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Bundestagswahl im Wahlkreis Altötting-Mühldorf

Fast alle zufrieden: Das sagen die Direktkandidaten zum Ausgang der Wahl

10 Kandidaten treten bei der Bundestagswahl 2021 für das Direktmandat im Wahlkreis Altötting-Mühldorf an.
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10 Kandidaten treten bei der Bundestagswahl 2021 für das Direktmandat im Wahlkreis Altötting-Mühldorf an (alphabetisch nach Nachname von oben links nach unten rechts): Christoph Arz (Grüne), Sandra Bubendorfer-Licht (FDP), Dr. Ilse Ertl (Freie Wähler), Annette Heidrich (SPD), Dr. Klaus Lang (AfD), Stephan Mayer (CSU), Sebastian Misselhorn (Die Linke), Edgar Siemund (Die Basis), Bernhard Suttner (ÖDP), Simon Wahl (Bayernpartei).

Sie blieben alle hinter Wahlsieger Stephan Mayer (CSU) zurück - und sind doch zufrieden. Das sagen die Direktstimmenkandidaten der Parteien im Wahlkreis Altötting/Mühldorf zum Ausgang der Bundestagswahl 2021.

Dr. Ilse Ertl, Freie Wähler

Dr. Ilse Ertl, Freie Wähler: „Ich empfinde absolute Freude, auch wenn wir im künftigen Bundestag keine Rolle spielen werden. Es ist das große Manko der Freien Wähler, dass wir bisher nur in drei Landtagen vertreten sind. Wären wir bundesweit stärker, dann würden wir abziehen. Ich habe auf die richtigen Themen gesetzt, etwa die Energieversorgung des Chemiedreiecks. Wenn die nicht geregelt ist, wird die Industrie abwandern. Und auch Corona hat eine Rolle gespielt, warum es zu einer Stimmenverschiebung von der CSU zu den Freien Wählern gekommen ist. Politik darf nicht spalten. Die Leute wollen keinen Impfzwang durch die Hintertür. Und die Aussetzung der Lohnfortzahlung im Quarantänefall bei Ungeimpften ist fast schon unsozial.

Alle Informationen rund um die Bundestagswahl finden Sie hier

Annette Heidrich, SPD

Annette Heidrich, SPD: „Ich freue mich wahnsinnig über das Ergebnis. Das, was wir uns auf Bundesebene vorgenommen haben, haben wir erreicht: Die Bürger wollen Olaf Scholz als Kanzler haben. Über mein persönliches Ergebnis bin ich zufrieden. Dass ich Punkte an die Grünen abgeben, werde, hatte ich schon geahnt. Besonders froh bin ich darüber, dass wir bei den Zweitstimmen die AfD hinter uns lassen konnten. Dass die AfD viel verloren hat, war mir ganz wichtig.“

Bubendorfer-Licht wieder im Bundestag

Sandra Bubendorfer-Licht, FDP

Sandra Bubendorfer-Licht, FDP: „Ich bin sehr glücklich über mein persönliches Ergebnis. Auch das Ergebnis meiner Partei im Land und im Wahlkreis kann sich sehen lassen. Wir sind ja eigentlich in der Diaspora. Unsere sachliche Arbeit hat sich ausgezahlt. Ich werde dem nächsten Bundestag wieder angehören, denn wir werden in Bayern 13 oder 14 Sitze bekommen und ich stehe auf Listenplatz neun.

Dr. Klaus Lang, AfD

Dr. Klaus Lang, AfD: Ich persönlich und meine Partei haben leichte Verluste gegenüber der letzten Wahl hinnehmen müssen. Wir haben es nicht geschafft, die Wählerinnen und Wähler für unsere Themen wie Zuwanderung, Verschuldung, verfehlte Coronapolitik und die damit verbundenen Einschränkungen der Freiheitsrechte im Wahlkreis Altötting-Mühldorf und in ganz Bayern zu sensibilisieren.“

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier

Christoph Arz, Bündnis 90/Die Grünen

Christoph Arz, Bündnis 90/Die Grünen: „Der Bundestrend war vor einigen Wochen höher, aber wir haben immerhin ein Plus von über zwei Prozent bei den Erst- und Zweitstimmen eingefahren. Damit sind wir zufrieden. Bundesweit haben wir das beste Ergebnis seit Bestehen der Partei erreicht, und doch ist es sehr schade, dass der Klimaschutz, das wichtigste Thema des Jahrzehntes, nicht mehr Stimmen bekommen hat. Die Grünen haben nun die Aufgabe, das in einer möglichen Regierungsbeteiligung voranzubringen. An Mayers starken Einbußen, bei den Erststimmen noch mehr als bei den Zweitstimmen, erkennt man, dass die Menschen mit Kurs der CSU nicht zufrieden sind. Bei der AfD geht der Trend auch nach unten und das ist sehr gut!“

Für eine kleine Partei sehr schwierig

Sebastian Misselhorn, Die Linke

Sebastian Misselhorn, Die Linke: „Erst einmal ein Dankeschön an die Leute, die mich gewählt haben. Es war klar, dass sich ein Linker in Bayern auf schwierigem Terrain bewegt, da wir hier noch eine recht kleine Partei sind und es schwierig ist, die gesamte Fläche abzudecken. Da ist noch viel Luft nach oben. Der Großteil hat versucht, so wählen, dass die Union keinen Kanzler mehr stellt. Gerade die stärkere SPD in Verbindung mit taktischem Wählen hat dann uns geschwächt.“

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Edgar Siemund, Die Basis

Edgar Siemund, Die Basis: „Für eine Partei, die es seit einem Jahr gibt und die in dieser Region erst seit vier, fünf Monaten unterwegs ist, ist das Ergebnis erstaunlich. Die Leute haben wahrgenommen, dass es noch andere Lösungen gibt als das, was die jetzige Politik vorgibt. Wir haben Leute angezogen mit dem Thema Freiheit, die wir alle nicht haben. Ich befürchte, dass das Impfregime jetzt richtig verschärft wird, aber das hat sich die Bevölkerung selbst zuzuschreiben, die trotzdem diese Parteien wählt. Wir werden auf jeden Fall weitermachen. Leute werden feststellen, dass sie mit der aktuellen Politik nicht weiterkommen.“

Und immer wieder das Thema Corona

Simon Wahl, Bayernpartei

Simon Wahl, Bayernpartei: „Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Ich hatte mit weniger gerechnet. Teilweise fand ich es überraschend, wie viele Stimmen andere Partien und Kandidaten verloren. Da spielte wohl auch die Bundespolitik eine Rolle und die damit verbundene Unzufriedenheit. Sicher hat da auch die Corona-Politik eine größere Rolle gespielt. Das Ergebnis bekräftigt mich, ich will politisch weitermachen, als nächstes kommen die Landtagswahlen 2023, da können wir vielleicht noch mehr rausholen.“

Bernhard Suttner, ÖDP

Bernhard Suttner, ÖDP: „Mir war von Anfang an klar, dass sich bei dieser Bundestagswahl viele taktisch entscheiden werden. Die ÖDP wird weiterhin den regierenden Parteien genau auf die Finger schauen, damit konsequente, enkeltaugliche Politik für Mensch und Natur im Bundestag und Landtag umgesetzt wird! Ich wünsche uns allen, dass die nächste Bundesregierung den Klimaschutz wirklich ernst nimmt und entschieden anpackt - das sind wir den jungen Generationen schuldig!“

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