Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Bauprojekt in Schönberg

Bezahlbarer Wohnraum mit Alpenblick: Schönberg kann für Wohnprojekt hohe Zuschüsse abgreifen

Wohnraum für einkommensschwächere Paare und Familien schafft die Gemeinde Schönberg gerade. „Bei klarem Wetter mit bester Aussicht auf die Berge“, sagt Bürgermeister Alfred Lantenhammer beim Ortstermin.
+
Wohnraum für einkommensschwächere Paare und Familien schafft die Gemeinde Schönberg gerade. „Bei klarem Wetter mit bester Aussicht auf die Berge“, sagt Bürgermeister Alfred Lantenhammer beim Ortstermin.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
    schließen

Die Grundstückspreise schießen in die Höhe. Wohnraum wird immer teurer. Eigentum kann sich kaum jemand noch leisten. Dem wirkt die Gemeinde Schönberg aber entgegen. Sie investiert gerade sehr viel Geld in Immobilien und Infrastruktur und kann im Rahmen eines Wohnbauprogrammes hohe Zuschüsse abgreifen.

Schönberg – 400 000 Euro sind es für die Kläranlage und 2,2 Millionen Euro für den Kindergartenanbau. Das größte Projekt allerdings nimmt die Gemeinde für Wohnraum und Feuerwehr in Angriff: 3,5 Millionen Euro fließen in den Bau des neuen Feuerwehrhauses, das auch bezahlbaren Wohnraum beinhalten wird. Acht Wohnungen werden es sein. „Mit bestem Blick auf die Alpen – wenn es nicht gerade regnet“, freut sich der Bürgermeister beim Rundgang durch den Rohbau, der an der Stelle des ehemaligen Raiffeisenlagerhauses steht.

Immobilie soll im Herbst 2022 bezugsfertig sein

Ende nächsten Jahres, im Herbst 2022, soll die Immobilie bezugsfertig sein. „Sie soll Wohnraum schaffen für einkommensschwächere Haushalte“, erklärt Lantenhammer die Idee hinter der Kombilösung von Feuerwehrhaus und Wohnraum, für die die Gemeinde stattliche Zuschüsse erhält.

Schönberg darf eine Fördersumme von 1,2 Millionen Euro erwarten

Denn die Regierung von Oberbayern hat dafür Fördergelder in Höhe von 1,2 Millionen Euro bewilligt. „Davon werden 717 800 Euro als Zuschüsse ausbezahlt und 487 200 Euro als zinsgünstige Förderdarlehen angeboten“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Regierung. Die Gesamtkosten der Wohnungsbaumaßnahme belaufen sich auf 2,39 Millionen Euro. Das Feuerwehrhaus wird mit rund 1,11 Millionen Euro beziffert, hier sind 115 500 Euro an Zuschüssen zu erwarten.

Auch interessant: Mangel an Sozialwohnungen – Kein Ende in Sicht

Barrierefrei und günstig

Das Projekt biete ein breites Wohnungsangebot an Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, heißt es seitens der Regierung, und es richte sich an Paare, Alleinerziehende und Familien. „Alle Wohnungen sind über einen Aufzug erreichbar und barrierefrei gestaltet“, erklärt Lantenhammer beim Ortstermin zu den 53 bis 101 Quadratmeter großen Wohnungen. Somit seien sie sowohl für Senioren als auch für Personen geeignet, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

Gebäude wird klimaneutral beheizt

Worauf das Schönberger Gemeindeoberhaupt besonders stolz ist: Alle Wohnungen werden den höchsten KfW-Standard erfüllen. „Das Gebäude wird mit Ökostrom versorgt und klimaneutral beheizt.“ Letzteres liege daran, dass sich die Gemeinde schon frühzeitig Gedanken um die Versorgung der Gemeinde mit Fernwärme gemacht hat, von der schon längere Zeit das Gewerbegebiet profitiere.

Berichte aus Schönberg lesen Sie auch hier.

Hohe Energieeffizienz spült Geld in die Kasse

Weil die Gemeinde hohe Anforderungen an die Energieeffizienz des Gebäudes stellt, kommt sie in den Genuss hoher Tilgungszuschüsse. Für den Bau des Feuerwehrhauses sind knapp 15 000 Euro zu erwarten. Pro Wohnung sind es rund 24 000 Euro, insgesamt also 192 000 Euro.

Lesen Sie dazu auch: In Mühldorf kostet der Quadratmeter Grund inzwischen 650 Euro

Schönberg muss „Nur„ noch 1,46 Millionen Euro selbst aufbringen

Das alles deckt natürlich nicht die komplette Investition ab. Der Gemeinde Schönberg verbleiben rund 1,46 Millionen Euro, die sie aus eigener Tasche finanzieren muss. Lantenhammer muss also tief in die Rücklagen greifen, um die Investition zu tätigen, kann dabei aber auf ein Polster in Höhe von rund einer Million zurückgreifen.

Lesen Sie dazu auch: „Maybe Banksy“? Unbekannte malen Zebrastreifen auf Staatsstraße in Burgrain

Miete orientiert sich an ortsübliche Preise

„Die Investition wird sich wohl in rund 25 Jahren amortisiert haben“, rechnet der Bürgermeister vor. Er betont dabei, dass die Miete, die sich an die ortsüblichen Preise orientieren soll, bei 7,50 Euro pro Quadratmeter liegen soll. „Wir haben noch nicht die Werbetrommel gerührt, haben aber bereits vier Interessenten“, sagt Lantenhammer, der betont, dass die Wohnungen nicht alleine für Schönberger bestimmt seien.

Auch interessant: StiKo empfiehlt Auffrischungsimpfung für über 70-Jährige - Gelten Testverweigerer an Schulen künftig als Schwänzer?

Quadratmeterpreis liegt bei 7,50 Euro

Im Jahr 2021 stehen der Regierung von Oberbayern im Kommunalen Wohnraumförderprogramm bislang 150 Millionen Euro für Zuschüsse aus Mitteln des Freistaates Bayern sowie Darlehen der Landesbodenkreditanstalt zur Verfügung. Mit dem Förderprogramm, das Anfang 2016 gestartet wurde, werden Städte und Gemeinden bei der Schaffung von angemessenem und bezahlbarem Wohnraum unterstützt, heißt es im Schreiben der Regierung.

Andere Bürgermeister sind bereits neugierig geworden

Es handelt sich um eine Initiative, das nicht nur das Interesse Schönbergs geweckt hatte. Lantenhammer berichtet davon, dass sich schon Bürgermeister anderer Landkreisgemeinden bei ihm gemeldet hätten, um sich zu informieren.

Mehr zum Thema

Kommentare