Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Inzidenz stabil über 50

Bringt die 3-G-Regel den Impfzwang? Mühldorfs Landrat Heimerl beantwortet Corona-Fragen

In deutlich mehr als der Hälfte aller Gemeinden leben inzwischen wieder Menschen, die mit Corona infiziert sind. Schwerpunkte sind die Städte Mühldorf und Waldkraiburg.
+
In deutlich mehr als der Hälfte aller Gemeinden leben inzwischen wieder Menschen, die mit Corona infiziert sind. Schwerpunkte sind die Städte Mühldorf und Waldkraiburg.
Klicken Sie auf die Grafik für eine vollständige Darstellung.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
    schließen

Mühldorf – In den vergangenen Tagen lag der Corona-Inzidenzwert im Landkreis weit über 60. Weil er am Freitag (20. August) 60,4 betrug, gelten weiter Einschränkungen. Unter den Infizierten sind auch Geimpfte, ihre Zahl ist aber gering. Für ganz Bayern bezifferte Gesundheitsminister KIaus Holetschek deren Inzidenzwert auf 5,7. Zahlen für den Landkreis gibt es derzeit nicht.

Zugleich gibt es weiter viele Fragen zu Corona. Landrat Maximilian Heimerl hat die wichtigsten beantwortet.

Geimpfte stecken sich an: Bringt die Impfung gar nichts?

Maximilian Heimerl: Die Impfung schützt davor, schwer krank zu werden und ins Krankenhaus zu müssen. Keine Impfung schützt zu 100 Prozent vor einer Ansteckung. Deshalb kommt es auch bei vollständig Geimpften manchmal zu einer Infektion. Insgesamt geht das Robert-Koch-Institut aber von einer Wirksamkeit von 80 bis 90 Prozent aus. Das zeigt die Situation im Inn-Klinikum. In der dritten Welle war kein geimpfter Patient auf der Intensivstation. Auch derzeit sind alle Corona-Patienten im Inn-Klinikum nicht geimpft. Die Impfung ist der Weg zurück zur Normalität.

Lesen Sie auch: „Wir sind wieder die Deppen“: Das sagen Mühldorfer Wirte, Kinobetreiber, Friseure zur 3G-Regel

Wenn Geimpfte ansteckend sind, warum müssen sie sich nicht testen lassen?

Heimerl: Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass die Viruslast bei Personen, die sich trotz Impfung infizieren, stark reduziert und die Virusausscheidung verkürzt ist. Daher ist das Risiko einer Virusübertragung stark vermindert. Wenn im Umfeld Geimpfter Fälle auftreten, rät das Gesundheitsamt auch den Geimpften dazu, einen PCR-Test zum Schutz ihres Umfelds machen zu lassen.

Auch interessant: Festival in Kroatien als Corona-Treiber im Kreis Mühldorf: So kommt es zu den hohen Werten

Die Belastung der Klinik ist gering. Warum die Aufregung?

Heimerl: In den letzten Tagen befanden sich immer zwischen fünf und zehn Corona-Patienten zur Behandlung im Krankenhaus, teilweise auch auf der Intensivstation. Seit die Sieben-Tage-Inzidenz nach oben geht, steigt auch die Zahl stationär aufgenommener Corona-Patienten. Im Vergleich zum August 2020 steigen sowohl die Corona-Inzidenz als auch die Patientenzahlen im Inn-Klinikum früher und auch schneller.

Wieder verbessert: Zumindest im bayerischen Vergleich der Zweitimpfungen liegt der Landkreis wieder vorn.

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Sind die 3-G-Regeln und Kostenpflichtigkeit von Tests die Einführung eines Impfzwangs?

Heimerl: Bei geimpften und genesenen Menschen gibt es keinen Grund mehr sie in ihren Grundrechten zu beschneiden. Geimpfte haben durch die Impfung Verantwortung übernommen: für sich, für andere und für die Gesellschaft. Es ist nur gerecht, dass ungeimpfte Menschen auch Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen und sich vor Zusammenkünften aller Art testen lassen. Es ist nicht die Aufgabe der Gemeinschaft, die Kosten für diese Tests dauerhaft zu stemmen.

Lesen Sie auch: Corona-Zahlen in der Stadt Rosenheim explodieren – Experte Hierl: „Eine Katastrophe mit Ansage“

Kommentare