Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


MÜHLDORFER KREISTAG

Bahnübergang in Weidenbach wird zum Politikum

Die Bahnüberführung „Am Brühl“ in Weidenbach soll geschlossen und die Mittel für einen Neubau an anderer Stelle wieder verwendet werden.
+
Die Bahnüberführung „Am Brühl“ in Weidenbach soll geschlossen und die Mittel für einen Neubau an anderer Stelle wieder verwendet werden.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
    schließen

Welcher Bahnübergang im Weidenbach zum Tragen kommt ist noch nicht geklärt. Es werd eine politische Entscheidung werden, ob der Bahnübergang „Am Brühl“ geschlossen wird und ein neuer Bahnübergang an der Stelle des bisher höhengeichen Übergangs erstellt wird. Ob die Kosten zwischen beiden Maßnahmen verrechnet werden dürfen, ist noch offen.

Mühldorf – Der Kreistag hat sich in seiner jüngsten Sitzung dem Votum des Bauausschusses über den Bahnübergang östlich von Weidenbach angeschlossen und die Vereinbarung über die Eisenbahnkreuzungsmaßnahme bis zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens und den Vorliegen des Endergebnisses zurückgestellt. Mit 53:1 Stimmen sprachen sich die Kreistagsmitglieder für diese Lösung aus.

Keine höhengleiche Bahnübergänge

Der höhengleiche Bahnübergang bei Weidenbach im Gemeindegebiet Heldenstein soll im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus und der Elektrifizierung im Rahmen der ABS 38 stattfinden. Die von der Bahn geplante Geschwindigkeit der Züge läßt einen höhengleichen Bahnübergang nicht mehr zu.

Der Kreistag hatte sich 2017 auf eine Lösung mit dem Neubau einer Baxchbrücke und einer bahnparallele Kreisstraßenführung entlang der Strecke Richtung Osten entschieden.

Das könnte Sie auch interessieren: Weidenbach demonstriert gegen Schließung des Bauübergangs und Verlegung der Kreisstraße

Mit der Änderung der Finanzierung zwischen der DB Netz AG, dem Bund und dem Freistaat Bayern, muss sich der Landkreis Mühldorf nicht mehr an den Kosten des Bahnübergangs beteiligen. Bleibt aber aufgrund der Kreisstraße Mü 21 Kreuzungspartner bei dieser Baumaßnahme.

Wirtschaftlichkeit bleibt bestehen

Es gilt trotz der gesetzlichen Neuerung beim der Finanzierung der Maßnahme das Wirtschaftlichkeitsgebot. Gesetzlich vorgeben ist die Tatsache, dass die einzelnen, geplanten Maßnahmen untereinander nicht zu verrechnen sind.

Heldensteins Bürgermeisterin und CSU-Kreisrätin Antonia Hansmeier und CSU-Kreisrat Siegfried Höpfinger wiesen in dieser Sitzung auf die massiven Bürgerproteste in Heldenstein hin. Dem schloss sich Landrat Max Heimerl an, der feststellte, dass die Bürgerinnen und Bürger in Weidenbach durch die Bahn, die Autobahn und die Isentalstraße besonders betroffen sind.

Grundstücke stehen zur Verfügung

Bürgermeisterin Antonie Hansmeier plädierte vor dem Kreistag dafür, den Bahnübergang „Am Brühl“, den die Bahn im Zuge des Bahnausbaus herrichten und bezahlen muss zu schließen und die für dies Maßnahme eingeplanten Mittel für einen neuen Bahnübergang auf der Höhe des jetzigen höhengleichen Bahnübergangs zu errichten. „Die Grundstücke für diese Maßnahme würden zu ortsüblichen Preisen zur Verfügung stehen“, betonte Hansmeier.

Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber stellte heraus, dass Staatssekretär Stephan Mayer, Landrat Max Heimerl und er schon Gespräche über diese Lösung mit der Bahn und dem Bundesverkehrsministerium geführt hätten. „Wir brauchen eine politische Lösung, die für Weidenbach eine echte Entlastung bringt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens werden auf der gesamten Strecke sicherlich ähnliche Probleme auftauchen, wie wir sie in Weidenbach haben. Ich plädiere für eine politische Lösung und werde mich, zusammen mit Staatssekretär Stephan Mayer, dafür einsetzen“, betonte Dr. Marcel Huber.

Kommentare