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Gemeinderat will Bebauungsplan ändern

Bungalows sollen um ein Geschoss wachsen: Kraiburg setzt auf Nachverdichtung

In der Söllstraße entstand in den 1970er-Jahren eine Bungalow-Siedlung.
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In der Söllstraße entstand in den 1970er-Jahren eine Bungalow-Siedlung.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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„Nachverdichtung“ heißt jetzt auch in Kraiburg das Zauberwort für die Ortsentwicklung. Ein ganzes Bungalowviertel aus den 1970er-Jahren soll nun wachsen dürfen. So will es der Gemeinderat.

Kraiburg – Die Gemeinde Kraiburg will den Bebauungsplan „Alter Sportplatz“ ändern und im gesamten Areal eine Nachverdichtung ermöglichen. Ein Kraiburger Bürger, der in der Söllstraße ausbauen möchte, hatte den Anstoß dazu gegeben. Den Antrag des Bürgers hat der Gemeinderat zwar abgelehnt, allerdings um mit einer Überplanung des gesamten Areals mehr Baurecht für alle Anlieger zu schaffen.

Regierung fordert sparsamen Umgang mit Flächen

Wie Markus Schmidinger von der Bauverwaltung im Gemeinderat ausführte, stammt der Bebauungsplan „Alter Sportplatz“ noch aus der Mitte der 1970er-Jahre. Damals wurde noch nach ganz anderen Gesichtspunkten gebaut und geplant. Der sparsame Umgang mit Flächen hatte nicht oberste Priorität.

So konnte eine Bungalow-Siedlung wie im Bereich rund um die Söllstraße entstehen, mit lauter niedrigen Einzelhäusern, für die eine Wandhöhe von 3,75 Metern vorgegeben war.

Gemeinde will im ganzen Viertel zusätzliches Geschoss erlauben

Die Siedlungspolitik geht heute in eine ganz andere Richtung. Die Regierung dränge darauf, keinesfalls mehr Flächen zu verbrauchen, sondern mehr Bebauung zuzulassen, so Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU). Der Bereich des Bebauungsplanes „Alter Sportplatz“ biete sich für eine Verdichtung und das Zulassen eines zusätzlichen Geschosses geradezu an.

Möglicherweise gebe es ja auch nachfolgende Generationen, die gerne drauf bauen würden. Franz Kifinger (UWG) hat kein Problem damit. Das fragliche Grundstück habe fast tausend Quadratmeter. „Das gibt ein Doppelhaus her.“

Bürgermeisterin: Gleiches Recht für alle

Nicht nur dafür, sondern für alle Grundstücke wolle man eine dichtere Bebauung zulassen, um gleiches Recht für alle zu schaffen, so die Bürgermeisterin.

Für Markus Rauscher (CSU) ist das nur konsequent. „Wenn wir für die Nachverdichtung sind, müssen wir das so machen.“

Der Einwand, die Erhöhung könnte sich nicht mit dem Abstandsrecht vertragen, sieht Jackl nicht als Hindernis. Dann könnte halt das ein oder andere Gebäude nicht so hoch gebaut werden.

Gerhard Preintner (UWG) erkundigte sich danach, ob es bei den bestehenden Flachgaragen bleiben solle. „Legen wir noch Wert auf Garagenformen?“

Einstimmig beschlossen

Für Ernst Kirmeier (UWG) kommen solche Detailfragen zu früh. Jetzt gehe es darum, zu entscheiden, ob zeitnah der Bebauungsplan im gesamten Geltungsbereich geändert werde, alles andere sei im Verfahren zu klären. Einstimmig sprach sich der Gemeinderat dafür aus.

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