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Ein Bauhof für zwei Gemeinden

Der Bauhof in Buchbachgleicht eher einer Baracke als einem modernen Dienstleistungsbetrieb. Bei der Gründung eines Zweckverbandes könnte der etwas modernere Schwindegger Bauhof für die Anforderungen der Zukunft ertüchtigt werden. Dort steht auch ein größeres Grundstück zur Verfügung.  Schwarz
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Der Bauhof in Buchbachgleicht eher einer Baracke als einem modernen Dienstleistungsbetrieb. Bei der Gründung eines Zweckverbandes könnte der etwas modernere Schwindegger Bauhof für die Anforderungen der Zukunft ertüchtigt werden. Dort steht auch ein größeres Grundstück zur Verfügung. Schwarz

Die beiden Bauhöfe der Gemeinden Schwindegg und Buchbach sollen zusammengelegt werden. Das war das Ergebnis einer Studie, die die Gemeinden bei der Akademie für Verwaltungsmanagement in Auftrag gegeben haben.

Schwindegg/Buchbach – Das Konzept wurde den beteiligten Gemeinden in einer gesonderten Sitzung vorgestellt. Die Akademie beurteilt die Zusammenarbeit grundsätzlich als sinnvoll, als wirtschaftlich durchführbar, und für beide Gemeinden finanziell und auch fachlich gewinnbringend.

Auch die Mitarbeiter der Bauhöfe wurden bereits informiert. Bei der August-Sitzung des Marktgemeinderates Buchbach sprachen sich die Mitarbeiter des dortigen Bauhofs vehement dafür aus. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++ Beim Buchbacher Bauhof sind seit rund 30 Jahren nur noch Schönheitsreparaturen gemacht worden, sagte Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang (CSU/Parteifreie/Wahlvorschlag Ranoldsberg); Sozialräume und Büros seien dringend sanierungsbedürftig, das Wort „Baracken“ fiel bei der Aussprache. Einwang machte zudem deutlich, dass sie, wenn sich hier nichts ändern sollte, Probleme bekommen werden, jüngere Mitarbeiter zu halten beziehungsweise neue Mitarbeiter zu finden.

Zweckverband soll die Zusammenarbeit der Gemeinden regeln

Die beiden Gemeinderäte hatten nun die Aufgabe, in ihren August-Sitzungen die nächsten Schritte in die Wege zu leiten. So hatten die Verwaltungen in Zusammenarbeit mit der Rechtsaufsicht den Entwurf für eine Zweckverbandssatzung ausgearbeitet. Darin ist unter anderem geregelt, dass beide Gemeinden gleichberechtigte Mitglieder des Zweckverbandes sind und der Vorsitz bei der Zweckverbandsversammlung alle zwei Jahre wechselt. Beide Gemeinden bringen ihre Bauhöfe in den Zweckverband ein, die Bauhofmitarbeiter werden alle übernommen. Alle Fahrzeuge und Maschinen werden ebenfalls eingebracht. Dabei muss die Gemeinde einen finanziellen Ausgleich bezahlen, die weniger einbringen kann. Hierbei könnte analog zu der Mietberechnung Schulverband/Schulgebäude nach einer Empfehlung des Prüfungsverbandes vorgegangen werden.

Frage nach den Synergieeffekten

Die Abrechnung der Bauhofleistungen erfolgt über die Gemeindeverwaltung Schwindegg. Zudem müssen ein bautechnisches Grobkonzept und ein Abrechnungsgrobkonzept erstellt werden sowie eine steuerliche Betrachtung.

Während der Schwindegger Gemeinderat einstimmig beschloss, auf der Basis der von der Bayerischen Akademie für Verwaltungsmanagement ausgearbeiteten Gesamtkonzeption mit dem Markt Buchbach eine Bauhofkooperation einzugehen, bestand bei den Buchbacher Marktgemeinderäten noch einiger Redebedarf.

So sah sich Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Kammerer (Freie Wähler Buchbach) „noch nicht entscheidungsbereit“. Er wollte das 66-seitige Konzept in einer Sondersitzung noch einmal besprechen, dort auftauchende Fragen sammeln und erst nach deren Beantwortung weiterentscheiden. Wilhelm Fischer (CSU/Parteifreie) monierte, dass in dem Konzept zwar immer wieder von Synergieeffekten die Rede sei, er aber wenige erkennen könne. Für ihn sind am Ende des Tages die Kosten entscheidend. Daraus leitet er dann ab, ob man mit der Gründung des Zweckverbandes tatsächlich etwas spart oder nicht.

Dazu meinte Josef Genzinger trocken, dass die Gemeinde in Sachen Bauhof „ja nix hat“. Daher ist es für ihn logisch, dass die Marktgemeinde „sicher viel Geld bezahlen muss“. Das muss sie aber auch, wenn der Zweckverband nicht zustande kommt.

Ohne Zweckverband muss Buchbach rund 3,4 Millionen Euro investieren

Bürgermeister Einwang präsentierte eine Beispielrechung, wonach die Marktgemeinde in den nächsten zehn Jahren rund 3,4 Millionen Euro in Bauhofgebäude und Geräte investieren müsste. Manfred Kroha regte an, dass man „heute die Verwaltung mit dem Weiterarbeiten beauftragen sollte, damit wir weiterkommen“. Bürgermeister Einwang ergänzte, dass eine Arbeitsgruppe den weiteren Prozess begleiten sollte.

Dem Vorschlag schloss sich der Marktgemeinderat einstimmig an. Buchbachs Bürgermeister Thomas Einwang ergänzte, dass man das Ziel habe, bis zum Ende des Jahres etwas Zählbares zu haben, betonte aber: „Hier geht Genauigkeit vor Schnelligkeit“.

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