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GEMEINDERAT

Bis 2025 Schulden runter, Rücklagen rauf: Rattenkirchen beschließt Doppelhaushalt

Tendenz sinkend: Die Grafik zeigt die Entwicklung der Schulden der Gemeinde Rattenkirchen seit 2016. Die Finanzplanung (Fpl.) sieht vor, dass die Schulden bis 2025 auf eine halbe Million Euro zurückgehen. Gemeinde
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Tendenz sinkend: Die Grafik zeigt die Entwicklung der Schulden der Gemeinde Rattenkirchen seit 2016. Die Finanzplanung (Fpl.) sieht vor, dass die Schulden bis 2025 auf eine halbe Million Euro zurückgehen.

Nur im Jahr 2021 steigt der Schuldenstand der Gemeinde Rattenkirchen noch einmal an. Ansonsten ist die Tendenz sinkend. Über 1,5 Millionen Euro waren es noch 2016. Bis zum Jahr 2025 sollen die Schulden auf eine halbe Million abgebaut sein.

Rattenkirchen – In der Gemeinderatssitzung erläuterte Geschäftsstellenleiter und Kämmerer Thomas Ellinger die Zahlen für den Doppelhaushalt 2021/2022.

Volumen steigt über 2-Millionen-Marke

Weil die Bevölkerungszahl tendenziell steigt, ist auch für den Verwaltungshaushalt für 2021/2022 jeweils eine leichte Steigerung im Haushaltsvolumen eingeplant ist. 2020 waren es 1,941 Millionen Euro, 2021 sind es 1,96 Millionen, 2022 wird knapp die Zwei-Millionen-Marke überschritten.

„Kleine Delle“ im Vermögenshaushalt

Der Vermögenshaushalt hat eine kleine „Delle“ im Jahr 2021 mit 794 100 Euro nach 1,215 Millionen Euro im Vorjahr. Dies sei allerdings auch durch die Haushaltsreste aus dem Jahr 2020 bedingt. 2022 steigt der Vermögenshaushalt wieder auf das Niveau von 2020.

Wichtigste Einnahmequelle: Einkommenssteuer

Wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde bleibt unverändert die Einkommenssteuer mit 612 000 Euro im Jahr 2021 und 643 000 Euro im Jahr 2022. Im Vorjahr betrug sie 583 000 Euro. Für sie und für die Umsatzsteuereinnahmen wurden die Ergebnisse der Steuerschätzung des Bayerischen Finanzministeriums zugrunde gelegt. Für die Summe aller Einnahmen – auch die Gewerbesteuer trägt zum Beispiel einen großen Teil bei – wurde allerdings mit einem leicht rückläufigen Ergebnis geplant, da die Verwaltung aufgrund der Corona-Pandemie nicht davon ausgeht, dass das Niveau gehalten werden kann.

Keine neuen Kredite nötig

Bei den Ausgaben hat die Kämmerei die Mehrausgaben in der Kinderbetreuung durch die Verzögerung beim Kita-Bau eingeplant.

Beim Vermögenshaushalt zeigt sich, dass auch in Corona-Zeiten in Rattenkirchen keine neuen Kredite aufgenommen werden müssen. Bei den Einnahmen sind beispielsweise Zuschüsse für den Neubau der Kinderkrippe (2021: 77 000 Euro, 2022: 433 000 Euro), für das Dorferneuerungsprojekt R.A.T.T.E.N. (2021: 70 900 Euro) und für die Sanierungsmaßnahmen am Kagnbach (2021: 18 700 Euro) eingeplant.

Großer Grundstückserwerb für neues Gewerbegebiet

Bei den Ausgaben des Vermögenshaushaltes ist ab 2021 für zehn Jahre jährlich ein Betrag von 450 000 Euro für die Abzahlung eines größeren Grundstückserwerbs geplant – hier geht es um ein Grundstück für ein mögliches neues Gewerbegebiet. Auch die Kosten für eine PV-Anlage auf dem Bürgerhaus-Dach sind einkalkuliert.

Die Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt wird in den Jahren 2021 bis 2023 nicht erreicht, was im Wesentlichen an pandemiebedingt zurückgehenden Steuereinnahmen bei gleichzeitig starkem Anstieg der Kreisumlage liegt, die die Gemeinde zahlen muss. Es stehen jedoch ausreichend Einnahmen zur Tilgung von Krediten zum Beispiel aus Veräußerung von Grundstücken, Rücklagenentnahmen und Zuweisungen und Zuschüssen zur Verfügung.

Dank Rücklagen kann Gemeinde Zahlungsverpflichtungen nachkommen

Die dauernde Leistungsfähigkeit der Kommune wird laut Verwaltung im Jahr 2021 noch knapp negativ beurteilt, fällt aber schon ab 2022 wieder positiv aus. Aufgrund der hohen Rücklagen kann die Gemeinde ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen.

Das Ziel: Bis 2025 wieder 3,7 Millionen Euro Rücklagen

Die allgemeine Rücklage der Gemeinde betrug zum 31. Dezember 2020 gut 621 000 Euro. Durch Entnahmen wird sie 2021 auf 386 200 Euro und 2022 auf 21 300 Euro sinken. Die Mindestrücklage wird damit noch eingehalten. Durch den Verkauf gewerblicher Grundstücke will die Gemeinde die Rücklage bis 2025 sukzessive wieder bis auf 3,7 Millionen Euro aufbauen.

Die Schulden der Gemeinde Rattenkirchen entwickeln sich insgesamt positiv, wenn auch im Jahr 2021 zunächst ein Anstieg von 878 000 Euro auf 1.02 Millionen zu verzeichnen ist. Laut der Finanzplanung für die kommenden Jahre soll die Verschuldung insgesamt auf gut 500 000€ im Jahr 2025 sinken.

Keine neuen Kredite notwendig

Bürgermeister Rainer Greilmeier ist stolz darauf, dass trotz Corona und großer Projekte in den nächsten beiden Jahren keine zusätzlichen Kredite nötig sind. „Jammern kann man immer, aber Rattenkirchen geht es nicht schlecht“, so Greilmeier. Auch die Gemeinderäte sind überzeugt, dass der Doppelhaushalt „solide, konservativ und mit Puffer“ geplant ist. Einstimmig beschlossen sie den Haushalt in allen Teilen.

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