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Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Altötting-Mühldorf

Große Siegerin, große Verliererin: CSU holt die meisten Stimmen, verliert aber deutlich

Das sind die Erst- und Zweitstimmenergebnisse im Wahlkreis Altötting-Mühldorf mit Vergleichszahlen sowie Gewinnen und Verlusten in Bezug auf 2017. Nur Mayer, Heidrich und Bubendorfer-Licht traten bereits 2017 an, für die anderen Bewerber war es die erste Kandidatur.
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Das sind die Erst- und Zweitstimmenergebnisse im Wahlkreis Altötting-Mühldorf mit Vergleichszahlen sowie Gewinnen und Verlusten in Bezug auf 2017. Nur Mayer, Heidrich und Bubendorfer-Licht traten bereits 2017 an, für die anderen Bewerber war es die erste Kandidatur.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die CSU ist und bleibt die mit Abstand wichtigste politische Kraft im Landkreis Mühldorf. Mit 34,1 Prozent der Zweit-Stimmen holte sie hier mehr als ein Drittel der Stimmen. Trotzdem ist sie auch die größte Verliererin.

Lesen Sie aus dem Wahlkreis Altötting-Mühldorf auch:

- Die Stimmen der Direktkandidaten

- Interview mit Stephan Mayer (CSU)

- den LIVE-Ticker vom Wahlabend mit Ergebnissen (frei lesbar)

Mühldorf – Wie bei den letzten Wahlen konnte Stephan Mayer das Ergebnis seiner Partei deutlich übertreffen. Wirklich gefährlich wurde dem langjährigen Stimmkreisvertreter keiner seiner Konkurrenten. Doch auch er konnte sich dem Abwärtsstrudel der Partei nicht entziehen.

Stephan Mayer holt Direktmandat

Durch 9,5 Prozentpunkte weniger ist die CSU nicht nur die Gewinnerin der Wahl, sondern auch die große Verliererin. Denn die Wähler zeigten der langjährigen Mehrheitspartei im Landkreis deutlich ihre Grenzen.

Dieses Ergebnis im Landkreis Mühldorf entspricht weitgehend dem im gesamten Wahlkreis, zu dem neben Mühldorf auch Altötting gehört. Die CSU holte 34,2 Prozent der Stimmen, das Direktmandat geht an Stephan Mayer mit 43,3 Prozent der Stimmen.

Alle Informationen rund um die Bundestagswahl finden Sie hier.

Die meisten Direktkandidaten blieben hinter ihrer Partei zurück

Die meisten anderen Direktkandidaten liegen anders als Mayer hinter den Ergebnissen ihrer Partei, sodass der CSU-Mann Zustimmung auch von den Zweitstimmenwählern anderer Parteien erhalten hat. Allein die Bewerber von AfD und Linke übertrafen das Parteiergebnis, nicht aber ihre Vorgänger 2017.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf finden Sie hier.

Freie Wähler jetzt drittstärkste Kraft

Dr. Ilse Ertl, die für die Freien Wähler antrat, kam aus dem Stand und ohne Vorgänger 2017 auf 10,3 Prozent der Stimmen. Sie ist Spiegelbild der Entwicklung ihrer Gruppierung, die einen deutlichen Sprung nach vorne machte und sich im Landkreis als drittstärkste Kraft etablierte. Ein Trend, der sich schon bei den Kommunalwahlen zeigte, bei der die Freien Wähler zahlreiche Rathäuser gewann. Vor allem auf dem Land holten sie viele Stimmen. Bundespolitische Auswirkungen hat das gute Ergebnis allerdings nicht, da die FW den Einzug ins Parlament erwartungsgemäß nicht geschafft hat.

Auch interessant: Kreis-AfD-Vorsitzender verteidigt Bundestagskandidaten Dr. Lang: „Keine Steuerspargründe“

Wahlbeteiligung steigt auf 77,3 Prozent

Zweitstärkste Kraft im Landkreis ist die SPD, die im Sog des Erfolgs der Bundestagspartei, 1,8 Prozentpunkte zulegen konnte. Geschrumpft haben die Wählerinnen und Wähler neben der CSU vor allem die AfD, die vor vier Jahren deutlich stärker war. Auf sehr viel niedrigerem Niveau musste auch die Linke Verluste einstecken, sie wurde halbiert. Auf der Gewinnerseite stehen auch die Grünen, die im Landkreis allerdings noch immer weit hinter dem Bundestrend liegen.

Bubendorfer-Licht wieder im Bundestag

Auch die FDP kann an ihre Werte von vor vier Jahren anknüpfen, Direktstimmenkandidatin Sandra Bubendorfer-Licht blieb allerdings hinter dem verbesserten Ergebnis ihrer Partei zurück. Den Wiedereinzug ins Parlament hat sie trotzdem geschafft, dank des sehr guten Listenplatzes neun auf de Landesliste der FDP. Bei Redaktionsschluss rechnete ihre Partei mit mindestens 13 bayerischen Abgeordneten.

Lesen Sie auch: Das sagen die Direktkandidaten im Landkreis Mühldorf zum Ausgang der Wahl

Bleibt ein Blick auf die Wahlbeteiligung. Sie lag mit 77,3 Prozent leicht über der von vor vier Jahren (75,8). Vor allem in den Landgemeinden gaben oft über 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme ab.

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