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Mehr digitale Behördengänge

Mühldorfer Landratsamt will mehr Dienstleistungen online bieten und beteiligt sich an Wettbewerb

In den Ausbau der Online-Verwaltung im Mühldorfer Landratsamt wird weiter intensiviert.
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In den Ausbau der Online-Verwaltung im Mühldorfer Landratsamt wird weiter intensiviert.
  • Josef Bauer
    vonJosef Bauer
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Im Landkreis Mühldorf werden künftig immer mehr Verwaltungsdienstleistungen online abrufbar sein. Das Landratsamt beteiligt sich am Projekt „Digitaler Werkzeugkasten 2.0“ des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales, mit dem bisher rein analog angebotene Serviceleistungen digitalisiert werden sollen.

Mühldorf/München – Digitalministerin Judith Gerlach erklärt: „Mit dem Digitalen Werkzeugkasten 2.0 wollen wir den Landkreisen das richtige Handwerkszeug mitgeben, damit sie sich selbst Online-Services erstellen können.“

Pilotprojekt wird fortgeführt

Landrat Max Heimerl freut sich, dass das Landratsamt hier schon sehr gut vorgearbeitet hat. „Das Landratsamt Mühldorf hat bereits 2006 damit begonnen, die Aktenverwaltung und –prozesse digital umzustellen. Seit 2019 wird in allen Geschäfts- und Fachbereichen sowie Stabstellen mit der E-Akte gearbeitet“, sagt Heimerl. „Darüber hinaus haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit digitalisierten Antragsverfahren wie der Online-Einbürgerung gewonnen. Mit der Entwicklung von Online-Antragsverfahren für Bürger und Unternehmen auf 24 Landkreise verteilt, profitieren wir gegenseitig und sind schneller am Ziel.“ Auf der Agenda stehen beispielsweise im Bereich ÖPNV die Online-Meldung von Verspätungen oder der Ausfall von Schulbussen sowie Online-Anträge auf Leistungen für Bildung und Teilhabe.

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Das Projekt „Digitaler Werkzeugkasten“ war im Frühjahr 2019 als Gemeinschaftsprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales und des Innovationsrings des Bayerischen Landkreistages gestartet worden. In einer ersten Projektphase wurden mithilfe dieser Softwarelösung über 120 Verwaltungsleistungen durch die beteiligten sieben Pilotlandkreise bereitgestellt. Jetzt wird das Projekt auf insgesamt 24 Landratsämter ausgeweitet.

Sie erhalten jeweils 6000 Euro zur technischen Umsetzung eines extra erstellten Leitfadens für die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, zur Qualitätssicherung der Angebote und zur Schulung von Mitarbeitern. Alle Verfahren, die im Werkzeugkasten 2.0. digitalisiert werden, sollen auch den jeweils anderen Landkreisen sowie interessierten Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt wurde im März 2021 ausgeweitet, damit Bürger und Unternehmen künftig in immer mehr bayerischen Landkreisen ihre Verwaltungsdienstleistungen online beantragen können. „Das Interesse der Landratsämter, ihre digitale Verwaltung in Eigeninitiative voranzubringen, ist erfreulich groß – die Anzahl der teilnehmenden Landkreise ist mehr als drei Mal so hoch wie beim ersten Pilotprojekt. Insgesamt nehmen 24 Landratsämter aus allen bayerischen Regierungsbezirken am Programm teil (siehe Infobox).

Förderung durch das Ministerium

Genau wie bei der bereits 2019 initiierten Programmrunde sollen alle Verfahren, die im Werkzeugkasten 2.0. digitalisiert werden, auch anderen Landkreisen sowie interessierten Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.

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