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DOPPELHAUSHALT BESCHLOSSEN

Ausbau der Kläranlage fordert Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein

Die Kläranlagedes Abwasserzweckverbands Heldenstein, die 1983/84 erbautr wurde, ist zu klein geworden.
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Die Kläranlagedes Abwasserzweckverbands Heldenstein, die 1983/84 erbaut wurde, ist zu klein geworden.
  • vonPeter Becker
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Der dringend notwendige Ausbau der gemeinsamen Kläranlage fordert die Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein/Rattenkirchen. Das Millionen-Projekt prägt auch den Finanzplan, der im Zuge der Verabschiedung des Haushalts für 2021 und 2022 beschlossen wurde.

Heldenstein – Einstimmig hat die Gemeinschaftsversammlung der VG Heldenstein den Doppelhaushalt für die Jahre 2021 und 2022 beschlossen. Das Volumen des Haushalts 2021 steigt auf insgesamt 1,813 Millionen Euro, das des Etats 2022 auf 2,093 Euro.

Verantwortlich dafür sind steigende Kosten für den Betrieb der inzwischen zu kleinen Kläranlage des Abwasserzweckverbands Heldenstein, die 1983/84 erbaut wurde. Für deren Sanierung, beziehungsweise Erweiterung müssen Rücklagen gebildet werden.

Fast vier Millionen Euro für Kläranlage

Basierend auf vorläufigen Kostenschätzungen sind im neuen Doppelhaushalt für die Jahre 2021 und 2022 365.000 Euro eingestellt und eine Kreditaufnahme von 300.000 Euro vorgesehen. In der Finanzplanung sind für die Jahre 2023 und 2024 nach Auskunft der VG weitere 3,6 Millionen Euro eingeplant. Wie die beiden Gemeinden sich diese Kosten in Zukunft teilen wollen, ist noch nicht entschieden.

Personalkosten steigen

Darüber hinaus steigen die Personalkosten bis 2022 um rund 100.000 Euro auf dann 834.400 Euro.

Ebenfalls mehr Geld ausgeben will die Verwaltungsgemeinschaft für die Mittagsbetreuung in der Schule: 15.000 Euro stehen hier in den kommenden beiden Jahren zusätzlich zur Verfügung.

Umlageregelung verlängert

Die Umlagebeteiligung der beiden Gemeinden Rattenkirchen und Heldenstein an der Verwaltungsgemeinschaft soll sich auch weiterhin nicht generell an der Bürgerzahl ausrichten, wie es das Gesetz vorsieht. Für diese Lösung, die bereits seit 1998 in der VG Heldenstein angewendet wird, sprach sich nach kurzer Diskussion das gesamte Gremium erneut aus. Ausgehend vom Jahr 2020 wird daher die allgemeine Umlage zu 73,3 Prozent von Heldenstein, bei der Kanaleinleitung sind es sogar 81,2 Prozent. Für die gemeinsame Schule kommt Heldenstein anhand der anteiligen Schülerzahl zu 74,8 Prozent auf.

Haushaltsabschluss 2020 diskutiert

Vor der Verabschiedung des Doppelhaushalts informierte Kämmerer Thomas Ellinger die VG-Räte um die VG-Vorsitzende, Heldensteins Bürgermeisterin Antonia Hansmaier (CSU), über den Haushaltsabschluss für das Jahr 2020. Der Verwaltungshaushalt betrug statt der geplanten 1,62 Millionen Euro nur 1,54 Millionen Euro.

Der Vermögenshaushalt lag mit 75.342 Euro ebenfalls unter dem Ansatz von 86.500 Euro. Dem Vermögenshaushalt konnten rund 300 Euro zugeführt werden und aus dem Vermögenshaushalt gingen wiederum 1.125 Euro in die Rücklage, die sich damit auf 116.446 Euro erhöhte. Beides war ursprünglich nicht vorgesehen. Durch Tilgungen in Höhe von knapp 25.000 Euro konnte der Schuldenstand um fast 20 Prozent auf 128.324 Euro verringert werden.

Für Nachfragen sorgten lediglich drei überplanmäßige Ausgaben, deren größte Posten mit etwas mehr als 70.000 Euro allesamt der Kläranlage zuzuordnen waren. Neben den erhöhten Stromkosten von mehr als 17.000 Euro infolge eines Schwelbrandes an Kabeln bemängelte Gemeinderat Georg Stöckl (UWG) dabei vor allem die teurer gewordene Klärschlammentsorgung, die mit zusätzlichen 40.600 Euro wegen der Überbelastung zu Buche schlug. Die Gemeinschaftsversammlung hat diese Ausgaben ebenso einstimmig angenommen wie die Bildung von Haushaltsresten mit einer Gesamtsumme von rund 175.000 Euro beschlossen.

Mit rund 92.000 Euro ist der Großteil davon ebenfalls für die Kläranlage vorgesehen. Andere Ausgaben betrafen die EDV-Beschaffungen an der Schule sowie die Nachmittagsbetreuung. Nachfrage bei den Haushaltsresten hatte wiederum Georg Stöckl, der sich die gut 20.000 Euro für „Baumaßnahmen Rathaus“ nicht erklären konnte. Hier lieferte der Kämmerer die Erklärung, dass mit Blick auf die Coronakrise in die EDV und mögliche Homeoffice-Tätigkeiten der Mitarbeiter investiert werden müsse.

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