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Neuer Infektionsschwerpunkt?

Unter den 13 am stärksten betroffenen deutschen Landkreisen: Mühldorfer Inzidenz liegt über 322

Eine Stadt und ein Landkreis im Zeichen von Corona: Gestern stieg der Inzidenzwert auf über 300.
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Eine Stadt und ein Landkreis im Zeichen von Corona: Am Mittwoch stieg der Inzidenzwert auf über 300.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Seit Mittwoch gehört der Landkreis Mühldorf zu den am stärksten von Corona betroffenen Landkreisen in Deutschland. Das Landratsamt beobachtet einen Anstieg der Infektionen nicht mehr hauptsächlich im Norden des Landkreises.

Mühldorf – Mit einem Corona-Inzidenzwert von 322,8 gehört der Landkreis Mühldorf inzwischen zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten. Das geht aus einer Statistik des Robert-Koch-Instituts hervor. Während der bundesweite Wert gestern bei 153,2 lag, ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Landkreis Mühldorf mehr als doppelt so hoch.

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Eine Erklärung dafür hat Landrat Maximilian Heimerl kaum: „Bei den Neuinfektionen handelt es sich um ein diffuses Ausbruchgeschehen, verteilt über den ganzen Landkreis.“ Nach wie vor sei der nördliche Landkreis stärker betroffen. „Es fällt jedoch auf, dass eine Vielzahl der neuen positiven Fälle der Stadt Waldkraiburg sowie deren Nachbargemeinden zuzuordnen ist.“

Zunächst keine Einschränkungen

Schwerpunkte seien weiterhin Familien und Firmen, wobei es nicht einzelne Betriebe sind, die besonders betroffen wären. „Vielmehr ist es die Summe vieler Einzelfälle“, sagte Heimerl. Meist betreffe eine Ansteckung die gesamte Familie und nicht nur einzelne Angehörige.

Auf 103 neue Fälle beziffert das Landratsamt die Zahl der Neuinfektionen am Vortag, damit sind aktuell 511 Menschen infiziert. Der jüngste ist zwei Jahre alt, der älteste 89.

Neue Einschränkungen sind mit dem hohen Wert zunächst nicht verbunden. „Wir setzen vorerst nicht auf weitere restriktive Maßnahmen und Verbote, sondern auf das Verantwortungsbewusstsein aller“, sagte Heimerl. „Wir haben keinen besonderen Herd, sondern einen Flächenbrand.“ Der Landrat fordert deshalb auf, berufliche und private Kontakte weiter zu reduzieren. „Gleichzeitig bitte ich eindringlich, die Testangebote in den Betrieben und Kommunen wahrzunehmen – zum eigenen Schutz und zum Schutz unserer Mitmenschen.“

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Wie es in Mühldorfer Schulen weitergeht

Am Freitag entscheidet der Landkreis darüber, wie es in den Schulen weitergeht. Schon heute steht fest: Im Kampf gegen Corona soll die Zahl der Tests in Bildungseinrichtungen deutlich erhöht werden. „Ab morgen werden im gesamten Landkreis in den Schulen täglich Testungen durchgeführt“, teilt das Landratsamt mit. Seit Montag müssen Schüler, Lehrer und Schulpersonal zweimal pro Wochen verpflichtend getestet werden.

Jetzt tägliche Tests in Schulen

Im nördlichen Landkreis werde in den Schulen bereits seit dieser Woche täglich getestet. „Diese Regelung gilt nun für den gesamten Landkreis. Ziel ist es, trotz der hohen Inzidenzzahlen die Schulen so lange wie möglich offen zu halten, um den Abschussklassen Präsenzunterricht zu ermöglichen“, betontn 31 Corona-Patienten auf der Intensivstation, vier von ihnen müssen beatmet werden. Die Klinikleitung geht aber von einer Momentaufnahme aus, die sich schnell ändern kann. So seien vor Ostern fast alle Intensivbetten belegt gewesen.

Gestern lagen die Coronawerte im Landkreis so hoch wie noch nie. Den stärksten Neuanstieg binnen eines Tages gab es am 21. November 2020, als sich 90 Menschen infizierten. Am 20. Dezember erreicht die Zahl der aktiven Fälle ihren bisherigen Höchststand mit 486. Der bisher höchste Inzidenzwert lag am  17. Dezember 2020 bei 277,9.

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