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Erste Töne nach der langen Zwangspause

Aus einem Impuls wird Musik: Bundes-Förderung ermöglicht der Blaskapelle Kraiburg CD-Aufnahme

Dirigent Wolfgang Wieser, Klarinettistin Bianca Pretzl und Musikervorstand Josef Wilhelm (von links) freuen sich, dass das Proben wieder begonnen hat.
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Dirigent Wolfgang Wieser, Klarinettistin Bianca Pretzl und Musikervorstand Josef Wilhelm (von links) freuen sich, dass das Proben wieder begonnen hat.

Die gut 40 Musiker und Musikerinnen der Blaskapelle Kraiburg atmeten auf: Nach der langen „Corona-Pause“ startete die Blaskapelle wieder erfolgreich in Kraiburg und Umgebung unter dem Motto „Blasmusik dahoam“. Ermöglicht wurde dieser Start auch durch eine finanzielle Förderung der Aktivitäten aus dem Bundesprogramm „Impuls“.

Kraiburg – Denn auch in der „Zwangspause“ war die Führungsriege der Musikanten nicht untätig. „Es war super, dass sich unser Dirigent Wolfgang Wieser und unser Vorstand Josef Wilhelm im Internet informiert haben, dass man beim Bund einen Förderantrag stellen kann. Sie haben sich damit ausgiebig beschäftigt und im Frühjahr mit einem Antrag beim Bundesmusikverband Chor & Orchester beworben. Der Bund hat sich da eine Supersache einfallen lassen“, freut sich Bianca Pretzl, Klarinettistin der Blaskapelle.

Unter dem Motto „Blasmusik dahoam“ zum Förderprogramm „Impuls“ spielte die Blaskapelle Kraiburg kürzlich auch im Garten vom „Unterbräu“ auf. Bachmaier

Ein fünfseitiges Konzept und dazu noch ein Anhang über Kalkulation und Ähnliches reichte die Blaskapelle ein. „Wir müssen eine genaue Kalkulation nachweisen, um Geld vom Bund zu bekommen. Wir haben Glück gehabt, dass uns eine Förderung zugesagt wurde“, stellte Dirigent Wieser heraus, der zudem Tenorhorn spielt.

Zehn Millionen für die Amateurmusik

Mit dem neuen Förderprogramm „Impuls“ stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters zehn Millionen Euro für die Amateurmusik in ländlichen Räumen bereit. Die Förderung soll den Laien-Ensembles – nach Monaten des Stillstands – neue Impulse geben und als Motivationshilfe zu einem Neustart beitragen. Impuls ist ein Baustein des Rettungs- und Zukunftsprogramms Neustart Kultur der Bundesregierung.

„Das Programm zur Förderung umfasst drei Abschnitte, die wir zu erfüllen haben und natürlich gerne ausführen“, erklärte Vorstand Wilhelm, der auch die Trompete sicher beherrscht. Der Start zum ersten Teil „Blasmusik dahoam“ sei gut geglückt: Im Juli und August war die Blaskapelle sechs Wochen unterwegs und spielte etwa in Frauendorf, Piesenham, Zaunlehen, Wuhrmühle, auf dem Schlossberg oder beim „Unterbräu“ sowie bei der Bergmesse der Bergwandergruppe auf dem „Hollenauer Kreuz“ live auf.

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„Auch bei der ‚Lenzwenger Musik‘ haben wir mitgemacht.“ Lenzwenger sind alte Musikstücke aus der Zeit um 1830. „Da es die Instrumente von damals nicht mehr gibt, wurden die Musikstücke umgeschrieben auf heutige Instrumente, so dass das Damalige wiederbelebt wird“, erklärt Wolfgang Wieser.

Die Förderung der Jugendarbeit und der Ausbau der musikalischen Qualität gehören zum zweiten Teil des Projekts. Dazu zählen etwa Ausbildung, Ausflüge oder Instrumentenkauf wie auch die Registerproben mit Musiklehrern.

„Von September bis November befassen wir uns damit. Generell werden wir unterrichtsmäßig sowieso von Musiklehrern der Waldkraiburger Musikschule unterstützt. So finden nun im Rahmen dieser Förderaktion auch einzelne Registerproben mit den Profis statt“, erklärt der Dirigent.

CD-Aufnahme ist für November geplant

Diese würden auch schon zur Vorbereitung für eine erstmalige CD-Aufnahme dienen. Die Aufnahme ist für November geplant – der dritte Teil der Aufgaben für die Blaskapelle. Ohne die Förderung sei sie gar nicht erst möglich geworden. „Blasmusik dahoam“ – unter diesem Motto findet die CD-Aufnahme an zwei Tagen im Bischof-Bernhard-Haus statt. Professionell begleitet von Fachleuten.

Die CD umfasst 16 Musikstücke, darunter drei von der Jugendkapelle, und ist bunt gemischt – von Märschen und Polkas bis zur Moderne. Wir wollen das Publikum in breitem Umfang ansprechen und planen die Fertigstellung vor Weihnachten“, ist Wolfgang Wieser zuversichtlich.

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Josef Wilhelm verdeutlicht, dass das sonst alljährliche Konzert der Blaskapelle coronabedingt erneut nicht abgehalten wird und stattdessen diese CD-Aufnahme nun möglich ist. „Es ist super, dass wir eine Förderung in dieser Größenordnung bekommen, sie wurde uns im oberen vierstelligen Euro-Bereich zugesagt.“

Etwa die Hälfte davon mache die CD-Aufnahme aus, der Rest komme der Jugendarbeit und Fortbildung zugute. „So sind wir zuversichtlich, dass wir auch mit unserer Musik die Kultur im Ort wieder aufleben lassen“, erörtert der Musikervorstand.

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