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„Die Schlacht im Landkreis Mühldorf“

Ausstellung über historisches Ereignis von 1322 eröffnet am 17. September

Auf dem Podium: (von links) Edwin Hamberger, Michael Hetzl, Max Heimerl, Korbinian Engelmann, Daniel und Erwin Baumgartner.
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Auf dem Podium: (von links) Edwin Hamberger, Michael Hetzl, Max Heimerl, Korbinian Engelmann, Daniel und Erwin Baumgartner.
  • Hans Rath
    VonHans Rath
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Anlässlich der Ausstellung: „1322 – Ritter, Schlacht und Königswürde“, die am 17. September im Haberkasten zu bewundern ist, wurde eine Pressekonferenz einberufen. Unter anderem Landrat Max Heimerl erklärte die Wichtigkeit und das Ziel der Ausstellung.

Mühldorf – „1322 – ein Jahr von europäischer Tragweite.“ Mit diesen Worten eröffnete Landrat Max Heimerl die Pressekonferenz, die anlässlich einer Ausstellung im Haberkasten anberaumt worden war. Die Pforten der Ausstellung öffnen am Samstag, 17. September.

Politiker und historische Kompetenz

Neben Heimerl erschien, von politischer Seite, Bürgermeister Michael Hetzl. Geballte historische Kompetenz steckte in der Präsenz von Stadtarchivar Edwin Hamberger, Museumsleiter Korbinian Engelmann und vom Koordinator für die Geschichtsarbeit im Landkreis Daniel Baumgartner. Mit dessen Vater Erwin Baumgartner kam der Vorsitzende des Fördervereins des Geschichtszentrums.

Letzte Ritterschlacht auf deutschem Boden ohne Feuerwaffen

Wo fand nun die letzte Ritterschlacht auf deutschem Boden, die ohne Feuerwaffen ausgetragen wurde, eigentlich statt? In Mühldorf, in Ampfing oder in Erharting? Diese Frage beantwortete der Landrat salomonisch: „Sie fand im Landkreis Mühldorf statt“. Heimerl weiter: „Diese Schlacht interessiert nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder und Jugendlichen. Sie sollen sich mit ihrer Heimat und ihrer Region auseinandersetzen, mit dem, was sich dort historisch ereignet hat“.

Aus der Geschichte lernen

Bürgermeister Hetzl erklärte im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine: “Wichtig ist es, aus der Geschichte zu lernen. Warum gab es die Ritterschlacht? Welche Folgen hatte sie? Sie war verheerend. Tausende von Toten waren zu beklagen. Bei dieser Ausstellung arbeitet die Stadt Mühldorf eng mit der Stadt Salzburg zusammen.“

Schlacht von 1322 betrifft den ganzen Landkreis Mühldorf

Engelmann gab Details zur Ausstellung bekannt: “Die Schlacht von 1322 ist ein Ereignis, das den ganzen Landkreis betrifft. Es gibt Theaterstücke, Gedenkfeiern und viele kleinere Veranstaltungen. Die Stadt Mühldorf und das Kreismuseum kooperieren mit Ampfing, den Ritterschaften aus Erharting und Kraiburg. Bei der Ausstellung arbeiten wir viel mit recycelbarer Pappe. 80 Prozent der Exponate können nach der Ausstellung wiederverwertet werden. Großformatige Gemälde stellen die Schlacht ebenso dar wie eine Bodenkarte. Wir fokussieren uns auf die Schlacht, gehen das militärhistorisch an, vergessen aber auch nicht die Vorgeschichte und die Folgen. Ein wichtiger Punkt ist die Anschaulichkeit, ohne dass dabei die historische Genauigkeit verloren geht. Wir haben zwei kurze Filme gedreht. In einem erklärt zum Beispiel Stefan Kafurke aus Erharting, was ein Ritter so alles bei sich hat. Die bisherigen Aufführungen der Schlacht aus den Jahren 1922 und 1988 in Ampfing sowie in Kraiburg im Jahre 1997 sind mit Bildern vertreten.“

Schlacht war nach einem Tag vorbei

Für Hamberger und die Stadt Mühldorf ist die Schlacht von 1322 von besonderer Bedeutung, hängen doch Ludwig der Bayer und Friedrich der Schöne im Sitzungssaal im Rathaus und beobachten das kommunalpolitische Geschehen. Daniel Baumgartner führte aus: „Die Schlacht im Landkreis Mühldorf war nach einem Tag vorbei. Noch am 28. September 1322 zogen die Truppen weiter. Zurück blieben nur Tote und Verwundete. Das erste Theaterstück zu der Thematik gab es übrigens nicht 1922 in Ampfing, sondern in den 1850er Jahren in Buchbach. Ein Symposium im Herbst wird die Thematik untermauern. Teilnehmen werden da Vertreter der TU Chemnitz, der Stadtbibliothek Regensburg und der Paris-Lodron-Universität Salzburg“.

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Erwin Baumgartner erklärte: „Schlacht im Landkreis Mühldorf“ ist der richtige Titel, um Streitigkeiten zu vermeiden: Der Förderverein unterstützt die Ausstellung mit einer beträchtlichen Summe“. Zum Abschluss kam noch einmal Heimerl zu Wort: „Man muss bei der Ausstellung einen Goldenen Weg finden. Einerseits sollen nicht Rittertum und Krieg romantisiert und glorifiziert werden, andererseits soll eine fundierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Historie, mit der eigenen Vergangenheit stattfinden. Was können wir aus der Vergangenheit lernen, um es heute und morgen besser zu machen?“

Zwischen Friedrich dem Schönen, einem Ritter und einer Bäuerin: (von links) Edwin Hamberger, Erwin Hamberger, Michael Hetzl, Max Heimerl, Korbinian Engelmann und Erwin Baumgartner.

Die Ausstellung „1322 – Ritter, Schlacht und Königswürde“„1322 – Ritter, Schlacht und Königswürde“ wird bis 16. April 2023 dauern. MG

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