß der gesetzkichen Fristen eine entsprechende Vorabbekanntmachung erlassen, welche die Frist zur Stellung eigenwirtschaftlicher Anträge des Landkreises eröffnet.

Aufgrund der wirtschaftlichen und verkehrlichen Liniengenehmigungen ist nicht ausgeschlossen, dass eigenwirtschaftliche Anträge privater Busunternehmen eingehen. Sollten diese nach Prüfung des Landkreises genehmigungsfähig sein, wäre eine Vergabe der gebündelten Leistungen nicht erforderlich und die gebündelte Verkehre würden auf eigenwirtschaftlicher Basis der Unternehmen und damit ohne Zuschuss des Landkreises sichergestellt werden.

MVV-Beitritt wird untersucht

Der Landkreis Mühldorf nimmt seit Januar 2020 an der Grundlagenstudie zur MVV-Verbunderweiterung teil. Die teilnehmenden Landkreise Garmisch-Patenkirchen, Landsberg/Lech, Landshut, Miesbach, Mühldorf, Rosenheim und Weilheim-Schongau sowie die kreisfreien Städte Landshut und Rosenheim haben mit dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen als Gesamtzuwendungsempfänger für die vorbereitende Grundlagenstudie eine Zweckvereinbarung geschlossen.

Damit wird als ÖPNV-Aufgabenträger grundsätzlich der Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) angestrebt.

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