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Barmherzig sein mit sich und den Mitmenschen

Ruth Nun
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Ruth Nun

Ich grüße die Leserinnen und Leser des Mühldorfer Anzeigers ganz herzlich aus der Evangelischen Kirchengemeinde Haag.

Die Antwort auf die Frage nach dem wichtigsten Ereignis des vergangenen Jahres fällt mir leicht, es ist allerdings etwas Privates: Ich habe ein zweites Enkelkind bekommen und bin zutiefst dankbar für dieses Geschenk, das Wunder der Schöpfung so hautnah miterleben zu dürfen. Inzwischen ist der Kleine sieben Monate alt. Wie hat er sich entwickelt, was hat er alles gelernt? Man kann nur immer wieder staunen.

Die wichtigste Aufgabe für das neue Jahr ist aber natürlich beruflicher Natur. Wie kann es gelingen, die frohe Botschaft der Nähe Gottes laut hörbar zu machen, wenn so vieles noch eine Weile nicht möglich sein wird, was bisher unser fröhliches Miteinander in der Kirchengemeinde ausgemacht hat? So viele Menschen vereinsamen durch die Kontaktbeschränkungen, andere stehen am Rande der Erschöpfung, weil die Anforderungen ständig steigen und Erholungspausen nicht möglich sind. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, an den Trost und die Kraftquelle des Glaubens zu erinnern. Ich habe in unserer Kirchengemeinde viele engagierte Haupt- und Ehrenamtliche. Mit ihnen zusammen will ich da nach kreativen Lösungen suchen.

Für meinen Neujahrswunsch möchte ich die Jahreslosung für 2021. Es wird von einer Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft ein Bibelvers ausgesucht, der wie ein Motto über dem neuen Jahr stehen und uns begleiten soll. 2021 ist die Jahreslosung das Wort Jesu: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Barmherzigkeit – ein inzwischen selten gebrauchtes, aber wohltuendes Wort. Genau das brauchen wir in diesen merkwürdigen Zeiten. Nicht jeden Fehler immer wieder ans Licht zerren, den Finger in die Wunde bohren. Nein, freundlich und verständnisvoll, eben barmherzig sollen wir sein – mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen, mit Andersdenkenden, mit den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft. Ich wünsche uns allen ein Jahr voller Barmherzigkeit – Gott schenkt sie uns.

Ruth Nun ist evangelische Pfarrerin in Haag.

Corona ist nicht nur der Name der Pandemie, die die Welt in Atem hält. So heißt auch die Schutzheilige des Geldes, der man auch Kompetenzen in der Bekämpfung von Unwetter und Seuchen zuschreibt. Der Märtyrerin ist in Unterzarnham bei Unterreit seit dem 14. Jahrhundert die kleine Corona-Kirche gewidmet.

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