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Entscheidung im Bauausschuss

Bahnübergang „Am Brühl“ in Weidenbach wird zum Politikum

Die Bahnüberführung „Am Brühl“ in Weidenbach soll geschlossen und die Mittel für einen Neubau an anderer Stelle wieder verwendet werden.
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Die Bahnüberführung „Am Brühl“ in Weidenbach soll geschlossen und die Mittel für einen Neubau an anderer Stelle wieder verwendet werden.
  • Josef Bauer
    VonJosef Bauer
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Der Kreistag hat sich in seiner jüngsten Sitzung dem Votum des Bauausschusses über den Bahnübergang östlich von Weidenbach angeschlossen und die Vereinbarung über die Eisenbahnkreuzungsmaßnahme bis zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens und dem Vorliegen des Endergebnisses zurückgestellt.

Mühldorf - Mit 53:1 Stimmen sprachen sich die Kreistagsmitglieder für diese Lösung aus.

Keine höhengleichen Bahnübergänge

Der höhengleiche Bahnübergang bei Weidenbach im Gemeindegebiet Heldenstein soll im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus und der Elektrifizierung im Rahmen der ABS 38 stattfinden. Die von der Bahn geplante Geschwindigkeit der Züge lässt einen höhengleichen Bahnübergang nicht mehr zu.

Der Kreistag hatte sich 2017 für eine Lösung mit dem Neubau einer Bahnbrücke und einer bahnparallelen Kreisstraßenführung entlang der Strecke Richtung Osten entschieden.

Mit der Änderung der Finanzierung zwischen der DB Netz AG, dem Bund und dem Freistaat Bayern muss sich der Landkreis Mühldorf nicht mehr an den Kosten des Bahnübergangs beteiligen. Bleibt aber aufgrund der Kreisstraße Mü 21 Kreuzungspartner bei dieser Baumaßnahme.

Wirtschaftlichkeit bleibt bestehen

Es gilt trotz der gesetzlichen Neuerung bei der Finanzierung der Maßnahme das Wirtschaftlichkeitsgebot (das wirtschaftlich günstigste Angebot soll gewählt werden). Gesetzlich vorgegeben ist die Tatsache, dass die einzelnen, geplanten Maßnahmen untereinander nicht zu verrechnen sind.

Heldensteins Bürgermeisterin und CSU-Kreisrätin Antonia Hansmeier und CSU-Kreisrat Siegfried Höpfinger wiesen in dieser Sitzung auf die massiven Bürgerproteste in Heldenstein hin. Dem schloss sich Landrat Max Heimerl an, der feststellte, dass die Bürgerinnen und Bürger in Weidenbach durch die Bahn, die Autobahn und die Isentalstraße besonders betroffen seien.

Grundstücke stehen zur Verfügung

Bürgermeisterin Antonie Hansmeier plädierte vor dem Kreistag dafür, den Bahnübergang „Am Brühl“, den die Bahn im Zuge des Bahnausbaus herrichten und bezahlen muss, zu schließen. Die für diese Maßnahme eingeplanten Mittel in Höhe von geschätzten drei Millionen Euro sollten für einen neuen Bahnübergang auf der Höhe des jetzigen höhengleichen Bahnübergangs verwendet werden.

Politische Lösung für Weidenbach

„Es ist richtig, dass wir unter der Absprache mit den Bürgerinnen und Bürgern Weidenbachs auf die Ertüchtigung verzichten wollen, damit die Finanzierungslücke der besten Lösung ‚EÜ Weidenbach’ annähernd geschlossen werden kann. Die Grundstücke für diese Maßnahme würden zu ortsüblichen Preisen zur Verfügung stehen“, betonte Hansmeier.

Landtagsabgeordneter Dr. Marcel Huber stellte heraus, dass Staatssekretär Stephan Mayer, Landrat Max Heimerl und er schon Gespräche über diese Lösung mit der Bahn und dem Bundesverkehrsministerium geführt hätten. „Wir brauchen eine politische Lösung, die für Weidenbach eine echte Entlastung bringt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens werden auf der gesamten Strecke sicherlich ähnliche Probleme auftauchen, wie wir sie in Weidenbach haben. Ich plädiere für eine politische Lösung und werde mich, zusammen mit Staatssekretär Stephan May er, dafür einsetzen“, betonte Dr. Marcel Huber.

Staatssekretär Stephan Mayer: „Ich führe derzeit intensive Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium und arbeite an einer Lösung für Weidenbach.“

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