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Sommerinterview: „Zukunftskurs für das Land“

Mühldorfer FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht gegen höhere Steuern

Sandra Bubendorfer-Licht (FDP)
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Sandra Bubendorfer-Licht (FDP)
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Mühldorf – Die Ampfingerin Sandra Bubendorfer-Licht rückte in dieser Legislaturperiode auf der FDP-Liste als Nachrückerin in den Deutschen Bundestag. Im Sommerinterview der OVB-Heimatzeitungen erklärt sie, dass sich Corona-Pandemie nicht für den Wahlkampf eignet. Sie fordert einen klaren Zukunftskurs für Deutschland und lehnt Steuererhöhungen ab.

Wie haben Sie sich als Oppositionsabgeordnete im Deutschen Bundestag gefühlt?

Sandra Bubendorfer-Licht: Die Aufgabe der Opposition ist von zentraler Bedeutung für unsere parlamentarische Demokratie. Dennoch ist es natürlich manchmal auch frustrierend, wenn man gute, durchdachte und vernünftige Vorschläge macht und die Regierungskoalition diese einzig und allein aus dem „Lagerdenken“ heraus ablehnt. Der Wettstreit um die besten Ideen ist gut für unser Land, es müssen sich aber auch die besten Ideen durchsetzen.

Wie können Sie Einfluss auf Entscheidungen einbringen, wenn es um den heimischen Wahlkreis geht?

Bubendorfer-Licht: Das ist die hohe Kunst der Politik. Durch viele Gespräche, Telefonate und die richtigen Ansprechpartner, auch in den Bundesministerien, kann man hier viel für den Wahlkreis schaffen. Etwas zu erreichen für meinen Wahlkreis, das motiviert mich jeden Tag!

Im OVB-Dossier finden Sie weitere Artikel zur Bundestagswahl 2021 aus regionaler Sicht.

Wie beurteilen Sie die Entscheidungen der Bundesregierung während der Corona-Pandemie?

Bubendorfer-Licht: Die Corona-Pandemie eignet sich nicht für den Wahlkampf. Deswegen haben wir als Freie Demokraten die ersten Entscheidungen damals 2020 auch alle mitgetragen. Es war für uns alle Stochern im Nebel der Unwissenheit. Die letzten Entscheidungen - besonders aber die Bundesnotbremse, haben gezeigt, dass die Bundesregierung nach und nach über das Ziel hinausgeschossen ist. 2021 hatten wir schon viel mehr Kenntnisse und Wissen über den Umgang mit dieser Pandemie und das hätte die Bundesregierung in ihren Entscheidungen mehr berücksichtigen müssen.

Lesen Sie auch: Innenstaatssekretär Stephan Mayer: „Finanzierung der Bahn in der Region gesichert“ (Plus-Artikel OVB-Online)

Waren die Einschränkungen der Bürgerrechte zu massiv?

Bubendorfer-Licht: Auf jeden Fall, darum gab es ja auch einige richtungsweisende Urteile dazu, nach denen die Regierungen Verordnungen nachbessern mussten. Der Schutz der Gesundheit ist ohne Frage ein sehr wichtiges Gut, aber auch Freiheit, Selbstbestimmung und das Demonstrationsrecht sind wichtige Rechtsgüter. In dieser Abwägung waren es stets die Freien Demokraten, die vor zu starken Ausschlägen bei den Eingriffen gewarnt haben.

Wenn die FDP an die Regierung kommen würde, welche Schwerpunkte würden Sie setzen?

Bubendorfer-Licht: Mir ist es wichtig, dass wir diesem Land wirklich wieder einen Zukunftskurs geben. In den letzten sechzehn Jahren war nicht alles schlecht, aber wir haben uns zu sehr auf das Verwalten des Status quo konzentriert. Jetzt müssen wir die Weichen Richtung Zukunft stellen.

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Dafür brauchen wir Mut. Ich bin überzeugt, dass aktuell nur die Freien Demokraten dazu in der Lage sind. Lassen sie mich ein konkretes Beispiel in meinem Bereich nennen. Ich bin für die FDP im Bereich Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz zuständig, einen Bereich, der sträflich vernachlässigt wurde und erst durch die Corona Krise wieder ins Bewusstsein kam. Jetzt stellt sich die Frage, vertrauen wir den Leuten das Innenministerium an, die es die letzten sechzehn Jahre nicht geschafft haben, wichtige Modernisierungsschritte zu machen oder wollen wir, dass jetzt wirklich mal etwas passiert? Die Entscheidung darüber haben die Wählerinnen und Wähler am 26. September.

Wie unterstützen Sie den Ausbau der ABS 38 In der Region?

Bubendorfer-Licht: Ich unterstütze diesen Ausbau mit voller Kraft. Ich bin ein Eisenbahnerkind und es ist für mich das Zukunftsprojekt in unserer Region im Verkehrsbereich. Ich bin dazu auch regelmäßig mit den Vertretern der Bahn im Austausch, führe Gespräche vor Ort und setze mich für die Umsetzung ein. Klar ist aber, dass es auch um Akzeptanz geht. Hier müssen wir noch mehr mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, die direkt betroffen sind, ins Gespräch gehen und für Bereitschaft werben. Dabei müssen wir auch die regionalen Gegebenheiten beachten. Mein Ziel wäre eine baldige Umsetzung!

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Auf welche Weise würden Sie und Ihre Partei den Staatshaushalt sanieren?

Bubendorfer-Licht: Uns muss klar sein, dass jede Steuererhöhung eine Sabotage am Aufschwung darstellt, den wir nun so dringend wieder brauchen. Das wird die nächste Regierung dazu zwingen, vernünftiger, verantwortungsvoller und nachhaltiger mit den Staatsfinanzen umzugehen. Es ist nicht das Geld der Politik, es ist das Geld der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land. Daher wäre es ein erster wichtiger Schritt, dass wir uns endlich von dem Gießkannenprinzip verabschieden. Was Olaf Scholz und die Bundesregierung in den letzten Jahren haushälterisch zu verantworten haben, das ist Raubbau an der Jugend.

Wo verbringt die FDP-Bundestagsabgeordnete Sandra Bubendorfer-Licht ihren Sommerurlaub?

Bubendorfer-Licht: Ich war mit meiner Familie für vier Tage auf meiner geliebten Insel Sizilien und ich bin dankbar, dass ich dieses kurze Zeitfenster nutzen konnte. Ansonsten bleibt dieses Jahr für einen längeren Urlaub - wie auch in den vergangenen Jahren - keine Zeit. Sollten sich freie Stunden oder einmal ein freier Tag ergeben, so werde ich diese Zeit gerne in unser wunderbaren Region verbringen und vielleicht auch einmal die ein oder andere Bergtour unternehmen.

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