Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bundestagswahl 2021 – Wahlkreis Altötting (212)

Die Direktkandidaten im großen OVB-Check: Dr. Klaus Lang (AfD)

Bundestagswahl 2021: Dr. Klaus Lang tritt für die AfD als Direktkandidat im Wahlkreis Altötting an, zu dem auch der Landkreis Mühldorf zählt.
+
Bundestagswahl 2021: Dr. Klaus Lang tritt für die AfD als Direktkandidat im Wahlkreis Altötting an, zu dem auch der Landkreis Mühldorf zählt.

Am 26. September ist Bundestagswahl. Im Wahlkreis Altötting, zu dem auch Mühldorf zählt, treten 10 Kandidaten für das Direktmandat an. Hier stellen sie sich den Menschen in der Region vor, nehmen zu aktuellen politischen Themen Stellung und beantworten persönliche Fragen. An dieser Stelle: Dr. Klaus Lang (AfD)

Hinweis in eigener Sache: Unsere Redaktion hat allen Kandidaten die gleichen Fragen gesendet. Wir haben es den Kandidaten überlassen, auf welche Fragen sie wie ausführlich antworten. Wir veröffentlichen die Antworten ungekürzt. Sprache und Inhalt liegen ausschließlich in Verantwortung der Kandidaten. Die Redaktion macht sich keine der Aussagen zu eigen.

Steckbrief Dr. Klaus Lang

  • Partei: AfD
  • Alter: 59 Jahre
  • Wohnort: Mettenheim
  • Beruf: Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin
  • Familienstand: keine Angabe
  • Hobbys: Klavier spielen, Ski fahren, Tauchen, Fahrradfahren

Zum Bundestagswahl-Spezial und allen weiteren Kandidaten:

> auf ovb-online.de

> auf innsalzach24.de

> auf wasserburg24.de

Dr. Klaus Lang: In Deutschland ist es in den vergangenen Jahren zu immer folgenschwereren, ideologisch motivierten Fehlentwicklungen in allen Gebieten der Gesellschaft gekommen: Kultur, Wirtschaft, Bildung, Justiz und Sozialsystem. Wir müssen feststellen, dass es nach dem Zusammenbruch des kommunistischen früheren Ostblocks zu einer gefährlichen Renaissance linker Ideologien gekommen ist. Diese kommunistischen Ideen werden in Deutschland von den drei linken Parteien – Die Grünen, SPD und der umbenannten SED, jetzt Die Linke – erfolgreich verbreitet. Allen linken Ideologen gemeinsam ist die politische und ökonomische Herrschaft über das Volk mit dem universellen Ziel, sich die Ergebnisse deren Arbeitskraft anzueignen und es auszubeuten. Diese Enteignungen gehen automatisch mit Freiheitsverlust auch unter Gewaltanwendung einher.

Das Marketing dieser drei Parteien versteht es, dies in harmlos klingende, blumige Worten zu kleiden. Die ehemals konservative CDU/CSU und die ehemalige Freiheitspartei FDP haben diesen Kulturkampf aufgegeben und verhelfen aus eigennützigem Machtbeteiligungsinteresse diesen Parteien durch Koalitionsangebote und Übernahme ihrer Parteiprogramme zur Macht.

Maximalsteuersätze von grob 70 Prozent (Einkommenssteuern plus Mehrwertsteuern plus andere Steuern) und eine überbordende Bürokratie sind bereits Ausdruck dieser sozialistischen Renaissance, bei der der Bürger weniger als ein Drittel seiner Arbeitskraft für sich selbst nutzen darf. Ein weiteres Merkmal sozialistischer Wirtschaften ist der stetig steigende Anteil nichtproduktiver, konsumierender Berufsgruppen (Verwaltungen, „Institutionen“, „Anstalt bürgerlichen Rechts“, „Qualitätssicherungsinstitute“, „Zivilgesellschaftliche Organisationen“) in Relation zu den wertschöpfenden produzierenden Berufen.

In Deutschland finanzieren rund 17 Millionen Produktive den Rest der 82 Millionen Einwohner. Dies hat zur Folge, dass sowohl die Motivation der Produzierenden als auch die Behinderung ihrer Aktivitäten und Entfaltung ihrer Kreativität durch die beherrschende Bürokratie zu stetig sinkender Effektivität und somit zum Niedergang des Landes führt. Folgenschwere Fehlentscheidungen der Merkel-Koalitionen der letzten Jahre führten zu einer ineinanderübergehenden Serie von Krisen, die die Grundsubstanz unseres Landes, aber auch ganz Europas und seiner gewachsenen Kultur zerstören.

Ich gehöre zu den wenigen, die selbst den Kommunismus und diese freiheitsberaubende Diktatur persönlich erlebt haben und sehe daher täglich die Parallelen zur früheren DDR beziehungsweise die Entwicklung zu einer totalitären, sozialistischen, freiheitsberaubenden Staatsform. In den westlichen und südlichen Bundesländern sind die Zeitzeugen des totalitären Regimes bereits verstorben, in den östlichen Bundesländern gibt es sie noch. Das ist ein Grund für die unterschiedliche Sensibilität der Bevölkerung für diese gefährliche Entwicklung. Ein anderer ist die Bevölkerungszusammensetzung: Auf dem Gebiet der ehemaligen „neuen“ Bundesländer gibt es – mit Ausnahme von Berlin – prozentual weniger Zuwanderer aus archaischen, unterentwickelten Ländern. Letztere bevorzugen die „alten“ Bundesländer als Siedlungsgebiet und haben aus Gründen ihrer Herkunft in der Regel kein Wissen um das Funktionieren eines demokratischen Staates.

Die Sorge um den sich beschleunigenden Niedergang unseres einst vorbildlichen und international von vielen beneideten Landes mit der Befürchtung einer sich erneut entwickelnden totalitären, neosozialistischen Staatsform hat mich politisch aktiv werden lassen. In den Jahren 2013/15 wandte ich mich in verschiedenen Briefen auch an Innenstaatssekretär Stephan Mayer von der CSU und schilderte Fehlentwicklungen. Dies war erfolglos. Eine Zeit lang beobachtete ich die neu entstandene AfD und fand heraus, dass von ihren Protagonisten diese Fehlentwicklungen adressiert wurden. Und so nahm ich zunächst als Zuschauer und Zuhörer an Versammlungen teil, bis ich schließlich Mitglied wurde.

Ich trete also unmissverständlich ein für die Freiheit des Einzelnen in einer freien Marktwirtschaft.

Jeder soll nach seiner eigenen Fasson glücklich werden, seinen eigenen Lebensweg gehen, ohne ideologische oder staatliche Vorgaben. Der fleißige Handwerker oder Bauer, der erfolgreiche Unternehmer, der kluge Ingenieur und der begabte Künstler müssen wieder die Vorbilder jedes Kindes, jedes Heranwachsenden werden. Nicht sexuelle oder andere Minderheiten sollen die Werbespots bestimmen, sondern die liebende Mutter oder Vater, der Bauarbeiter, der Stahlarbeiter, der Bauer, der Wissenschaftler oder Unternehmer aus unserer Gegend und Heimat. Wer hier arbeitet, unsere Kultur und Regeln achtet, ist stets willkommen. Wer in unser Land kommt und wem nur unser Sozialsystem, nicht aber unsere Kultur und Gesetze gefallen, soll das Land schnell wieder verlassen. Deutschland – aber normal!

Thema Corona

Unsere Fragen an Dr. Klaus Lang:

  • Mit welchen Szenarien und Folgen rechnen Sie Ende 2021 und 2022? Wie sieht Ihre Corona-Strategie aus?
  • Wie hat Corona Ihr Denken und Handeln verändert? Warum spaltet Corona die Gesellschaft?


Corona-Diktatur sofort beenden

Die Regierung hat sich bis zum Hals in einen Lügensumpf begeben – beginnend mit einem Rachenabstrich, der eine Besiedelung und keine Krankheit mittels einer bewusst untauglichen, verfälschend veränderten Testmethode „misst“, über die Brücke der Lügen bezüglich der Überlastung der Intensivstationen und Krankenhäuser bis hin zur propagandistischen Verbreitung unzureichend getesteter und, wie wir jetzt wissen, auch unwirksamer, aber dafür gefährlicher Impfstoffe mit Todesfolge für bestimmte Personengruppen.

Die Regierung zeigt keine Anzeichen, von ihrer diktatorischen, freiheitsberaubenden Politik dieses Lügengebäudes abzurücken und wird dieses auf unbegrenzte Zeit weiterführen. Sie brauchen nur die Anzahl der 400 Millionen gekaufter Impfdosen durch die Zahl der deutschen Bevölkerung zu dividieren, dann haben sie eine Mindestlaufzeit.

Die Corona-Politik hat aufgezeigt, wie schnell sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung an eine weitgehende Einschränkung ihrer grundgesetzlich verbrieften Freiheiten gewöhnt hat und auch nicht dagegen protestiert. Der unreflektierte und unkritische Glauben an die Propaganda der Regierung und mit ihr verbundenen Medien ist in einer Weise beängstigend, weil dies aufzeigt, wie leicht totalitäre politische Parteien wie die aktuelle Regierung täglich Gesetze brechen und das Grundgesetz aushebeln können.

Eine Diktatur kommt niemals über Nacht, sie kommt allmählich, zuerst durch das Aufweichen moralischer und danach auch von bisher gültigen gesetzlichen Standards. Wir können dies täglich an den Gesetzesbrüchen der Regierung (illegale Einwanderung, Fremdstaatenfinanzierung et cetera) wie auch der schikanösen Behandlung von Richtern (Hausdurchsuchungen), nach regierungsunfreundlichen Gerichtsurteilen beobachten.

Meine Corona-Strategie: Sofortige Beendigung des aktuellen „Notstandsgesetzes“. Es gab und gibt keine medizinische Bedrohungslage, die das deutsche Gesundheitswesen nicht beherrscht. Das konnte und kann man täglich an den Belegungszahlen der Krankenhäuser und Intensivstationen sehen. Ich verweise auf den Artikel des Deutschen Ärzteblatts im Frühjahr 2021: Historisch niedrige Krankenhausbelegungszahlen 2020“.

Corona spaltet die Gesellschaft in diejenigen, die sich kritiklos ins Corona-Panik-Bockshorn haben jagen lassen und die anderen, welche sich die Statistikrohdaten auf den staatlichen Institutionen (Robert-Koch-Institut, Paul-Ehrlich-Institut, Europäische Gesundheitsbehörden, Britische Gesundheitsbehörden unter anderem) angeschaut und verstanden haben. Diese Spaltung ist jedoch von der Regierung so gewollt.

Thema Klimawandel

Unsere Fragen an Dr. Klaus Lang:

  • Der Klimawandel bedroht Mensch und Natur. Was ist zu tun? In der Welt, in Brüssel, in Berlin und München?
  • Aber auch in der Region, vor der Haustür oder im eigenen Haushalt?

Klimahüpfer und Bildungsverfall

Wir haben in Deutschland Steinkohle, Braunkohle und Torf. Grundlage dessen waren jeweils tropische Regenwälder vor vielen Millionen Jahren. Wir hatten also tropische als auch Eiszeiten hier in Europa und Deutschland.

Wollte man den Grünen glauben – ei, wer hat denn damals die Dieselautos gefahren, die an der Klimaerwärmung Schuld sein sollen? Spaß beiseite: Es hat in der Erdgeschichte immer Klimaveränderungen gegeben und diese sind von physikalischen Gegebenheiten (zum Beispiel dem Abstand und der Neigung der Erdachse zur Sonne), aber keinesfalls vom Menschen abhängig. Wir müssen unsere Intelligenz für Technologien nutzen, diesen Klimaveränderungen zu begegnen. Freitags gegen das Klima auf und ab zu hüpfen, hilft da wenig und ist eher naiven Kindern ohne hinlängliche Bildung überlassen. Die Klimahüpfer sind eher ein Beweis für den Bildungsverfall in Deutschland auf das Niveau vor Martin Luther und der Aufklärung.

Thema Verkehr

Unsere Fragen an Dr. Klaus Lang:

  • Drei Verkehrsthemen prägen die Region: der Lärmschutz an der A94, der Ausbau der B15 von Landshut nach Rosenheim und die Schließung des Bahnübergangs Allersheim bei Schwindegg, den die Bahn im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke von München nach Freilassing auflassen will. Wie ist Ihre Haltung zu diesen drei Problemen?

Lärmwerte laut Messung im Rahmen

Zur A94: Bisherige Messungen haben keine unüblichen und unzulässigen Lärmwerte ergeben. Somit scheint es beim Bau der A 94 keine lärmtechnischen Versäumnisse zu geben.

Zur Schließung des Bahnübergangs Allersheim: Ich war als Kreisrat bei einer Ortsbegehung zugegen und wir haben im Kreistag gemeinsam einen Antrag eingebracht, diesen Bahnübergang nicht nur offen zu halten, sondern ihn auch auszubauen. Ich bin guter Hoffnung, dass dies gelingt. Es wäre unsinnig, diesen zu schließen.

Zur B 15 neu: Es muss eine leistungsfähige Verbindung von der B 15 bei Landshut zur A 94 geschaffen werden. Ob dies die Ertüchtigung/Ausbau der drei bestehenden Fernverkehrstraßen B 15, B 31/B 22 oder B 20 oder die Fortsetzung der B 15 neu zur A 94 ist, werden zukünftige Verhandlungen auch mit den Gemeinden zeigen.

Thema Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Unsere Frage an Dr. Klaus Lang:

  • Welche Schwerpunkte setzen Sie zur Sicherung der Arbeitsplätze und der heimischen Wirtschaft?

Strangulierung der Wirtschaft beenden

Zuerst muss die Strangulierung der deutschen Wirtschaft durch die Corona-Regierungspolitik beendet werden. Weiterhin müssen die politisch induzierten Belastungen (CO2-Bepreisung, ausufernde Bürokratie) der Wirtschaft gestoppt werden. Mit uns werden die Wirtschaftssektoren, die von der Corona-Politik geschädigt worden sind, entschädigt.

Mit unserem „Blue Deal“ wollen wir:

  • Schul- und Hochschulbildung und Forschung, vor allem der MINT-Fächer stärken
  • Selbstständigkeit und Erfindergeist fördern
  • den Wiederaufbau einer nationalen pharmazeutischen innovativen Industrie
  • Quantencomputing
  • Technologien zur Weltraumnutzung und -bewirtschaftung fördern
  • Rahmenbedingungen für Investitionen, Infrastruktur fördern
  • leistungsfeindliche Gesetzgebung entschlacken
  • staatliche Eingriffe durch Subventionen in den Energiemarkt, das Arbeitsrecht reduzieren
  • mit einer sozialen Marktwirtschaft „Wohlstand für alle“ und nicht nur für wenige schaffen

Thema Demokratie und Stabilität

Unsere Fragen an Dr. Klaus Lang:

  • Sind die Menschen wirklich demokratiemüde und empfänglich für neuen Extremismus und Populismus?
  • Wie steht es um Stabilität, Toleranz und Konsensfähigkeit im Land?

Der Bürger muss Politik kontrollieren – nicht umgekehrt

Ich glaube nicht, das die Menschen „demokratiemüde“ sind – eher frustriert über einen sich verselbstständigten Regierungs- und Bürokratieapparat, der sich wie ein Krebsgeschwür in alle Bereiche des täglichen Lebens bis hinein ins eigene Bad gefressen hat. Sorge macht mir eher eine weit verbreitete Haltung: „Mit Politik will ich nichts zu tun haben.“ Ich sage aber jedem: „Mag sein, aber die Politik will mit Dir etwas zu tun haben. Und wenn Du Dich nicht um Deine eigenen Angelegenheiten kümmerst, dann tut es die Politik für Dich – und die musst Du kontrollieren. Sonst kontrolliert sie Dich!“ Wie wir ja gerade aktuell sehen können.

Thema Wohnraum und Mieten

Unsere Frage an Dr. Klaus Lang:

  • Zur Lebensqualität gehört Wohnen. Speziell im Raum Rosenheim wird Wohnraum immer knapper, das Wohnen immer teurer. Wie kann man diese Entwicklung stoppen?

Asylparadies Deutschland schließen

Natürlich. Die Politik sorgt mit ihren ausufernden Verordnungen, zum Beispiel sich stets verschärfendem „Klimaschutz“, zu stetig steigenden Preisen. Zudem sorgt ein ungebremster Zuzug illegaler Migranten in ein Land mit der höchsten Bevölkerungsdichte vor allem zum verstärkten Wettbewerb um preiswerte Wohnungen. Hier liegen die Lösungen auf der Hand: Radikale Entrümpelung der Bauvorschriften mit dem Ziel der Vereinfachung sowie Schließung des Asylparadieses Deutschland mit konsequenter Kontrolle der deutschen Grenzen mit nationaler Zuwanderungsregelung.

Thema Familie

Unsere Fragen an Dr. Klaus Lang:

  • Die Gesellschaft wird immer älter – auch im Zuzugsraum Rosenheim. Was kann die Politik leisten, damit wieder mehr junge Menschen eine Familie gründen?
  • Wie wollen Sie zum Beispiel eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie erreichen?

Ein Einkommen muss für Familie reichen

Familien sind die Keimzelle unserer Gesellschaft und bestehen aus Vater, Mutter und Kindern. Diese Institution darf nicht von den drei linken Parteien aus ideologischen Gründen diskreditiert werden. Finanziell wollen wir die Familien stärken durch:

  • ein verbessertes steuerliches Familiensplitting
  • mit deutlicher Anhebung der Kinderfreibeträge
  • vollständige steuerliche Absetzbarkeit kinderbezogener Ausgaben
  • Absenkung der Mehrwertsteuer für Artikel des Kinderbedarfs auf den reduzierten Satz
  • Rückzahlung bereits entrichteter Rentenbeiträge in Höhe von 20 000 Euro pro Kind oder Freistellung von künftigen Beiträgen in gleicher Höhe ohne Kürzung späterer Leistungen
  • Es muss wieder möglich sein, von einem Elterneinkommen eine Familie zu ernähren
  • einen Ehe-Start-Kredit: Mit jedem Kind wird ein Teil davon erlassen. Bafög-Empfängern soll dieser bei Geburt eines Kindes während der Ausbildung bei erfolgreichem Abschluss erlassen werden
  • kinderzahlabhängige Lohnsubventionen an die Arbeitgeber sollen den Wiedereinstieg von Eltern nach der Babypause erleichtern
  • vergünstigtes Bauland für Familie mit Teilerlassen von KfW-Krediten nach Kinderzahl

Thema Rente 

Unsere Fragen an Dr. Klaus Lang:

  • Die Alterspyramide in Deutschland bedroht die Stabilität und die Höhe der Rente. An welchen Stellschrauben muss die Politik drehen, damit zunehmende Altersarmut und eine Überlastung der Beitragszahler vermieden werden?
  • Wie kann der Staat für Generationengerechtigkeit sorgen?

Altersarmut ist unerträglich

Als Partei der Leistungsgerechtigkeit ist uns die drohende Altersarmut von Millionen Leistungsträgern unerträglich. Wir wollen die Renten zukunftsfest machen durch:

  • einen höheren Steuerzuschuss zur Rentenfinanzierung, finanziert durch Streichung von ideologischen Politikmaßnahmen: Klima-, EU-, Migrationspolitik
  • Freiheit beim Renteneintrittsalter: Jeder kann mit dem Arbeitgeber sein Ausscheiden aus dem Erwerbsleben besprechen. Die Rentenhöhe bemisst sich nach der Höhe der eingezahlten Beiträge
  • Bei geringem Einkommen wird 25 Prozent der Altersrente nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Dadurch bekommt auch derjenige eine höhere Rente, der nur gering bezahlte Tätigkeiten ausgeübt hat
  • Wir schaffen die Politikerpensionen ab
  • Wir reduzieren den Beamtenstatus auf Kernbereiche Polizei, Justiz, Bundeswehr, Zoll. Alle anderen künftigen Staatsbediensteten zahlen in die gesetzliche Rentenversicherung ein
  • Den Familien wird für jedes Kind 20.000 Euro Beiträge der Eltern zur Rentenversicherung aus Steuermitteln erstattet, ohne dass sich ihre Rentenansprüche dadurch verringern. Wurden zur Zeit der Geburt noch keine Beiträge in entsprechender Höhe gezahlt, erfolgt eine Anrechnung auf zukünftige Rentenbeiträge. Dies unterstützt die Eltern wirkungsvoll in einem Lebensabschnitt, in dem die Kosten für die Kinder anfallen und gegebenenfalls ein Elternteil auf das Erwerbseinkommen verzichtet. Das erleichtert die Entscheidung für ein oder mehrere Kinder und mindert den Leistungsdruck für die Familien und auch die Trennungsquote
  • Abschaffung der Doppelbesteuerung der Rentner

Welches Thema liegt Dr. Klaus Lang besonders am Herzen?

Von Corona über Klimawandel bis zum Schutz der Demokratie: In unserem Kandidatencheck haben wir die zwölf Bewerber für den Bundestag im Wahlkreis Rosenheim mit vielen Fragen konfrontiert. Das letzte Wort haben die Kandidaten selbst – mit einem Thema ihrer Wahl, das ihnen besonders am Herzen liegt.

Leistungsfeindliche im Gesundheitswesen

Mein persönliches Anliegen ist naturgemäß mit meinem Beruf verbunden: die Sanierung des Gesundheitswesens. Auch hier wirkt die durch vergangene Regierungen geschaffene überbordende Bürokratie leistungsfeindlich und kostentreibend. Allein bei den Krankenkassen entstanden seit Ende der 80er Jahre Bürokratiekosten in Höhe von circa 20 Milliarden.

Diese 20 Milliarden kommen nicht den Versicherten zugute, sondern „versacken“ im System der gesetzlichen Krankenkassen. Niedergelassene Ärzte verbringen statistisch drei Monate des Jahres allein mit Bürokratie. Ein Krankenhausarzt verbringt täglich dreieinhalb bis vier Stunden mit Bürokratie. Diese ärztliche Arbeitszeit steht nicht den Patienten zur Verfügung. In dieser Zeit wird kein Patient operiert oder anderweitig behandelt. Und warum will der gierige Staat 19 Prozent Mehrwertsteuer für jedes Medizinprodukt kassieren?

Es ist das Geld der Versicherten und soll für Medikamente und medizinische Maßnahmen zur Heilung eingesetzt werden – nicht für das Wohl des Finanzministers. Die exzessiven bürokratischen Vorgaben des Gesetzgebers und der Krankenkassen müssen radikal auf zehn Prozent reduziert werden. Dann haben Ärzte mehr Zeit für Patienten, Krankenhäuser und Krankenkassen sparen eine Menge Geld der Versicherten und die Versicherten können niedrige Beiträge bezahlen. Und die Ärzte sind glücklicher, weil sie lieber am Patienten arbeiten als am PC Formulare auszufüllen.

Kurz-Interview mit Dr. Klaus Lang:

Ein Motto, ein Satz oder ein Zitat, das sich Ihnen besonders eingeprägt hat?

Dr. Klaus Lang: Meine Leitsätze: „Die Optimisten erobern die Welt.“ Und: „Man hat immer zwei Chancen: Die genutzten und die verpassten.“

Sie steigen in eine Zeitmaschine. Welches Ereignis der Geschichte würden Sie gerne miterleben und warum?

Dr. Klaus Lang: Den Start einer Raumfähre. Würde man mich heute Abend anrufen und mir mitteilen: Wollen Sie mit? Es ist in der Raumfähre ein Platz frei geworden, aber Sie müssen sich jetzt sofort entscheiden und Sie müssen dafür all Ihre Ersparnisse aufwenden: Ich würde es sofort tun.

Ihr Lieblingsplatz in der Region? Warum?

Dr. Klaus Lang: Im Sommer am Chiemsee auf das Wasser und die Alpen sehen. Dies und an der Loreley am Rhein zu sitzen war immer mein Traum, weil diese beiden Orte eine besondere Symbolkraft für mein Deutschland haben.

In welchem Film hätten Sie gerne in welcher Rolle mitgespielt?

Dr. Klaus Lang: Dafür habe ich leider kein Talent. Aber ich bin ein Fan von Clint Eastwood und Bruce Willis. Sie verkörpern immer den Maverick, den Underdog, häufig schräg, aber im Grunde immer ehrlich und mit „standing“. Auch wenn’s eins auf die Fresse gibt.

Wie bekommen Sie Politik und/oder Beruf/Familie unter einen Hut?

Dr. Klaus Lang: Schwierig. Arzt sein hat keine 40-Stunden-Woche und einen Wahlkampf führen auch nicht. Da kommt man an die Grenzen des Machbaren.

Ihr politisches Vorbild? Warum?

Dr. Klaus Lang: Generell respektiere ich Politiker, die authentisch sind und sich auch dann nicht verbiegen, wenn ihnen der Wind ins Gesicht bläst. Das gilt auch für Politiker aus Parteien, deren politische Schlussfolgerungen ich nicht teile. Aber solche Politiker zeigen etwas, was in den Altparteien kaum noch sichtbar ist: Charakter. Beliebigkeit – man könnte auch sagen Charakterlosigkeit – scheint bei den Altparteien zur Karrierevoraussetzung zu gehören.

Franz-Josef Strauß ist sicher einer der Politiker, die ihre Überzeugung nicht dem Zeitgeist verkauft haben – ebenso nicht Helmut Schmidt als es zum Beispiel um den Nato-Doppelbeschluss ging. Auch Sahrah Wagenknecht respektiere ich für ihr „standing“ in Bezug auf die absurden Anfeindungen aus ihrer eigenen Partei – auch wenn ich ganz bestimmt kein Freund des Kommunismus bin und unter ihrer Partei vor 1989 gelitten habe.

In meiner Partei gibt es viele, vor denen ich große Achtung habe, weil ich weiß, was sie an Diffamierungen aushalten müssen. Wir haben tolle Talente, Menschen mit Ausstrahlung, Intelligenz, Lebens- und Berufserfahrung.

Das unterscheidet uns von den Berufspolitikern der Roths, Göring-Eckardts, Kühnerts und Ziemiaks, die in der Regel ohne Schul- oder Berufsabschluss sind und sich normalerweise in den unteren Rängen der Bildungslosen auf dem Arbeitsamt wiederfänden. Ich möchte mir nicht von einem Schul- oder Berufsversager erklären oder vorschreiben lassen, wie ich zu leben oder zu arbeiten habe. Was will man auch an Qualität von solchen Leuten erwarten?

Stellen Sie sich vor, Sie könnten drei Dinge beschließen – und alle Staaten dieser Welt müssten sich daran halten. Was würden Sie tun?

Dr. Klaus Lang: 1. Volle juristische, finanzielle und strafrechtliche Verantwortungen für Entscheidungen der politischen Amtsinhaber auf allen Ebenen – auch über ihre Amtszeit hinaus.

2. Amtszeitbegrenzungen auf zwei Legislaturperioden mit gleichzeitigem Verbot, dies gesetzlich zu ändern, und sofortigem Amtsverlust, nur bei dem Versuch, dies zu tun.

3. Bezahlung von politischen Amtsinhabern anhand des durchschnittlichen Monatseinkommens der letzten drei Jahre. Damit entfiele jeglicher monetärer Anreiz auf ein politisches Amt.

Wen ertragen Sie nur mit Humor?

Frage nicht beantwortet..

Kommentare