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Archäologin untersucht Fund

Bei Stadtplatz-Sanierung in Neumarkt-St. Veit taucht über 200 Jahre alter Holzbohlenweg auf

Der kritische Blick in die Grube: Bei den Bauarbeiten zur Stadtplatzsanierung sind historische Holzbohlen aufgetaucht. Jetzt untersuchen Denkmalpfleger das Fundstück.
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Der kritische Blick in die Grube: Bei den Bauarbeiten zur Stadtplatzsanierung sind historische Holzbohlen aufgetaucht. Jetzt untersuchen Denkmalpfleger das Fundstück.
  • Markus Honervogt
    VonMarkus Honervogt
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Ein historischer Balkenweg ist bei der Stadtplatzsanierung in Neumarkt St. Veit aufgetaucht. Jetzt haben die Archäologen das Wort. Sie haben erste Erkenntnisse zum Fund.

Neumarkt-St. Veit – Kaum begonnen, schon gibt es die ersten unterirdischen Funde bei der Sanierung des Neumarkt-St. Veiter Stadtplatzes. Bei den Aufgrabungen zur Vorbereitung eines provisorischen Anschlusses der neuen Hauptwasserleitung an die Bestandsleitung entdeckten Arbeiter einen Holzbohlenweg aufgedeckt.

Die Bauarbeiten an dieser Stelle wurden nach Angaben der Stadt Neumarkt-St. Veit eingestellt und eine Archäologin hinzugezogen. „Sie ist seit heute Morgen vor Ort und führt die notwendigen Maßnahmen in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege durch“, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

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Weiterbau ist nicht beeinträchtigt

Den Weiterbau verhindern werden die Funde nicht. In solchen Fällen werden die historischen Stücke vermessen, fotografiert und dokumentiert und anschließlich ausgegraben. Dananach können die Bauarbeiten auch an dieser Stelle weiter gehen.

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Laut Archäologin handelt es sich bei dem Fund wohl um den Bohlenweg der auf Plänen um 1800 eingezeichnet ist. Der Holzbohlenweg zeige den ursprünglichen Verlauf der damaligen Straße und liege in einer Tiefe von 1,30 Meter. „Diese Bauweise war zu damaligen Zeiten ein üblicher Bau bei schlechten Bodenverhältnissen wie Torfschichten, sowie sie bei uns vorzufinden sind“, heißt es in einer Mitteilung von Stadt und Landesdenkmalamt zu dem Bohlenweg.

Im OVB-Dossier finden Sie alles zur Sanierung des Stadtplatzes in Neumarkt-St. Veit

Nach Angaben von Bürgermeister Erwin Baumgartner ist nicht mit Behinderungen der Bauarbeiten zu rechnen. Die Baufirma könne an anderer Stelle weiter graben. „Es gibt keinen Baustopp“, betonte er. Baufirma und Archäologin könnten gleichzeitig arbeiten.

Am Montag wird das Wasser abgedreht

Erste Behinderungen gibt es am kommenden Montag für Anwohner in diesem Bereich. Nach Angaben der Stadtverwaltung wird dann ein sogenanntes Schieberkreuz in die Wasserleitung eingebaut. Zu diesem Zwecke wird tagsüber die Wasserversorgung der Anlieger abgestellt. Die betroffenen Anwohner seien bereits informiert, heißt es bei der Stadtverwaltung.

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