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Mühldorfer Sommerfestival

Auf Düsteres folgt Heiteres: Auftakt im Mühldorfer Haberkasten-Innenhof mit „Dreiviertelblut“

Frontmann Sebastian Horn, der ursprünglich als Sänger und Bassist von Bananafishbones bekannt wurde (links), und Gerd Baumann an akustischer Gitarre und Banjo.
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Frontmann Sebastian Horn, der ursprünglich als Sänger und Bassist von Bananafishbones bekannt wurde (links), und Gerd Baumann an akustischer Gitarre und Banjo.

Der Innenhof ist bestuhlt. Um die Mindestabstände einzuhalten, müssen immer wieder Sitzplätze frei bleiben. Nach den aktuellen Corona-Auflagen bietet der Innenhof des Haberkastens damit Platz für lediglich 175 Besucher – doch das tat der Stimmung beim Auftritt von „Dreiviertelblut“ keinen Abbruch.

Mühldorf – Doch das tat der Freude darüber, dass das Sommerfestival nach der Zwangspause im vergangenen Jahr wieder stattfinden kann, keinen Abbruch. Und so war das Auftakt-Konzert der oberbayerischen Band Dreiviertelblut, die mit ihrem dritten Album „Diskothek Maria Elend“ nach Mühldorf kamen, auch restlos ausverkauft.

Alte Bekannte zu Gast in der Innstadt

Mit den sieben Musikern besuchen alte Bekannte die Innstadt. Neben Frontmann Sebastian Horn, der ursprünglich als Sänger und Bassist von Bananafishbones bekannt wurde, und Gerd Baumann an akustischer Gitarre und Banjo, der sich als Komponist von Filmmusik und seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Regisseur Marcus H. Rosenmüller einen hervorragenden Namen gemacht hat, vervollständigen fünf weitere vielseitige Musiker die Band: Dominic Glöbl (Flügelhorn, Trompete, Gesang), Florian Riedl (Klarinette, Bassklarinette, Moog-Synthesizer), Luke Cyrus Goetze (E-Gitarre, Lapsteel, Dobro), Benjamin Schäfer (Kontrabass, Tuba) und Flurin Mück (Schlagzeug).

Es geht um Leben und Tod und um das Dazwischen

In den Songs von Dreiviertelblut geht es um das Leben und den Tod und das Dazwischen. Doch trotz der hintergründigen, manchmal schwermütigen Texte versprüht die Band jede Menge gute Laune und Optimismus.

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Sinnfreie Anmoderationen, witzige Anekdoten

Mit teilweise sinnfreien Anmoderationen ihrer Lieder und witzigen Anekdoten führten die charismatischen Bandleader Horn und Baumann durch den Abend. „Im April hatte ich einen Radunfall und bin auf das Gesicht gefallen, seitdem pfeift mein ,S‘. Aber ich hoffe, der Tontechniker kriegt das hin“, so stimmt Horn das Publikum, das gekommen war, um folklorefreie Volksmusik zu hören, auf den Abend ein.

Es hat kein „S“ gepfiffen

Und natürlich ist seiner sonoren, beeindruckenden Bassstimme keinerlei Pfeifen anzuhören. Auch autobiographische Erlebnisse werden verarbeitet. So erzählt Horn in „Odlgruamschwimmer“ davon, wie ihn als kleines Kind ein Mädchen aus einer Odelgrube rettete.

Über „Hollerkiachal“, die den Sommeranfang einläuten

In „Schwupp Marie“, einem Song über das Verliebtsein, „Rundumadum“, in dem es um den Sinn der alltäglichen Mühen geht, oder „Hollerkiachal“, die den Sommeranfang einläuten, darf es auch mal etwas leichter zugehen. In „Woana“, einem Song aus dem ersten Album von Dreiviertelblut, oder „Auf und davo“, in dem es um die Vergänglichkeit geht, wurde es dann wieder deutlich nachdenklicher.

Vielschichtigkeit, die begeistert

Insgesamt ist es die Vielschichtigkeit, die bei Dreiviertelblut begeistert. Auf Düsteres folgt Heiteres, ganz so wie im wirklichen Leben. Doch mit „Wuist du mit mir danzn“ und „Deifedanz“, bekannt aus der Serie „Oktoberfest 1900“, sorgen sie für einen sehr beschwingten Abschluss eines tollen Konzertabends und endlich hält es auch das Haberkasten-Publikum, bis dahin noch etwas verhalten, nicht mehr auf seinen Stühlen. Coronakonform wackelt dann doch die ein oder andere Hüfte.

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