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In Mühldorf und Altötting

Biennale Bavaria: So sehen die Pläne fürs Heimatfilmfestival 2023 aus

Mehr Begegnungen mit Schauspielerinnen und Regisseuren: Heimatfilm-Chef Günther Knoblauch mit Johanna Bittenbinder und Marcus H. Rosenmüller (von rechts) bei der Eröffnung des Heimatfilmfestivals 2021.
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Mehr Begegnungen mit Schauspielerinnen und Regisseuren: Heimatfilm-Chef Günther Knoblauch mit Johanna Bittenbinder und Marcus H. Rosenmüller (von rechts) bei der Eröffnung des Heimatfilmfestivals 2021.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Die Pläne für die zweite Auflage des Heimatfilmfestivals Biennale Bavaria in der Region werden konkreter. Wir verraten die Details.

Mühldorf – Bei einem Workshop entwickelten die Aktiven des Heimatfilm-Vereins Ideen, wie sie die Biennale Bavaria 2023 weiter entwickeln können.

Festival-Chef Günther Knoblauch sag nach der Tagung: „Das ist jetzt der zweite Schritt, den wir gehen wollen.“ Im ersten Schritt beim Festival im vergangenen Jahr sei es darum gegangen, die Biennale bekanntzumachen. Das, sagt Knoblauch, sei gelungen. Jetzt geht es vor allem um eins: mehr Zuschauer. Knoblauch gibt bei aller Euphorie über den Auftakt 2021 zu: „Wir hatten nicht die Besucherzahlen, die wir uns gewünscht hätten.“

Trostberg und Haag sind raus

Dagegen sollen einige Maßnahmen helfen. So sei es das erklärte Ziel, das Festival als Festival in den Orten besser zu verankern. „Die Festivalstimmung muss spürbarer werden“, sagt Knoblauch. „Die Frage ist: Wie bringen wir die Leute aus der Region in die Kinos.“

Obwohl die Zuschauerzahlen hinter den Erwartungen lagen, ist Knoblauch nicht unzufrieden. Für eine erste Auflage des Festivals sei der Besuch akzeptabel, hätten Vertreter der Kinobranche gesagt. Auch der Einfluss von Corona dürfe nicht vergessen werden.

Besondere Veranstaltungen in jedem Ort

In jedem Ort wird es eine besondere Veranstaltung geben, die Knoblauch neudeutsch „Highlightveranstaltung“ nennt. Das soll ein „Highlightfilm“ samt Empfang sein, der ruhig auch aus dem Bereich des Mainstreamkinos kommen darf. Im vergangenen Jahr war das vor allem der Beckenrandsheriff, der als Auftakt das Mühldorfer Kino bis auf den letzten Platz füllte und Regisseur und Schauspieler in die Stadt brachte. Überhaupt soll es mehr Filme geben, die „sehr unterhaltsam“ sind.

Dazu soll es mehr Gespräche nach den Filmen geben, wenn möglich mit Regisseuren und Schauspielern. „Wir wollen nicht bloß Filme zeigen, sondern zum Reden und Nachdenken animieren“, sagt Knoblauch. Geplant ist ein Nachwuchsfilmertreffen und ein Schwerpunkt Dokumentarfilm zu aktuellen Themen. Außer den Vorführungen für Schulen sollen alle Filme abends laufen.

Rahmenprogramm läuft vor dem Festival

Das Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden soll im nächsten Jahr vor dem eigentlichen Festival laufen. „Sonst kommen wir zu stark in Konkurrenz“, beschreibt Knoblauch die Erfahrung von 2021.

Die Mitglieder von Vereinen will Knoblauch gewinnen und zugleich ehrenamtliches Engagement belohnen, indem Vereine ihren Mitgliedern ermäßigte Preise anbieten können oder Treffen mit Schauspielern. „So eine Art Vereinsausflug ins Kino.“

Haag und Trostberg nicht mehr dabei

Zwei Orte aus dem vergangenen Jahr werden 2023 nicht mehr dabei, sie wollen ein Jahr pausieren. In Haag soll im Zehentstadl ein Kino eingebaut werden, Trostberg ist mit der gleichzeitig laufenden Kulturmeile mit voraussichtlich über 30 Veranstaltungen beschäftigt. Laut Knoblauch wollen die beiden Gemeinden aber danach wieder einsteigen.

Keine finanziellen Auswirkungen

Finanziell schränkt der Ausstieg Haags und Trostbergs das Festival nicht ein. Die Zusagen der anderen Kommunen, der Landkreise Altötting und Mühldorf, von Sponsoren und Preisstiftern zur Finanzierung gebe es bereits, auch um Fördergeld kümmere sich der Verein Biennale Bavaria. Die Kosten fürs Festival 2023 schätzt Knoblauch auf 400 000 Euro.

Bis Dezember soll das Programm mit 40 bis 50 Filmen feststehen, dazu kommen etwa 20 Kulturveranstaltungen. Vom 24. bis 30. April 2023 soll die Biennale Bavaria dann über die Leinwände in Altötting, Burghausen, Mühldorf und Wasserburg laufen.

Besonders positiv bewertet Knoblauch die Angebote der Biennale für Schulen. „Die Schüler waren begeistert“, berichtet er von vielen gut besuchten Vorstellungen in den heimischen Kinos. Die Kinder und Jugendlichen hätten bemerkt, dass Kino mehr ist als ein Action-Film von Marvel. „Das hätten wir uns sonst nicht angeschaut“, zitiert Knoblauch die Reaktion von Schülern.

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