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Feuchtlandschaften sind letzte Rückzugsgebiete für Fische und Amphibien

Biber wirken in Mühldorf Austrocknung entgegen

Indem der Biber Dämme baut, schenkt er anderen Tieren Lebensraum.
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Indem der Biber Dämme baut, schenkt er anderen Tieren Lebensraum.

Der Biber schafft Gewässern den Raum, den sie früher hatten und den sie brauchen, um das Wasser in der Landschaft zu halten. Viele Tiere profitieren davon.

Mühldorf – Auch im Landkreis Mühldorf sind aufgrund wochenlang anhaltender Hitze und fehlendem Niederschlag kleine Fließgewässer dem Austrocknen nahe – mit fatalen Konsequenzen für Tiere dieser Lebensräume. Vom Biber geschaffene Feuchtlandschaften sind nun oft letzte Rückzugsgebiete für Fische, Amphibien oder Libellenlarven.

Der Bund Naturschutz schlägt Alarm: Nach einem nassen Frühjahr wird derzeit in der Natur das Wasser knapp. „Auch im Landkreis Mühldorf sitzen Frösche, Libellen und jetzt sogar Fische auf dem Trockenen“, stellt Andreas Zahn, Vorsitzender der Kreisgruppe, fest. Doch seit jeher ist ein tierischer Wasserwart im Einsatz, der es versteht, mit dem zur Verfügung stehenden Wasser optimal zu haushalten.

„Der Biber baut Dämme, die das Wasser zurückhalten, und schafft so wasserreiche Lebensräume, ohne uns diese Leistung in Rechnung zu stellen“, betont Zahn. Im Landkreis Mühldorf ist das Isental ein prominentes Beispiel: Über den Biberstauteichen fliegen seltene Libellen, im Umfeld bleibt der Boden feucht, wovon auch Tiere und Pflanzen profitieren, die nicht im Wasser leben.

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Der Biber schafft den Gewässern Raum, den sie früher hatten und den sie brauchen, um das Wasser in der Landschaft zu halten. Gerade in den Sommermonaten haben Biber oft den Wasserstand mittels Biberdämmen vor ihren zahlreichen Wohn- und Ruhestätten etwas mehr als üblich erhöht, denn die vor wenigen Wochen zur Welt gekommenen Biberbabys benötigen nun besonders hohen Schutz sowie optimale Voraussetzungen, um bei Gefahr abtauchen zu können.

„Dort, wo das Wasser jetzt über die Ufer tritt, verteilt es sich in mehreren Kleinstwasserarmen in der angrenzenden Landschaft. Dort entstehen nicht nur Lebensräume, sondern auch das Grundwasser wird angereichert, denn ein Teil des Wassers versickert im Boden. In entwässerten Moorgebieten ist der Biber mittlerweile ein zentraler Partner für die Grundwasseranhebung, die für Klima- und Naturschutz nötig ist“, so Zahn.

Im landwirtschaftlichen Umfeld können Biberstaue aber auch die Bearbeitung der Flächen erschweren. Hierfür gibt es Hilfe durch das Bayerische Bibermanagement und als Ansprechpartner die Unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern.

Sie werden unterstützt durch ehrenamtliche Biberberater in ganz Bayern und informieren über den Biber und seine Lebensweise sowie die Möglichkeiten, wie die Menschen mit dem Biber gemeinsam leben können. Informationen gibt das Landratsamt unter www.lra-mue.de. re/PW

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