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Preisverleihung in Altötting

Biennale Bavaria International: Kür des „Neuen Heimatfilms International“ mit königlichem Besuch

Die Preisträger in der Kategorie Spielfilm, von links: York Fabian Rabe, Klaus Perchtold von McDonalds und Eric Golub.Huckemeyer
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Die Preisträger in der Kategorie Spielfilm, von links: York Fabian Rabe, Klaus Perchtold von McDonalds und Eric Golub.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Mit Almenrausch und Edelweiß hatte das Festival des Neuen Heimatfilms nichts zu tun, das am Samstag im Kultur- & Kongress Forum in Altötting seinen Abschluss fand. Vier gläserne Damen, getauft auf den Namen Saphira, warteten auf die Preisträger aus der Kategorie „Neuer Heimatfilm International“.

Mühldorf/Altötting – Idee und Gestalt für die Skulptur lieferte Verena Stuhlreiter. Glasbläsermeister Sigi Franz verwandelte die Skulptur in eine elegante gläserne Figur. Der Filmpreis der Biennale Bavaria International wurde in den Kategorien Spielfilm, Dokumentation, Kinder- und Jugendfilm sowie Newcomer/Intependent vergeben.

Außenminister feiert Schirmherr-Debüt

Ulla Müller und Fritz Egner vom Bayerischen Rundfunk moderierten den Abend. Die Moderatorin kündigte gleich zu Beginn der Veranstaltung, die im Rahmen der „Biennale Bavaria“ stattfand, einen großen Europäer an und meinte damit Jean Asselborn, Außenminister von Luxemburg und Schirmherr der Biennale Bavaria. Der Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten, für Immigration und Asyl gestand, in seinem politischen Leben schon viel gemacht zu haben, Schirmherr sei er bisher aber noch nie gewesen.

Der Stammeskönig der Ewe in Ghana zu Gast in Mühldorf: Céphas Bansah.

Dokumentarfilm über ein Volk aus Ghana

Für Asselborn bedeutet der Begriff Heimat das Bündeln von kulturellen Erfahrungen. Heimat sei Raum für Geborgenheit und Sicherheit. „Es weckt auch die Neugierde nach anderen Heimatbegriffen, die Menschen zusammenbringt und nicht ausschließt“, betonte Asselborn. Er bezeichnete in seinem Grußwort Günther Knoblauch, den Vorsitzenden des Vereins Internationales Festival des Neuen Heimatfilms, als einen wahren Freund.

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Damit der Ehre nicht genug, Knoblauch wurde als Initiator des Festivals von vielen Seiten hoch gelobt. Stephan Antwerpen, Bürgermeister von Altötting sprach davon, dass Knoblauch ein Energiebündel sowie der Motor des Festivals sei.

Bevor es zur Preisverleihung ging, kündigte Fritz Egner einen königlichen Gast an. In der Tat erschien der aus Ghana stammende König Céphas Bansah. Seine Hoheit lebt jedoch in Ludwigshafen. Über den Stammeskönig für das Volk der Ewe wurde ein Dokumentarfilm mit dem Titel „König Bansah und seine Tochter“ gedreht, der bei den Hofer und Biberacher Filmtagen als Gewinner hervorging.

Die Sieger im Überblick

Bei der Preisverleihung in Altötting starteten die Moderatoren mit dem Bereich Kinder- und Jugendfilm. Dabei handelt es sich um einen mit 5000 Euro notierten Publikumspreis. „Das Glaszimmer“, ein Film der 1945, kurz vor dem Kriegsende spielt, machte dabei das Rennen. Regisseur und Drehbuchautor Christian Lerch lässt in dem Werk erkennen, dass Familie und Freundschaft wichtiger sind als jegliche Ideologie. Den Preis stiftete Hans Steindl, ehemaliger Bürgermeister von Burghausen. In Vertretung überreichte der amtierende Rathauschef Florian Schneider die gläserne Saphira an Christian Lerch.

Mit „Bier“ Sieger bei den Necomern

In der Kategorie Newcomer/Independent setzte sich der Film „Bier“ an die Spitze. Der beste Film, der je gebraut wurde, hieß es da. Friedrich Mosers Film öffnet dabei den Blick in eine Welt direkt vor unserer Nase, über die man sich sonst selten Gedanken macht. Die OMV Deutschland GmbH stiftete den mit 5000 Euro notierten Publikumspreis.

Zwei gute Freunde: Schirmherr Jean Asselborn (links) und Günther Knoblauch.

Weil Friedrich Moser krankheitsbedingt fehlte, übergab Dr. Robert Lackner von der OMV die Skulptur an Joachim Kurz, den Kurator Neuer Heimatfilm unterwegs/Biennale Bavaria International.

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„Honeyland“ – sinnlich und poetisch über bedrohte Lebensräume

In der Kategorie Dokumentarfilme bestimmte eine Jury den ersten Platz. Auf dem Siegertreppchen landete der Film „Honeyland“. Dabei gelingt es Regisseur Ljubo Stefanov auf sinnliche und poetische Weise von bedrohten Lebensräumen zu erzählen. Den 10 000 Euro-Preis stiftete die Nutz GmbH, die bei der Preisverleihung durch Christian Gruber vertreten wurde.

York-Fabian Rabe überzeugt mit Spielfilm

York-Fabian Rabe räumte in der Kategorie Spielfilm ab. Der Regisseur von „Borga“ nahm mit seinem „Social Producer“ Eric Golub den 10.000-Euro-Preis entgegen. Borga nennt man in Ghana junge Männer, die es im Ausland zu Wohlstand gebracht haben. Der Streifen handelt von zwei Brüdern, die nahe einer Elektroschrottdeponie aufwachsen. Jahre später bietet sich für einen der Brüder die Gelegenheit, nach Deutschland zu gehen um dort selbst ein Borga zu werden. Als Preisstifter tritt hier die Heinritzi Betriebs GmbH (McDonald’s) in Erscheinung. Klaus Perchtold übergab die Saphira an Rabe und Golub. Für den musikalischen Rahmen des glanzvollen Abends waren Die Springer feat. Mike Kraus zuständig.

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